Teilnehmer an der Arbeitsmarktkonferenz Ruhrgebiet in Gelsenkirchen: Unternehmen geben wichtige Impulse für die Fachkräfte von morgen

Teilnehmer an der Arbeitsmarktkonferenz Ruhrgebiet in Gelsenkirchen: Unternehmen geben wichtige Impulse für die Fachkräfte von morgen (Foto: © WIN Emscher-Lippe)

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Arbeitsmarktkonferenz: HWK setzt Impulse für Ausbildung und Betriebe

Wie lassen sich Fachkräfte sichern und mehr junge Menschen für eine Ausbildung gewinnen? Bei der Arbeitsmarktkonferenz Ruhrgebiet in Gelsenkirchen brachte die Handwerkskammer (HWK) Münster die Perspektive des Handwerks ein.

Bei der Arbeitsmarktkonferenz Ruhrgebiet in Gelsenkirchen brachte die Handwerkskammer (HWK) Münster die Perspektive des Handwerks ein – und machte deutlich: Eine starke berufliche Bildung braucht starke mittelständische Betriebe und verlässliche Rahmenbedingungen. Auf Einladung von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit kamen in Gelsenkirchen Unternehmen, Kammern, Sozialpartner, Kommunen und Arbeitsagenturen aus der Region zusammen. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und die Frage, wie die Fachkräftesicherung langfristig gelingen kann.

Für die HWK Münster rückte der stellvertretende Geschäftsführer Mario Heinemann die Bedeutung des Mittelstands in den Fokus. Um die Vielfalt der Ausbildungsberufe zu erhalten und die Region langfristig resilient aufzustellen, brauche es leistungsfähige kleine und mittlere Unternehmen und Rahmenbedingungen, die deren Entwicklung ermöglichen. Dazu gehören aus Sicht der HWK ausreichend Wirtschaftsflächen. Betriebe müssen die Möglichkeit haben, sich neu anzusiedeln, bestehende Standorte zu erweitern und neue Unternehmen zu gründen. "Unternehmerische Entwicklung schafft nicht nur Wertschöpfung, sondern auch Arbeits- und Ausbildungsplätze. Gleichzeitig gilt es, Unternehmertum und Selbständigkeit wieder stärker zu fördern – mit mehr unternehmerischen Freiräumen und weniger bürokratischen Belastungen", so Heinemann.

Duale Ausbildung als Schlüssel zur Fachkräftesicherung

Einen besonderen Schwerpunkt setzte die HWK auf die Stärkung der dualen Ausbildung. Damit sie auch künftig attraktiv und leistungsfähig bleibt, müssen Aus- und Weiterbildungsstätten zeitgemäß ausgestattet und verlässlich finanziert werden. Ebenso wichtig ist es, bewährte Unterstützungsangebote fortzuführen. Dazu zählen beispielsweise Ausbildungsbotschafter, die jungen Menschen authentische Einblicke in Ausbildungsberufe ermöglichen, sowie die "Passgenaue Besetzung", die Betriebe und Bewerber zusammenbringt.

Gleichzeitig braucht die berufliche Ausbildung mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit. Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung muss nicht nur politisch formuliert, sondern auch in der Berufsorientierung und öffentlichen Wahrnehmung sichtbar werden. Junge Menschen sollen die Chancen einer Ausbildung und die vielfältigen Karrierewege im Handwerk frühzeitig kennenlernen. Damit knüpfte die HWK an ein zentrales Ergebnis der Arbeitsmarktkonferenz an: Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Betriebsgrößen sprachen sich für eine frühere und praxisnähere Berufsorientierung sowie mehr direkte Kontakte zwischen Jugendlichen und Betrieben aus. Praktika, Betriebsbesuche und weitere niedrigschwellige Angebote können wichtige Brücken in die Ausbildung bilden. Die Handwerkskammer wird sich gemeinsam mit den Partnern in der Region auch an den vereinbarten Folgeschritten beteiligen. Ziel ist es, jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung zu erleichtern und gleichzeitig die Betriebe bei der Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses zu unterstützen.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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