Präsident Kurt Krautscheid konnte zum traditionellen Neujahrsempfang der Handwerkskammer Koblenz rund 600 Gäste begrüßen.

Präsident Kurt Krautscheid konnte zum traditionellen Neujahrsempfang der Handwerkskammer Koblenz rund 600 Gäste begrüßen. (Foto: © Photo-Herzmann)

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Neujahrsempfang der Handwerksammer Koblenz

600 Gäste beim Jahresauftakt des Handwerks – Kurt Krautscheid mit Wirtschaftsmedaille des Landes ausgezeichnet.

Auch wenn die Bilanz der deutschen Gesamtwirtschaft zu Jahresbeginn 2026 eher durchwachsen ausfällt, machte Kurt Krautscheid als Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz zum Auftakt des Neujahrsempfanges vor 600 Gästen im Zentrum für Ernährung und Gesundheit Mut und zeichnete ein Bild, das von mehr Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und Entschlossenheit bestimmt werde. Kritisch setzte er sich dabei mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung auseinander: "Von dem, was uns als großer Aufbruch nach der Bundestagswahl angekündigt wurde, ist beileibe nicht viel übriggeblieben!" Zu langsam und unentschlossen, ohne ganzheitliches Konzept und hängengeblieben im "Klein-Klein", fehlten die politischen Impulse für einen deutlichen Aufschwung.

"Gesellschaftspolitisch müssen wir zu einer Kultur zurückfinden, in der sich mehr Eigenverantwortung, mehr Leistungsbereitschaft und Solidarität ergänzen", forderte Krautscheid vor diesem Hintergrund auf. "In Deutschland gibt es momentan 502 Sozialleistungen, was ein Gefühl von falscher Sicherheit und Absicherung vermittelt. Im Grunde ist es das Eingeständnis, dem Einzelnen immer weniger zuzutrauen, ihm immer mehr Eigenverantwortung abzunehmen. Das kann in Bequemlichkeit und Passivität enden. Und genau da wollen wir nicht hin! Das können wir uns auch schlichtweg nicht leisten – weder finanziell noch ethisch und in unserem Selbstverständnis als Handwerker!" Krautscheid forderte eine deutliche Verlagerung der Verantwortung hin zu den Menschen wie auch zu den Betrieben.

Positive Nachrichten nannte Krautscheid mit Blick auf die jüngsten Entscheidungen des Europäischen Parlaments im Sinne des Handwerks. "Das Vorgehen der EU hat uns in der Vergangenheit schon viel Kraft und Nerven gekostet." Eine "bemerkenswerte Korrektur" gab es zum Jahresende 2025, "so beim Kompromiss zur Vereinfachung der Entwaldungsverordnung oder auch Entscheidungen zur Entbürokratisierung beim Lieferkettengesetz und der Nachhaltigkeitsberichterstattung. In diese Prozesse hat sich das Handwerk eingebracht – auch die Handwerkskammer Koblenz! – und sie tragen am Ende auch unsere Handschrift. Darauf können wir stolz sein!" Krautscheid stellte diese Prozesse als Teil einer Gesamtstrategie 2040 vor, "an der wir engagiert weiterarbeiten werden. Im Kern geht es um eine Vision, das Handwerk und den Mittelstand als tragende Säule der europäischen Wirtschaft zukunftsfest zu machen."

 

Hintergrund: Neujahrsempfang 2026 Hintergrund Die vollständige Meldung ist online hier nachzulesen. 

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Text: / handwerksblatt.de

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