DHKT-Herbsttagung Arbeitnehmervizepräsidenten 2026

DHKT-Herbsttagung Arbeitnehmervizepräsidenten 2026 (Foto: © Handwerkskammer Dortmund)

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"Sozialstaat reformieren, aber gerecht"

Die Arbeitnehmervizepräsidenten des DHKT fordern bei ihrem Treffen in Dortmund sozialverträgliche Reformen, die Beschäftigte und Betriebe nicht zusätzlich belasten.

In der Handwerkskammer Dortmund kamen jetzt die Arbeitnehmervizepräsidenten des Deutschen Handwerkskammertags (DHKT) zu ihrer Herbsttagung zusammen. Dort diskutierten sie über aktuelle Themen der Handwerks- und Bildungspolitik. Im Mittelpunkt standen dabei die Perspektiven der Beschäftigten, Auszubildenden und Arbeitnehmervertretungen im Handwerk. 

"Der regelmäßige Austausch über Kammergrenzen hinweg stärkt unsere Arbeit und zeigt, wie vielfältig und zukunftsorientiert das Handwerk aufgestellt ist", sagte Marc Giering, Arbeitnehmervizepräsident der Kammer Dortmund.

Beschäftigte nicht zusätzlich belasten

Mit der "Dortmunder Erklärung: Sozialstaat reformieren, aber gerecht!" sprachen sich die Vizepräsidenten für sozialverträgliche Reformen aus, die den Sozialstaat zukunftsfest machen, Beschäftigte und Betriebe nicht zusätzlich belasten und die Attraktivität des Handwerks stärken.

"Reformen sind notwendig. Beschäftigte wie Betriebe müssen sich darauf verlassen können, dass der Sozialstaat auch künftig trägt und ein belastbares Zukunftsversprechen gibt", heißt es in der Erklärung. Die Arbeitnehmer trugen entscheidend dazu bei, dass das Handwerk Umsätze in Höhe von 770 Milliarden Euro erzielt. Es brauche verlässliche Rahmenbedingungen, die diese Leistung anerkennen.

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Konkrete Forderungen für die anstehenden Reformen:

  • Notwendige Reformen dürfen jedoch nicht zu Lasten derjenigen gehen, die tagtäglich mit ihrer Arbeit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Handwerk sichern.
  • Keine Kürzungen von Leistungen der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Einschränkungen bei Lohnfortzahlung, Krankengeld und die Einführung von Karenztagen tragen nicht dazu bei, alternsgerechtes Arbeiten zu ermöglichen.
  • Erhalt des Acht-Stunden-Tages: Was uns jetzt als "Flexibilisierung von Arbeitszeit" verkauft wird, führt nicht dazu, die Attraktivität von Berufen zu steigern, für die bereits jetzt Fachkräfte händeringend gesucht werden. Die geplante Deregulierung des Arbeitszeitgesetzes führt zu einer Mehrbelastung und damit zu einer Steigerung der Erkrankungen wie auch der Zahl der Unfälle und somit zu einer weiteren Erhöhung der Kosten für das Gesundheitssystem.
  • Eine flächendeckende qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung bedeutet insbesondere, dass es einen schnellen Zugang zu fachärztlicher Versorgung gibt, um Genesungsprozesse zu beschleunigen und Beschäftigte den Betrieben früher wieder zur Verfügung stehen. In den Fokus müssen auch Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement rücken.
  • Risiken stärker privat abzusichern, geht an der Realität vorbei: Viele Beschäftigte im Handwerk können sich das schlicht nicht leisten!
  • Wo Instrumente auf den Prüfstand gestellt werden, braucht es daher klare soziale Leitplanken, damit niedrige und mittlere Einkommen nicht zusätzlich belastet werden.

Quelle: HWK Dortmund

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Text: / handwerksblatt.de

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