Risiken für Mitarbeitende, Passanten und Nachbarn muss der Bauherr mit geeigneten Sicherungsmaßnahmen umsetzen.

Risiken für Mitarbeitende, Passanten und Nachbarn muss der Bauherr mit geeigneten Sicherungsmaßnahmen umsetzen. (Foto: © johan2011/123RF.com)

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Bauherren müssen Baustellen absichern

Baustellen abzusichern ist Aufgabe der Bauherren. Sie tragen Verantwortung für die Sicherheit – auch bei beauftragten Fachfirmen. Fahrlässigkeit kann rechtliche Folgen haben.

Bauherren müssen sicherstellen, dass von ihrer Baustelle keine Gefahr ausgeht. Diese Verkehrssicherungspflicht besteht auch dann, wenn Sie eine Fachfirma beauftragen. erkärt die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BGBau).

Das gehört zu einer richtigen Baustellen-Sicherung

Bauherren und Unternehmen müssen bei jeder Baustelle dafür sorgen, dass sie ausreichend gesichert ist. Um Risiken für Mitarbeitende, Passanten und Nachbarn zu verhindern, sind geeignete Sicherungsmaßnahmen notwendig. Hierzu gehört:

  • Auf Notfälle vorbereiten und Erste Hilfe sicherstellen.

  • Der Einsatz von Baumaschinen ist bei der Planung mit zu berücksichtigen. Der Einsatz und die Handhabung von Baumaschinen erfordern eine ausreichende Qualifikation, nicht jeder darf sie ohne weiteres bedienen. Sie müssen regelmäßig geprüft, sicher verwendet und standsicher aufgestellt werden.

  • Platz für Arbeitsbereiche, Fahrbewegungen, Verkehrswege, Pausenräume und Toiletten sowie notwendige Sicherheitsabstände müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

  • Während der Bauzeit verändern sich die Wegeführungen und Arbeitsbereiche häufig. Deshalb müssen Sicherungsmaßnahmen regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

  • Bei Dunkelheit ist auf eine ausreichende Beleuchtung von Arbeitsplätzen und Verkehrswegen und gute Sichtbarkeit der Personen auf der Baustelle zu achten.

  • Absturzgefahren vermeiden: Alle Beteiligten müssen über Gefährdungen und Sicherungsmaßnahmen informiert sein. Absturzkanten sowie Öffnungen in Böden, Decken und Dachflächen sind ausreichend zu sichern. Gerüste müssen fachgerecht aufgebaut, standsicher und sicher nutzbar sein. Arbeiten auf Leitern ist auf das notwendige Minimum zu beschränken.

  • Bei Renovierungs- und Umbaumaßnahmen können auch gesundheitsgefährdende Schadstoffe auftreten. Deshalb sollten vor Beginn der Arbeiten Informationen über mögliche Schadstoffe eingeholt, die Gefährdungen beurteilt und erforderliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Wer mit gefährlichen Stoffen arbeitet, muss wissen, wie er oder sie sich richtig verhält und welche persönliche Schutzausrüstung erforderlich ist.

Öffentliche Bereiche absichern

Sie müssen auch Gehwege, Flächen vor dem Grundstück und Bereiche unterhalb von Dächern oder Gerüsten sichern. Dort verhindern Bauzäune oder Schutzdächer Unfälle mit Dritten. Erkannte Gefahren muss man beheben oder diese sofort sichern – selbst oder durch Beauftragte. Es ist darauf zu achten, ob Fachbetriebe Sicherungen richtig setzen. Wer externe Firmen beauftragt, muss sicherstellen, dass sie qualifiziert sind und Sicherheitsvorschriften einhalten.

Wer offensichtliche Gefahren nicht beseitigt, haftet unter Umständen. Im Schadensfall drohen zivilrechtliche Ansprüche oder sogar strafrechtliche Konsequenzen. Auch ohne Unfall können Bußgelder entstehen, falls Sie Unfallverhütungsvorschriften verletzen.

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Text: / handwerksblatt.de

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