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HWK Trier | September 2026
Onlineworkshop: Attraktiver Arbeitgeber
Ein Onlineworkshop im Rahmen des Projekts Handwerk attraktiv RLP gibt Arbeitgebern nützliche Tipps rund um Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel.
HWK-Präsident Helmut Zimmer (mit Mikro) bei der Diskussionsrunde. (Foto: © Handwerkskammer des Saarlandes)
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15. Mai 2026
Beim Fachtag "Ausbildungsgarantie – Recht oder Pflicht?" der Diakonie Saar stand ein zentrales Thema im Fokus: das Matching von Betrieb und Mensch.
Wie lassen sich junge Menschen und Ausbildungsbetriebe besser zusammenbringen? Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Diakonie diskutierten im Mai im Saarrondo in Saarbrücken im Rahmen des Fachtags "Ausbildungsgarantie – Recht oder Pflicht?" der Diakonie Saar rund 100 Gäste über Strategien zur Fachkräftesicherung im Saarland. In einer von Dörte Grabbert (Arbeitskammer des Saarlandes) moderierten Diskussionsrunde brachte sich auch der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, Helmut Zimmer, ein. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Arbeitskammer, IHK und Diakonie beleuchtete er die sogenannten "Matchingprobleme" in der Ausbildung.
Zimmer machte deutlich: "Für uns im Handwerk ist die Ausbildung der Schlüssel zur Fachkräftesicherung sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration." Gerade das Handwerk übernimmt seit Jahren eine wichtige Rolle bei der Integration junger Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund. Als Beispiel nannte er die erfolgreiche Ausbildung junger Menschen aus dem Ausland, etwa aus Madagaskar. "Wenn das Matching gut organisiert ist, profitieren alle Seiten", so Zimmer.
Gleichzeitig betonte er, dass Betriebe offen für unterschiedliche Lebensläufe sein sollten. "Jeder hat eine Chance verdient", so der HWK-Präsident. Um das Matching nachhaltig zu verbessern, müsse vor allem die Berufsorientierung weiter ausgebaut und früher ansetzen. Dabei spielten Praktika eine entscheidende Rolle, um Jugendlichen realistische Einblicke in handwerkliche Berufe zu ermöglichen und Hemmschwellen abzubauen.
Zimmer lehnte eine Umlagefinanzierung der Ausbildung, wie sie in der Pflege existiert, ab. Einig waren sich die Diskutierenden jedoch darin, dass die Zusammenarbeit der Akteure weiter gestärkt werden müsse. Als möglicher Ansatz wurde ein "Runder Tisch Ausbildung" ins Spiel gebracht, um gemeinsam Lösungen voranzutreiben.
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