Viele Auszubildende sind für ihren Weg zur Berufsschule, ÜLU oder Ausbildungsbetrieb auf Bus und Bahn angewiesen. In einigen Bundesländern gibt es für sie schon ein spezielles Azubi-Ticket, mit dem sie günstig durchs ganze Land fahren können.

Viele Auszubildende sind für ihren Weg zur Berufsschule, ÜLU oder Ausbildungsbetrieb auf Bus und Bahn angewiesen. In einigen Bundesländern gibt es für sie schon ein spezielles Azubi-Ticket, mit dem sie günstig durchs ganze Land fahren können. (Foto: © rawpixel/123RF.com)

Azubi-Ticket: Kostengünstig durchs ganze Bundesland

Bildung

Zehn Bundesländer bieten ein günstiges Ticket an, mit dem Azubis landesweit Busse und Bahnen nutzen können. Unsere Übersicht zeigt, wo es bereits ein Azubi-Ticket gibt, wie viel es kostet und wo man es beantragen kann.

Hessen hat den Anfang gemacht. Dort gibt es für Auszubildende seit dem 1. August 2017 das Schülerticket Hessen. Es kostet jährlich 365 Euro – also einen Euro pro Tag. Voraussetzung ist allerdings, dass man den kompletten Betrag im Voraus bezahlt. Wem das zu viel ist, der kann das Geld auch in zwölf Raten vom Konto abbuchen lassen. In diesem Fall werden allerdings 372 Euro pro Jahr – also 31 Euro monatlich – fällig. Das Schülerticket Hessen ist landesweit sowie einige Halte über die Landesgrenze hinaus gültig, etwa an den Grenzen zu Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Landesweit gültige Azubi-Tickets

 Bundesland  Bezeichnung  Kosten für Auszubildende  gültig seit
 Baden-Württemberg
 Bayern
 Berlin/Brandenburg  VBB-Abo Azubi 365 Euro pro Jahr (30,42 Euro pro Monat, jährliche Zahlweise); 384 Euro pro Jahr (32 Euro pro Monat, monatliche Zahlweise)   01.08.2019 
 Bremen
 Hamburg  BonusTicket für Azubis  360 Euro pro Jahr (Eigenanteil der Auszubildenden: 30 Euro pro Monat)  01.08.2020
 Hessen  Schülerticket Hessen 365 Euro pro Jahr (30,42 Euro pro Monat, bei einmaliger Barzahlung im Voraus); 372 Euro pro Jahr (31 Euro pro Monat; bei monatlicher Ratenzahlung)  01.08.2017
 Mecklenburg-Vorpommern AzubiTicket MV 365 Euro pro Jahr (30,42 Euro pro Monat; nur als Online-Ticket erhältlich 01.02.2021
 Nordrhein-Westfalen Azubiticket + NRWupgrade   984 Euro pro Jahr (82 Euro pro Monat)  01.08.2019
 Niedersachsen
 Rheinland-Pfalz
 Saarland schlauVV Azubi-Abo 708 Euro (59 Euro pro Monat); 348 Euro (29 Euro pro Monat; mit Zuschuss des Arbeitgebers) 01.07.2021
 Sachsen  AzubiTicket Sachsen  816 Euro pro Jahr (68 Euro pro Monat)  01.08.2019
 Sachsen-Anhalt  Azubi-Ticket Sachsen-Anhalt
 600 Euro pro Jahr (50 Euro pro Monat)
 01.01.2021
 Schleswig-Holstein

 Thüringen  Azubi-Ticket Thüringen  600 Euro pro Jahr (50 Euro pro Monat)  01.10.2018

Quelle: eigene Recherche; Stand: 12. Juli 2021

Azubi-Ticket in Thüringen

In Thüringen befindet sich das Azubi-Ticket Thüringen in der Testphase. Der Freistaat hat das Pilotprojekt am 1. Oktober 2018 begonnen. Enden sollte es ursprünglich am 31. Dezember 2019. Seitdem ist die Testphase des Azubi-Tickets Thüringen mehrfach verlängert worden, zuletzt bis Ende 2021. "Für die Zeit ab 2022 ist beabsichtigt, neue Regelungen zu entwickeln", erklärt eine Sprecherin des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft Thüringen (TMIL) auf Anfrage von handwerksblatt.de im Juli 2021.  

