Sachsens Wirtschaftsminister kündigt höheren Meisterbonus an
Der Meisterbonus soll in Sachsen auf 3.000 Euro steigen. Die höhere Förderung ist Teil des Zukunftspakets, das Dirk Panter Ende März vorgestellt hat. Das Handwerk freut sich über das Bekenntnis zur Berufsbildung.
Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat am 30. März über das erste Zukunftspaket zur "weiteren positiven Entwicklung von Wirtschaft und Arbeit im Freistaat Sachsen" informiert. Laut einer Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz bündelt es konkrete Vorhaben zum Bürokratieabbau, zur Beschleunigung von Neugründungen sowie zur Förderung von Mittelstand und Handwerk.
Zu den angekündigten Maßnahmen gehört auch die Erhöhung des Meisterbonus': Um den Zugang zur Meisterqualifikation zu erleichtern und die Attraktivität des beruflichen Aufstiegs zu stärken, soll der Zuschuss für alle Meisterabschlüsse, die ab dem Jahr 2026 gemacht werden, auf 3.000 Euro steigen. Für Panter ist eine starke berufliche Bildung eine zentrale Zukunftsaufgabe. "Meisterabschlüsse sichern qualifizierte Ausbildung, ermöglichen Unternehmensgründungen und -übernahmen und bilden das Rückgrat einer leistungsfähigen regionalen Wirtschaft", sagte er mit Blick auf die rund 19.000 Betriebe in Sachsen, deren Übergabe in den kommenden zehn Jahren ansteht.
Außerdem will der Freistaat elf Millionen Euro bereitstellen, um den "erheblichen Investitionsstau" in den Bildungsstätten des sächsischen Handwerks aufzulösen. "Wir schaffen Planungssicherheit und klare Perspektiven für eine angemessene Modernisierung der Infrastruktur im Bereich der beruflichen Bildung. Moderne Berufsbildungsstätten stärken den Mittelstand und das Handwerk", sagte Panter.
Förderung der Bundesländer In unserem Online-Artikel "Vom Meisterbonus bis zur Aufstiegsprämie" auf handwerksblatt.de haben wir in einer Übersicht zusammengefasst, in welchen Bundesländern es einen Zuschuss für den erfolgreichen Abschluss einer Meisterprüfung oder vergleichbare Abschlüssen gibt, wie hoch der Zuschuss ist, wo er beantragt wird sowie was beim Aufstiegs-BAföG und bei der Steuererklärung zu beachten ist.
Klares Bekenntnis
Der Sächsische Handwerkstag begrüßt ausdrücklich, dass der Freistaat in den Neubau, die Sanierung oder Modernisierung von Bildungsstätten des Handwerks sowie in die Meister investiert. "Es ist ein klares Bekenntnis der Landesregierung und des sächsischen Wirtschaftsministeriums zum Handwerk und für die berufliche Bildung", so Präsident Uwe Nostitz. Trotz einer extrem angespannten Haushaltssituation setze das Land damit ein wichtiges Zeichen für Wachstum und Aufbruch. Das Signal komme zum richtigen Zeitpunkt und sei auch ein Erfolg der Interessenvertretung des Handwerks.
Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz/Sächsischer Handwerkstag
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Text:
Bernd Lorenz /
handwerksblatt.de
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