In einem Test hat der ADAC zwölf Rauchwarnmelder verschiedener Marken auf die Probe gestellt. Wie zuverlässig sind die Modelle wirklich?
Rauchwarnmelder sind in privaten Wohnungen sowie Häusern deutschlandweit Pflicht und können im Ernstfall Leben retten. Doch erfüllen sie ihren Zweck? Der ADAC hat zwölf batteriebetriebenen Rauchwarnmeldern auf den Zahn gefühlt.
ℹ️ Alle getesteten Geräte haben eine vom Hersteller angegebene Batterielebensdauer von mindestens zehn Jahren, gehören zum günstigen Preissegment von neun bis 30 Euro (Stand Februar 2026) und verzichten auf eine Vernetzung oder App-Anbindung.
Im Fokus der Überprüfung standen die Zuverlässigkeit der Warnung (50 Prozent), Handhabung (20 Prozent), Robustheit gegen Fehlalarme (15 Prozent) sowie die Lautstärke der Warnungen (15 Prozent). Daneben wurden im als Produktzertifizierungsstelle zugelassenen Testlabor Kriwan Testzentrum GmbH umfangreiche Funktionsprüfungen durchgeführt.
Den ersten Platz belegt das Modell FireAngel FA6120-INT für rund 16 Euro mit der Note 1,7. "Das Gerät überzeugte insbesondere mit seiner zuverlässigen Warnfunktion, einer hohen Robustheit gegen Fehlalarme und gut hörbaren Warntönen. Einziger Kritikpunkt beim Testsieger ist die im Betrieb blinkende LED, die insbesondere im Schlafzimmer stören könnte", verkündet der ADAC. Das günstigste Modell im Test, der Logilink SC0016 mit einem Preis von knapp neun Euro, schnitt im Test mit der Gesamtnote "gut" ab.
"Insgesamt schneiden zehn der zwölf Rauchwarnmelder mit ‚gut‘ ab, ein weiteres Modell erhält die Note ‚befriedigend‘", fasst der ADAC zusammen. Eines der Geräte bewertete der Automobilclub jedoch als "mangelhaft": "Der Pyrexx XSD100 V3-Q gab beim Prüfbrand TF2*, einem Pyrolyse-Schwelbrand, keine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab." Sechs Exemplare wurden im Beisein eines unabhängigen Sachverständigen geprüft, keines der Produkte gab eine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab. "Bei einem offenen Flüssigkeitsbrand, wie er bei der Entzündung brennbarer Flüssigkeiten entstehen kann, löste das Gerät dagegen zuverlässig aus."
‼️ Aufgepasst: Nach Angaben des Herstellers ist das Pyrexx-Modell seit April 2026 nicht mehr im Handel, bereits verkaufte Geräte könnten aber weiterhin in Haushalten eingesetzt werden.
*Beim Prüfbrand TF2 handelt es sich um einen nach DIN EN 14604 simulierten, langsam entstehenden Schwelbrand von Holz, bei dem durch thermische Zersetzung Rauch ohne offene Flammen erzeugt wird.
Tipps für die Auswahl
Beim Kauf von Rauchwarnmeldern sollten Verbraucher nicht allein auf den Preis achten, sondern insbesondere auf eine zuverlässige Warnfunktion, verständliche Montage- und Bedienungsanleitungen sowie eine gut erreichbare Testtaste, empfiehlt der ADAC.
"Die Geräte sollten unbedingt entsprechend den Herstellerangaben montiert und mindestens einmal jährlich auf ihre Funktion überprüft werden. Beispielsweise sind nicht alle Melder auch für die Wandmontage freigegeben", so der Automobilclub weiter. "Es empfiehlt sich zudem, die Testprüfungen zu protokollieren. Nach einem Sturz auf den Boden sollte ein Rauchwarnmelder vorsorglich ersetzt werden." Denn auch dieses Szenario stellte der ADAC bei der Überprüfung nach: Beim Aufprall kann verbaute Technik beschädigt werden kann und unter Umständen dazu führen, dass im Brandfall keine ausreichende Warnung mehr ausgegeben wird.
Video: Der Rauchwarnmelder-Test in Bewegtbild
Ich bin damit einverstanden, dass mir alle externen Inhalte angezeigt werden und meine Cookie-Einstellung auf 'Alle Cookies zulassen' geändert wird. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Kommentar schreiben