Azubi-Ticket "verkehrspolitischer Erfolg"

Eine vom TMIL in Auftrag gegebene Studie hat der Staatssekretärin Susanna Karawanskij zufolge ergeben, dass mehr junge Menschen öfter mit Bussen und Bahnen fahren. "Das günstige Azubi-Ticket fördert somit ein umweltfreundliches Fahrverhalten bei jungen Leuten und leistet dadurch einen Beitrag zu einer klimafreundlichen Verkehrswende", hebt Karawanskij die sozial-ökologische Leistung hervor. Das Azubi-Ticket sei ein verkehrspolitischer Erfolg, der die soziale Teilhabe am öffentlichen Nahverkehr erhöhe und zugleich dem Klimaschutz nütze. 

Über 10.000 Abos des Azubi-Tickets

Seit der Einführung ist die Zahl der Abos des Azubi-Tickets Thüringen stetig gestiegen. Laut dem TMIL hätten es in der ersten Pilotphase 10/2018 bis 08/2019 durchschnittlich 4.100 Azubis in Anspruch genommen. Im Ausbildungsjahr 09/2019 bis 08/2020 seien es schon durchschnittlich 7.600 Azubis gewesen. Im Ausbildungsjahr 2020/21 habe die Zahl der Abonnenten bei rund 10.000 gelegen. 

Zuschuss des Landes zum Azubi-Ticket

Eigentlich kostet das Azubi-Ticket Thüringen monatlich 179,44 Euro. Aber die Auszubildende zahlen nur 50 Euro – also maximal 600 Euro im Jahr. Den Rest übernimmt während der Pilotphase das Land. Die Fahrkarte ist nahezu in ganz Thüringen gültig. Bis auf den Landkreis Greiz beteiligen sich nach Informationen des Verkehrsministeriums alle Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte am Azubi-Ticket.

Azubi-Ticket in Berlin-Brandenburg

Für 365 Euro im Jahr können Azubis in Berlin und Brandenburg mit dem VBB-Abo Azubi ab dem 1. August 2019 U- und S-Bahn nutzen. Foto: © Thomas Fehr/123RF.comFür 365 Euro im Jahr können Azubis in Berlin und Brandenburg mit dem VBB-Abo Azubi ab dem 1. August 2019 U- und S-Bahn nutzen. Foto: © Thomas Fehr/123RF.com

Seit Sommer 2019 bieten vier weitere Bundesländer eine landesweit gültige Fahrkarte gezielt für Auszubildende an. Ab dem 1. August können Lehrlinge aus Berlin und Brandenburg das VBB-Abo Azubi nutzen. Es kostet sie jährlich 365 Euro und ist im gesamten Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gültig.

Azubi-Ticket in NRW

Nordrhein-Westfalen setzt seit dem 1. August 2019 auf ein modulares Modell. Grundlage ist dort ein regional gültiges Azubiticket des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS), der WestfalenTarif GmbH und des Aachener Verkehrsverbundes (AVV), das zu einer landesweit gültigen Fahrkarte ausgebaut werden kann.

Landesweit gültig mit Upgrade

Der Preis für das regionale Azubiticket liegt je nach Verkehrsverbund zwischen 60,70 Euro und 62 Euro im Monat. Mit dem NRWupgrade, das monatlich 20 Euro kostet, lässt sich der Geltungsbereich auf ganz Nordrhein-Westfalen ausdehnen; macht 984 Euro pro Jahr oder 82 Euro im Monat. Das Angebot richtet sich neben Auszubildenden unter anderem auch an Meisterschüler.

