"Töne und Frequenzen, die man als junger Mensch problemlos wahrnimmt, sind im fortgeschrittenen Alter mitunter nur noch schwer, kaum oder nicht mehr hörbar", so die Bundesinnung der Hörakustiker.

"Töne und Frequenzen, die man als junger Mensch problemlos wahrnimmt, sind im fortgeschrittenen Alter mitunter nur noch schwer, kaum oder nicht mehr hörbar", so die Bundesinnung der Hörakustiker. (Foto: © tkasperova/123RF.com)

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Schwerhörigkeit im Fokus

"Könnten Sie das noch mal wiederholen?" Die Bundesinnung der Hörakustiker informiert rund um Schwerhörigkeit und wie diese sich erkennen lässt.

"Mit zunehmendem Alter verliert der Mensch die Fähigkeit, sehr gut zu hören", informiert die Bundesinnung der Hörakustiker (biha). "Töne und Frequenzen, die man als junger Mensch problemlos wahrnimmt, sind im fortgeschrittenen Alter mitunter nur noch schwer, kaum oder nicht mehr hörbar." Der Hörverlust verläuft oft schleichend, lässt sich durch besondere Aufmerksamkeit sowie gezielte Hörtests aber wahrnehmen.

Wenn Lücken füllen Energie erfordert

Der Verlust einzelner Tonhöhen verläuft langsam. "Anders als bei der Sehkraft merkt man erst mit der Zeit, dass das Gehör nachlässt", erklärt die biha. "Man fragt im Gespräch nach oder stellt den Ton vom Smartphone oder der Bluetooth-Box lauter. Es wird mehr und mehr Konzentration beim Zuhören gefordert, denn das Gehirn ist beständig damit beschäftigt, die Lücken im Wort oder Satz zu ergänzen. Das strengt an, man ermüdet schneller."

Nebengeräusche sind keine Nebensache

Sei es das Ticken der Ampel, das Klicken des Autoblinkers, das Piepen der Waschmaschine oder das Tropfen des Wasserhahns: "Das Fehlen solcher Nebengeräusche kann nebensächlich erscheinen", so die Hörakustiker-Bundesinnung. "Aber gehen die leisen Töne verloren und bestimmte Frequenzen werden nicht mehr richtig wahrgenommen, wird das Hörzentrum im Gehirn, wo das eigentliche Verstehen stattfindet, durch fehlende Impulse weniger stimuliert und baut ab."

"Hörentwöhnung ist ein langsamer Prozess", fasst Hörakustikermeister sowie biha-Präsident Eberhard Schmidt zusammen. "Je früher man seine Schwerhörigkeit mit einem Hörgerät ausgleicht, desto leichter kann das Gehirn das Gehörte wieder entschlüsseln. Dabei geht es nicht um die Lautstärke des Gesagten, sondern um das Hörverstehen."

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Alle weiteren Infos rund ums Hören bietet die biha auf ihrer Website. Darüber hinaus lassen sich über die Online-Hörakustiker-Suche der Bundesinnung Fachbetriebe vor Ort finden.

Video: Schwerhörigkeit verstehen

Ich bin damit einverstanden, dass mir alle externen Inhalte angezeigt werden und meine Cookie-Einstellung auf 'Alle Cookies zulassen' geändert wird. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.Schwerhörigkeit im BerufZufolge von Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aus dem Jahr 2025 ist die lärmbedingte Schwerhörigkeit die häufigste anerkannte Berufskrankheit. Während die Zahl im Jahr 2024 8.897 betrug, ist sie im Folgejahr 2025 auf 9.819 Fälle gestiegen. Dauerhafter Lärm kann schon ab 80 Dezibel das Gehör schädigen, ein passender Gehörschutz ist daher unbedingt zu empfehlen.Quelle: Bundesinnung der Hörakustiker KdöRDHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

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