Bäckerhandwerk: 13,3 Millionen Euro für den Zukunftscampus
Modernisierte Lehrbackstuben, digitale Technik und ein energetisch saniertes Gästehaus: Die Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim hat ihren Zukunftscampus eröffnet. Die Investition soll die Qualifizierung von Fachkräften stärken.
Neue Backverfahren erproben, digitale Steuerungssysteme kennenlernen und den Umgang mit energieeffizienten Öfen vertiefen: Dafür bietet die Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim künftig mehr Raum und moderne Technik. In die Modernisierung und den Ausbau der Bildungseinrichtung wurden nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks insgesamt 13,3 Millionen Euro investiert. Der modernisierte Campus wurde am 31. Oktober 2026 offiziell eröffnet.
Die Investition soll die Meisterqualifizierung und die berufliche Weiterbildung im Bäckerhandwerk stärken. Das Angebot richtet sich insbesondere an angehende Bäckermeister sowie Fach- und Führungskräfte der Branche. Bei der Eröffnung verwies Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, auf die Bedeutung moderner Bildungsangebote für die Fachkräftesicherung und die Weiterentwicklung der Branche: "Wer die Zukunft des Bäckerhandwerks sichern will, muss in Menschen, Wissen und moderne Technik investieren."
Modernisierte Lehrbackstuben
Kern des Ausbaus sind modernisierte Lehrbackstuben mit digitalen Steuerungssystemen und energieeffizienten Öfen. Die Ausstattung soll die Vermittlung aktueller Produktionsverfahren unter praxisnahen Bedingungen ermöglichen. Hinzu kommen ein zusätzlicher Multifunktionsraum, Lehrerbüros und weitere Nebenräume.
Auch das bestehende Gästehaus wurde technisch und energetisch modernisiert. Nach Angaben der Akademie standen dabei unter anderem Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit im Fokus. Geschäftsführer Thomas Muschelknautz sieht in den neuen Räumlichkeiten erweiterte Möglichkeiten für die praxisnahe Fort- und Weiterbildung.
Förderung durch Bund und Land
Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit rund 3,3 Millionen Euro an dem Projekt. Nach Angaben des Zentralverbands übernimmt der Bund 45 Prozent der Gesamtkosten. Den verbleibenden Anteil finanziert die Akademie. Der Verband bewertet die Förderung als Beitrag zur Stärkung der beruflichen Qualifizierung im Bäckerhandwerk.
Die Bundesakademie Weinheim ist die zentrale Bildungseinrichtung der Landesinnungsverbände und des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. Zum Angebot gehören die Meisterausbildung, fachliche Weiterbildungen, darunter die Qualifizierung zum Brot-Sommelier, sowie Seminare und Verkaufsschulungen. Zudem ist die Einrichtung Bundesleistungszentrum für das Bäckerhandwerk.
Quelle: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks
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Text:
Jürgen Ulbrich /
handwerksblatt.de
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