Azubi-Ticket steuerlich absetzbar

Für Ausbildungsbetriebe, die sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren möchten, hat mobil.nrw – die Gemeinschaftskampagne des NRW-Verkehrsministeriums sowie der Verkehrsunternehmen, Zweckverbände, Verkehrsverbünde und -gemeinschaften – einen guten Tipp parat: Sie können das Azubiticket und das NRWupgrade zu 100 Prozent steuerlich geltend machen – egal, ob sie die Kosten dafür anteilig oder ganz übernehmen.

Azubi-Ticket in Sachsen

In Sachsen können Auszubildende seit dem 1. August 2019 mit dem AzubiTicket Sachsen günstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch den gesamten Freistaat fahren. Grundlage ist ein regional gültiges Azubiticket des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV), des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS), des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), des Verkehrsverbundes Vogtland (VVV) und des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON).

Pro weiteren Verbund fünf Euro

Pro Verbund kostet es 48 Euro. Wer in mehreren Verbünde mobil sein möchte, kann für je zusätzliche fünf Euro die anderen sächsischen Verbünde zukaufen. Unterm Strich ist eine landesweit gültige Fahrkarte damit für 68 Euro im Monat oder 816 Euro im Jahr erhältlich. Der vergünstigte Preis ist möglich, weil der Freistaat Sachsen dieses Angebot bezuschusst.

Ab dem 1. August 2020 wird der Kreis der Berechtigten erweitert. Dann können auch Auszubildende, die ihren Berufsschulort außerhalb von Sachsen haben, aber bei einem sächsischen Betrieb lernen, im Freistaat günstig Bus und Bahn fahren.

Hamburg: BonusTicket für Azubis

Ab dem 1. August 2020 können Azubis, die in Hamburg ihre Lehre absolvieren, für 30 Euro im Monat die öffentlichen Verkehrsmittel des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) nutzen. Foto: © HVVAb dem 1. August 2020 können Azubis, die in Hamburg ihre Lehre absolvieren, für 30 Euro im Monat die öffentlichen Verkehrsmittel des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) nutzen. Foto: © HVV

Auszubildende mit einem Ausbildungsplatz in Hamburg können ab dem 1. August 2020 das Abo "BonusTicket für Azubis" beantragen. Es berechtigt sie, im gesamten Netz des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) zu fahren. Pro Monat fallen 30 Euro für den Auszubildenden an (360 Euro pro Jahr) an. Die Stadt Hamburg und der Ausbildungsbetrieb beteiligen sich mit jeweils 20 Euro an den Kosten.

Azubi-Ticket in Bayern

Auszubildende anderer Bundesländer wie etwa in Bayern müssen sich wohl noch gedulden. Dabei wäre die Einführung eines günstigen und landesweit gültigen Tickets für die berufliche Bildung extrem wichtig. Zum einen als bildungspolitisches Signal, dass die akademische und die berufliche Bildung nicht nur auf dem Papier gleichgestellt sind. "Schließlich ist das ,Semester-Ticket‘ für Studierende schon lange gängige Praxis", argumentiert Jens Christopher Ulrich vom Bayerischen Handwerkstag (BHT).

Ab dem Ausbildungsjahr 2020/2021 werden immerhin die Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) und die Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH (VGN) ein solches Angebot an den Start bringen. 

Azubi-Ticket in Mecklenburg-Vorpommern

Kommt da heute noch was?! Auszubildende müssen teilweise weit fahren, um zur Berufsschule oder zu ihrem Betrieb zu kommen. Foto: © saksit kuson/123RF.comKommt da heute noch was?! Auszubildende müssen teilweise weit fahren, um zur Berufsschule oder zu ihrem Betrieb zu kommen. Foto: © saksit kuson/123RF.com

Doch es geht auch darum, den ländlichen Raum nicht weiter zu schwächen. Beispiel Mecklenburg-Vorpommern. "Weite Wege zu den zentralisierten Berufsschulen oder Ausbildungsbetrieben führen oft dazu, dass sich Jugendliche eher für eine handwerkliche Ausbildung in urbanen Zentren entscheiden", erklärt Jens-Uwe Hopf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

Auszubildende in ländlich geprägten Regionen von Meck-Pom würden durchschnittlich 51 Kilometer bis zu ihrem Ausbildungsort zurücklegen. Deshalb habe man die neue Bildungsministerin Bettina Martin bei ihrem Amtsantritt im Mai 2019 darum gebeten, kurzfristig die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets auf die Agenda zu setzen.

