"Da Kurzsichtigkeit keine Erkrankung ist und in der Regel keine spürbaren Beschwerden verursacht, bleibt sie gerade bei Kindern häufig zunächst unbemerkt", erläutert der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen.

"Da Kurzsichtigkeit keine Erkrankung ist und in der Regel keine spürbaren Beschwerden verursacht, bleibt sie gerade bei Kindern häufig zunächst unbemerkt", erläutert der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen. (Foto: © Peter Boettcher/Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen - ZVA)

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Augenoptik setzt neue Standards für Myopie-Management

Mit neuen fachlichen Standards möchte der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen die qualitätsgesicherte Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit fortschreitender Kurzsichtigkeit (Myopie) regeln.

"Kurzsichtigkeit (Myopie) entsteht meist, wenn der Augapfel während des Wachstums zu stark in die Länge wächst. Dadurch sehen Betroffene in der Nähe scharf, während weiter entfernte Gegenstände unscharf erscheinen", erklärt der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA). "Da Kurzsichtigkeit keine Erkrankung ist und in der Regel keine spürbaren Beschwerden verursacht, bleibt sie gerade bei Kindern häufig zunächst unbemerkt. Dabei kann sich die Fehlsichtigkeit während der Wachstumsphase des Auges bis ins junge Erwachsenenalter weiter verstärken. Je stärker die Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist, desto höher ist das Risiko für spätere Augenerkrankungen, beispielsweise an der Netzhaut."

Neue einheitliche Richtlinien

Um von Myopie betroffene Kinder sowie Jugendliche frühzeitig zu unterstützen und einer zunehmenden Kurzsichtigkeit entgegenzuwirken, hat der Verband seine geltenden Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie um ein Kapitel zum Thema Myopie-Management ergänzt – von der Risikoanalyse über die Auswahl geeigneter Versorgungsoptionen bis zur systematischen Verlaufskontrolle. "Die neuen Richtlinien beschreiben umfassend, wie Augenoptiker und Optometristen das Risiko einer fortschreitenden Kurzsichtigkeit beurteilen, geeignete Maßnahmen auswählen und deren Erfolg kontrollieren können", so der ZVA.

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Richtige Versorgung und Kontrolle 

Speziell entwickelte Brillengläser und Kontaktlinsen können das Fortschreiten der Myopie verlangsamen. Neben der Wahl der passenden Sehhilfe ist jedoch eine regelmäßige Verlaufskontrolle mit Überprüfung der Augenlänge entscheidend. "Als Regelintervall werden hierfür sechs Monate empfohlen, bei Bedarf können kürzere Abstände von drei Monaten sinnvoll sein", erläutert der Zentralverband.

Zeit draußen verbringen

Außerdem rät der ZVA, dass Kinder täglich möglichst mindestens zwei Stunden draußen verbringen sollten. "Viel Zeit im Freien bei Tageslicht kann das Risiko verringern, kurzsichtig zu werden", betont der Verband. "Bei längerer Naharbeit, etwa beim Lesen oder an digitalen Geräten, sind regelmäßige Pausen sowie ein ausreichender Abstand sinnvoll. Besonders aufmerksam sollten Eltern sein, wenn sie selbst kurzsichtig sind."75 Jahre ZVASeit nunmehr über 75 Jahren setzt sich der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen im Dialog mit Politik, Institutionen und Öffentlichkeit dafür ein, die Interessen des Augenoptikerhandwerks im Allgemeinen und insbesondere seiner Innungsmitglieder wirkungsvoll zu vertreten. 

Auf einer Jubiläumsseite blickt der Verband auf Meilensteine der vergangenen 25 Jahre zurück.
Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA)DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

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