(Foto: © Mitsubishi / Harald Dawo)

Outlander – Geländegänger mit Stromanschluss

Mobilität - Pkw

Mit dem Outlander Plug-in-Hybrid haben Fahrer immer eine Stromquelle dabei. Jetzt kommt der Mitsubishi modifiziert für das Modelljahr 2019.

Es ist mehr als nur eine Modellpflege für das neue Verkaufsjahr: Mitsubishi hat nach eigenen Angaben so viel am Outlander Plug-in-Hybrid geändert, dass schon fast von einem Generationswechsel zu sprechen ist. So haben die Japaner am Design innen wie außen gefeilt, die Assistenzsysteme auf neuestem Stand gebracht und mit einem 2,4-Benzinmotor dem Geländegänger noch ein neues Aggregat verpasst.

Bidirektional laden

Foto: © Mitsubishi / Harald DawoEine der entscheidendsten Neuerungen kommt zum neuen Jahr: Der Outlander kann endlich seine Fähigkeit, bidirektional zu laden, unter Beweis stellen. Bidirektional heißt, dass der Outlander nicht nur Strom speichert, sondern auch mit dem passenden Modul den Strom wieder zur Verfügung stellt. Die Batterie des Outlanders reicht, um einen Haushalt mit Strom zu versorgen. Bis zu 10 kWh lassen sich entnehmen, verfügbar ist das neue Modul mit passender Wallbox im ersten Quartal 2019. Der Preis soll laut Planung um die 4.500 Euro liegen, ohne Installation, aber final steht das noch nicht fest.

Fest steht aber , dass der neue Outlander viel zu bieten hat, zumal die Änderungen auch optisch unübersehbar sind. In der Front kommt der Japaner jetzt mit neuem Kühlergrill und neuen Scheinwerfern. Front- und Heckstoßfänger sind modifiziert, auch der Dachspoiler hat ein neues Design erhalten. Die Modifikationen verbessern zugleich die Aerodynamik. Im Inneren arbeitet Mitsubishi verstärkt mit Klavierlack- und Lasergravur-Optik bei den Zierleisten. Die Konstrukteure haben die Vordersitze ergonomischer gestaltet und das Kombiinstrument neu aufgesetzt.

Fahrwerk modifiziert

Foto: © Mitsubishi / Harald DawoWas beim Fahren sofort auffällt: Der Wagen wirkt dank verschiedener Maßnahmen noch ruhiger und leiser. Das liegt an Veränderungen am Fahrwerk. Die Servolenkung ist neu abgestimmt, die Federbeine in der Front und die Stoßdämpfer am Heck haben einen vergrößerten Zylinderdurchmesser. Sie sprechen dadurch noch schneller bei langsamen Fahrten an.

Der Tritt aufs Gaspedal macht richtig Spaß: Schließlich haben die Japaner den Plug-in-Hybridantrieb kräftiger gemacht. Unter der Haube arbeitet ein 2,4-Liter-Benziner, der 99 kW/135 PS liefert und mit einem Drehmoment von 211 Newtonmeter den Wagen vorwärts bringt. Hinzu kommt der Elektromotor: Der im Heck angebrachte Motor hat jetzt 70 kW/95 PS und liefert fürs kraftvollere Anfahren satte Energie. Ohne Verbrenner kann der Outlander im E-Modus bis 135 km/h schnell fahren. Laut NEFZ liegt der Verbrauch bei nur 1,8 Litern für 100 Kilometer.

Zwei neue Allrad-Modi

Foto: © Mitsubishi / Harald DawoIm Gelände geht es vor allem um das langsame und vorausschauende Fahren. Mitsubishi hat das „Super All Wheel Control“, wie sie ihr eigenes Allrad-System nennen, erweitert und zwei neue Fahrmodi ins Programm genommen. Jetzt kann der Fahrer auch noch zwischen Sport und Snow (Schnee) wählen. Auf trockener Fahrbahn kann der Outlander mit maximaler Traktion vorankommen, auf Schneeflächen ist das Handling stabiler. Der Ausflug ins Gelände bei sommerlichen Bedingungen brachte den Geländegänger allerdings nicht an seine technischen Möglichkeiten.

Zugelegt hat der Outlander für das Modelljahr 2019 bei den Assistenzsystemen. Jetzt ist auch im Basispaket schon eine Rückfahrkamera dabei sowie – für mehr Komfort – eine zweistufige Sitzheizung. Ansonsten sind alle üblich verdächtigen Assistenzsysteme teilweise als Serie, teilweise als Option erhältlich. Der Geländer mit unabhängiger Stromquelle startet bei netto 30.771,90 Euro.

Text: / handwerksblatt.de

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