Azubi-Ticket seit Februar 2021

Anfang Dezember 2020 hat sich das Zukunftsbündnis MV darauf verständigt, ab dem 1. Februar 2021 ein landesweit gültiges Azubi-Ticket einzuführen. Es kostet 365 Euro im Jahr – also einen Euro pro Tag. Es ist als Online-Ticket erhältlich. Für die Finanzierung stellt das Land zehn Millionen Euro für 2021 und 2022 zur Verfügung. 

Azubi-Ticket in Niedersachsen

Für die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) wäre die Förderung der Mobilität der Auszubildenden ein entscheidender Schritt, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu steigern. Dabei sind auch die Teile des Landes zu berücksichtigen, die noch nicht vollständig vom Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgt sind.

"Die Ausweitung des ÖPNV und dessen Nutzung zu fördern ist aber von zentraler Bedeutung", meint LHN-Bildungsreferent Dr. Tobias Roeder. Dies gelte nicht zuletzt in Anbetracht des Anspruchs einer ortsnahen, erreichbaren Beschulung von Auszubildenden in einem Flächenland wie Niedersachsen.

LHN fordert Azubi-Ticket für Niedersachsen

Die LHN fordert deshalb von der niedersächsischen Landesregierung ein Ticket nach hessischem Modell in Höhe von 365 Euro pro Jahr und gleichzeitig eine Bezuschussung von Fahrten in noch nicht vom ÖPNV abgedeckten Räumen.

Gespräche zwischen Bremen und Niedersachsen

Doppelstockzug von DB Regio auf der Strecke RE 1 Augustfehn – Oldenburg – Bremen – Verden – Eystrup. Foto: © Kluge Kommunikaton GmbHDoppelstockzug von DB Regio auf der Strecke RE 1 Augustfehn – Oldenburg – Bremen – Verden – Eystrup. Foto: © Kluge Kommunikaton GmbH

Laut einem Bericht des Weser-Kuriers sei ein vergünstigtes Ticket für Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende für den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) zum Sommer 2020 in Sicht gewesen. Als geplanter Einführungspreis sei monatlich 30,40 Euro – also umgerechnet einen Euro pro Tag – vorgesehen gewesen.

Doch es gibt Verzögerungen. "Eine landesweite Umsetzung ab dem Schul- bzw. Ausbildungsjahr 2020/2021 wird es noch nicht geben", erklärt ein Sprecher des VBN gegenüber handwerksblatt.de im Juni 2020. Hierzu seien weitere Gespräche mit den Ländern Niedersachsen und Bremen erforderlich, um die Finanzierung zu klären. Vor dem aktuellen Hintergrund der Corona-Krise sei nicht absehbar, wie sich die Länder hierzu künftig positionieren werden. Über einen möglichen Preis oder Einführungstermin könne man derzeit keine Aussagen machen.

Jugendticket ab 2022 in Niedersachsen

Ab Januar 2022 soll es in Niedersachsen für Schüler und Azubis ein Jugendticket geben. Der maximale Einführungspreis soll 30 Euro pro Monat im Jahresabo betragen. Das geht aus dem Entwurf des Doppelhaushalts 2022/2023 hervor, den die Landesregierung am 12. Juli 2021 im Rahmen ihrer Klausurtagung beschlossen hat. 

"Zur flächendeckenden Einführung vergünstigter regionaler Schüler- und Azubitickets in ganz Niedersachsen werden wir die kommunalen Träger des öffentlichen Personennahverkehrs mit 25 Millionen Euro in 2022 und ab 2023 mit zusätzlich 30 Millionen Euro jährlich unterstützen", erklärte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Damit könnten überall im Land von Landkreisen und Städten entsprechende Angebote für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende auf den Weg gebracht werden.

