Handwerk in Rheinland-Pfalz: Mehr Umsatz, weniger Beschäftigte
Das Handwerk in Rheinland-Pfalz erzielte 2025 etwas höhere Umsätze als im Jahr zuvor, allerdings ging die Zahl der Beschäftigten nahezu quer durch alle Gewerke zurück.
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stiegen die nicht preisbereinigten Umsätze im zulassungspflichtigen* Handwerk in Rheinland-Pfalz im Vergleich zu 2024 um 0,8 Prozent. Deutschlandweit gab es zum Vergleich ein Plus von 1,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten im Handwerk verringerte sich dagegen um zwei Prozent (Deutschland: minus 1,5 Prozent).
*Zum zulassungspflichtigen Handwerk zählen die Gewerke, bei denen für die selbstständige Ausübung ein Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation vorausgesetzt wird. Das umfasst aktuell 53 Gewerbe vom Friseur bis zum Tischler, Maurer, Dachdecker oder Elektrotechniker.
Sechs der sieben Gewerbegruppen erzielten 2025 mehr Umsatz
Foto: © Statistisches Landesamt Rheinland-PfalzSechs der sieben Gewerbegruppen des Handwerks erzielten im Vergleich zum Vorjahr mehr Umsatz. Im Bauhauptgewerbe zum Beispiel erhöhten sich die Erlöse um 1,6 Prozent.
Auch in den umsatzstarken Handwerken für den gewerblichen Bedarf sowie im Kraftfahrzeuggewerbe wurden Zuwächse von 0,4 beziehungsweise 0,9 Prozent verzeichnet.
Die stärksten prozentualen Umsatzzuwächse gab es im Gesundheitsgewerbe (plus 4,4 Prozent), gefolgt vom Lebensmittelgewerbe (plus 2,5 Prozent).
Lediglich im Ausbaugewerbe gingen die Umsätze leicht zurück (minus 0,6 Prozent).
Aber: Die Beschäftigungszahlen waren in fünf der sieben Gewerbegruppen rückläufig. Besonders deutlich fiel der Rückgang im Baugewerbe aus: Im Ausbaugewerbe sank die Zahl der Beschäftigten um 3,1 Prozent, im Bauhauptgewerbe um drei Prozent.
Lediglich im Gesundheitsgewerbe sowie im Kraftfahrzeuggewebe nahm die Zahl der Arbeitskräfte minimal zu (plus 0,5 beziehungsweise 0,2 Prozent).
Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
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Text:
Kirsten Freund /
handwerksblatt.de
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