Neues Förderprogramm für Stromspeicher
Bei einem Pressetermin in einem Handwerksbetrieb hat das saarländische Wirtschaftsministerium ein neues Förderprogramm für Stromspeicher gestartet.
Mit dem Programm will Wirtschaftsminister Jürgen Barke den Mittelstand im Umgang mit steigenden Energiepreisen und unsicheren Märkten stärken. In den kommenden drei Jahren stellt das Land insgesamt drei Millionen Euro für ein neues Förderprogramm für Stromspeichersysteme bereit. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Senkung ihrer Energiekosten zu unterstützen und gleichzeitig die Energiewende im Saarland voranzutreiben. Gefördert wird die Anschaffung und Installation von stationären Stromspeichersystemen in Verbindung mit einer neu errichteten Photovoltaikanlage, die an das Verteilnetz angeschlossen ist. Jedes Vorhaben kann mit bis zu 30.600 Euro gefördert werden.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke erklärte am 1. April bei einem Pressetermin bei der Elektro Udo Schmidt GmbH in Blieskastel: "Wir sehen aktuell, wie internationale Krisen Energiepreise spürbar in die Höhe treiben. Das hat unmittelbare Folgen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. In Zeiten steigender Strompreise und unsicherer Märkte ist eine eigenständige Energieversorgung ein klarer Wettbewerbsvorteil. Das Stromspeicherprogramm ist ein wirksames Instrument für die Saarwirtschaft, um Stromkosten zu sparen. Somit ist das Programm auch ein gezielter Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von internationalen Krisen und volatilen Energiemärkten."
"Wichtiger Baustein für den Mittelstand"
Helmut Zimmer, Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), sagt zu dem neuen Programm: "Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepreissituation ist es das Gebot der Stunde, Eigenstrom zu nutzen, statt ihn teuer einzukaufen. Das neue Speicherprogramm ist ein wichtiger Baustein, um den saarländischen Mittelstand krisenfest und energetisch unabhängig aufzustellen. Wir begrüßen diesen Rückenwind für unsere Handwerksbetriebe ausdrücklich."
Udo Schmidt, Landesinnungsmeister der Landesinnung Saarland der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke: "Die Förderung von Stromspeichern ist ein starkes Signal für den Mittelstand im Saarland. Sie verbindet Klimaschutz mit wirtschaftlicher Vernunft und stärkt gleichzeitig unsere Elektrohandwerksbetriebe als zentrale Umsetzer der Energiewende. Die Kombination aus Photovoltaik und Speicher wird dadurch deutlich attraktiver, schafft Aufträge und sichert Arbeitsplätze. Entscheidend ist dabei die unbürokratische Ausgestaltung – genau das macht die Förderung für die Praxis so wertvoll."
Die Förderkonditionen im Überblick:
- Förderung für KMU bei Kauf und Installation eines stationären Stromspeichersystems
- Voraussetzung: Neubau einer PV-Anlage mit Anschluss an das Verteilnetz
- Mindestleistung der PV-Anlage: 5 kWp
- Förderquote: 200 Euro pro kWh Speicherkapazität
- Mindestförderung: 1.300 Euro, maximale Förderung: 30.600 Euro pro Vorhaben
- Speichergröße: maximal 130 Prozent der PV-Leistung (mindestens 6,5 kWh
- Maximal geförderte Speichergröße: 153 kWh
Hintergrund: Förderprogramm Stromspeicher Hintergrund Weitere Informationen zum Programm sowie zur Antragstellung finden interessierte Unternehmen online hier.
Kontakt Fragen zu dem neuen Förderprogramm beantwortet der HWK-Fachbereich Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsberatung. Hier gibt's Infos und Kontaktdaten.
DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!
Weitere Meldungen aus dem Bezirk der Handwerkskammer des Saarlandes
Text:
HWK des Saarlandes /
handwerksblatt.de
Kommentar schreiben