Azubi-Ticket in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt belegt eine von den Handwerkskammern sowie den Industrie- und Handelskammern veröffentlichte Berufsschulstandortanalyse, dass die Auszubildenden auf Grund der veränderten Berufsschullandschaft immer weitere Wege zurücklegen müssen. "Auszubildende, die nicht wohnortnah, aber immerhin in Sachsen-Anhalt beschult werden, legen im Schnitt fast 100 Kilometer je Schultag zurück. Insofern wäre ein günstigeres Azubi-Ticket in Höhe von 365 Euro pro Jahr wünschenswert", heißt es in der Studie aus dem Jahr 2018. Die Einführung eines landeseinheitlichen Azubi-Tickets wird bereits seit 2016 anvisiert.

Azubi-Ticket seit Januar 2021

Nun gibt es eine Lösung. "Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat das Azubi-Ticket zum 1. Januar 2021 beschlossen und Finanzmittel dafür eingeplant", erklärt eine Sprecherin der Handwerkskammer Magdeburg gegenüber handwerksblatt.de. Das Azubi-Ticket Sachsen-Anhalt kostet im Abo 50 Euro pro Monat – also 600 Euro im Jahr.

Azubi-Ticket in Baden-Württemberg

Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2019 hat der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) einen Forderungskatalog für handwerksfreundliche Städte und Gemeinden vorgelegt. Zu einer "Kommune der kurzen Wege" gehört für BWHT-Präsident Rainer Reichhold auch, dass Auszubildende möglichst schnell und unkompliziert ihre Berufsschule erreichen können.

BWHT fordert verbundübergreifendes Azubi-Ticket

"Wo immer möglich, müssen Berufsschulklassen wohnort- und betriebsnah erhalten bleiben. Die Einführung eines verbundübergreifenden Azubi-Tickets ist darüber hinaus ebenfalls erforderlich, wie es das bereits für Studierende gibt." Da seitdem nichts passiert ist, hat der BWHT das Azubi-Ticket in seine Forderungen für die Landtagswahl 2021 aufgenommen.

Azubi-Ticket in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gibt es noch kein landesweit gültiges Azubi-Ticket. Für Auszubildende aus dem Umland von Hamburg gibt es jedoch ein Angebot. "Erfreulich ist, dass seit Februar 2021 die Auszubildenden aus den Kreisen Pinneberg, Segeberg und Herzogtum-Lauenburg und ab August auch die Azubis aus Stormarn das "BonusTicket für Azubis" des Hamburger Verkehrsverbundes nutzen und preiswert im HVV-Gesamtnetz fahren können", erklärt Anja Schomakers, Pressesprecherin der Handwerkskammer Lübeck. Dies sei ein wichtiger Schritt. Ansonsten setze sich das Handwerk dafür ein, dass alle Auszubildenden in Schleswig-Holstein ein kostengünstiges ÖPNV-Ticket nutzen können. 

Azubi-Ticket im Saarland

Seit dem 1. Juli 2021 gibt es im Saarland mit dem Azubi-Abo des Saarländischen Verkehrsverbundes ein landesweit gültiges Azubi-Ticket. Für 59 Euro pro Monat können Auszubildende durchs ganze Saarland mit Bussen und Bahnen fahren. Der Preis reduziert sich auf bis zu 29 Euro pro Monat, wenn sich der Arbeitgeber an den Kosten beteiligt

Azubi-Ticket in Rheinland-Pfalz

Auch die Kammern in Rheinland-Pfalz hoffen auf eine baldige Lösung. "Wir werden uns weiter für die Einführung eines Azubi-Tickets einsetzen und hoffen dann auch auf Erfolg", so Anja Obermann von der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammer Rheinland-Pfalz. 

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Text: / handwerksblatt.de

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