Das Handwerk fordert verbindliche Lernstandserhebungen in allen Klassenstufen der allgemeinbildenden Schulen, verbindliche Fördermaßnahmen bei den Lerndefiziten und eine Stärkung der Kernfächer Deutsch und Mathematik.

Das Handwerk fordert verbindliche Lernstandserhebungen in allen Klassenstufen der allgemeinbildenden Schulen, verbindliche Fördermaßnahmen bei den Lerndefiziten und eine Stärkung der Kernfächer Deutsch und Mathematik. (Foto: © gpointstudio/123RF.com)

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Bildung: ZDH fordert frühe Förderung der Grundkompetenzen

Laut Agentur für Arbeit gibt es derzeit 48.000 unbesetzte Ausbildungsstellen. 16.500 davon im Handwerk, meldet der ZDH und fordert bildungspolitische Maßnahmen, um die Grundkompetenzen junger Menschen zu verbessern. Fehlende Kompetenzen seien ein Grund, warum viele Stellen nicht besetzt werden können.

Die Bundesagentur für Arbeit meldet in ihrer Ausbildungsmarktbilanz für 2025/26 aktuell 48.000 unbesetzte Ausbildungsstellen in Deutschland. Besonders schwer fiel demnach die Besetzung von Ausbildungsstellen in Lebensmittelberufen, in Bau- und baunahen Berufen, in der Gastronomie, in Metallberufen oder auch im Berufskraftverkehr.

Bis Ende September dieses Jahres haben 179.000 Bewerber eine Berufsausbildung begonnen, 12.000 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig waren 46.000 Bewerber unversorgt. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 6.000 gestiegen. Damit blieben zehn Prozent der gemeldeten Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder alternatives Angebot.

ZDH fordert bildungspolitisches Handeln

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) berichtet von 16.500 Ausbildungsstellen im Handwerk für das laufende Ausbildungsjahr. "Dass seit vielen Jahren so viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, unterstreicht die Notwendigkeit, dass sich die Bundesregierung endlich dem Matching-Problem am Ausbildungsmarkt stellen muss", erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke.

Es dürfe nicht sein, dass junge Menschen ohne Ausbildungsplatz bleiben, während Betriebe händeringend Nachwuchs suchen. Fehlende Grundkompetenzen seien oft die Ursache dafür, Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können. Wie dringend ein "entschiedenes bildungspolitisches Handeln" im Bund und den Ländern ist, hätten die aktuellen Pisa-Ergebnisse gezeigt.

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Stärkung der Kernfächer

"Bund und Länder müssen daraus endlich entschlossen Konsequenzen ziehen", fordert Schwannecke. "Erforderlich sind verbindliche Lernstandserhebungen in allen Klassenstufen der allgemeinbildenden Schulen, bedarfsgerechte und verbindliche Fördermaßnahmen bei den Lerndefiziten sowie eine Stärkung der Kernfächer Deutsch und Mathematik über alle Jahrgangsstufen hinweg."

Für eine erfolgreiche berufliche Ausbildung seien Diagnosen des Lernstandes und bedarfsgerechte Förderangebote auch durch die Berufsschulen zu Beginn der Ausbildung flächendeckend bereitzustellen. Zudem müsse die Förderung regionaler Angebote zur sprachlichen Grundbildung in der dualen Ausbildung ab dem Jahr 2027 fortgesetzt werden.

Früher Erwerb von Grundkompetenzen

"Die Bundesregierung und die Bildungsministerkonferenz müssen künftig ihre Bildungs- und Schulpolitik stärker auf den frühen Erwerb grundlegender Kompetenzen und die Förderung von Leistung ausrichten. Wer in der Schule erfährt, dass sich Anstrengung lohnt und etwas erreicht werden kann, bringt diese Zuversicht auch in den Beruf mit. Darauf muss Bildungspolitik von Anfang an ausgerichtet sein."

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Text: / handwerksblatt.de

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