Verschiedene Verbände aus der Holzbranche, darunter Tischler Schreiner Deutschland, forden eine Holzbauoffensive.

Verschiedene Verbände aus der Holzbranche, darunter Tischler Schreiner Deutschland, forden eine Holzbauoffensive. (Foto: © kasto/123RF.com)

Tischlerhandwerk fordert stärkere Holzverwendung

Politik

Gemeinsam mit anderen Verbänden aus der Holzwirtschaft fordert das Tischlerhandwerk in einem Positionspapier von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung und stärkeren Holzverwendung.

Verschiedene Verbände aus der Holzbranche, darunter Tischler Schreiner Deutschland, fordern in einem Positionspapier, den Rohstoff Holz keinesfalls durch Nutzungsverbote zu verknappen. Von der Bundesregierung erwarten sie ein "klares Bekenntnis zu zur aktiven Waldbewirtschaftung und stärkeren Holzverwendung im European Green Deal und dem deutschen Klimaschutz-Sofortprogramm".

Die Holzbranche stelle mit seiner nachhaltigen Waldbewirtschaftung nachwachsenden Rohstoffe bereit und verarbeite sie. Damit sei sie Teil der Lösung zentraler Zukunftsaufgaben. "Bereits heute stehen die Wald- und Holznutzung für Klimaschutz und wirtschaftliche Souveränität. Das Holz speichert Kohlenstoffdioxid im Wald und in langlebigen Holzprodukten. Dabei reduziert es die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen und importierten Erzeugnissen", so die Verbände.

Erhöhung der Fördermittel gefordert

PositionspapierHier finden Sie das Positionspapier der Verbände aus der Holzbrnache.Um diesen Beitrag nicht aufs Spiel zu setzen, brauche es Anpassungen und Weichenstellungen in Deutschland und Europa. Die Verbände fordern von der Politik Maßnahmen zur Unterstützung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung als Voraussetzung für die regionale Holzverwendung sowie den Aufbau und Erhalt klimastabiler Wälder. Nötig sei etwa eine Erhöhung der Fördermittel zur Wiederbewaldung. Zudem müsse durch die Stärkung des Kleinprivatwaldes die Holzressourcen auf ganzer Fläche mobilisiert werden.

Nutzungsverbote würde den Beitrag der Holzbranche zum Klimaschutz konterkarieren. Die Verbände drängen deswegen auf eine Überarbeitung der EU-Biodiversitätsstrategie, auch um die Bauwende hin zu nachhaltigem Wohnraum nicht zu gefährden. Zudem sei es nötig, den Kohlenstoffdioxid-Speicher in langlebigen Holzprodukten zu stärken.

KfW-Förderprogramme neu ausrichten

"Eine Fokussierung auf die Waldsenke, insbesondere die Stilllegung bewirtschafteter Wälder ist klimatechnisch mehr als fragwürdig und muss dringend überdacht werden. Für die langfristige Nutzung bestehender Potenziale hingegen sind die Vorbildfunktion bei öffentlichen Bau- und Sanierungsvorhaben durch eine Holzbauoffensive genauso wie eine Neuausrichtung der KfW-Förderprogramme auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit von größter Bedeutung."

Dabei könne die gezielte Förderung für den stofflichen Einsatz von Laubholz sowie die Stärkung einer Kreislaufwirtschaft bis hin zur energetischen Nutzung von Holz entscheidend zur Bewältigung der bestehenden Herausforderungen beitragen. Denn Holz ist in all seinen Anwendungsbereichen eine sichere und klimafreundliche Alternative zu fossilen und energieintensiven Materialien aus fernen Ländern.

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Text: / handwerksblatt.de

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