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HWK Koblenz | Oktober 2026
Im Renntempo durch die "Grüne Hölle"
Als Dankeschön für ihr Engagement ging es für sieben Ausbildungsbotschafter der HwK Koblenz im Rennwagen über die Nordschleife.
Die neue Podcastfolge aus der Reihe "Das Münsterland hat Kreislauf. Du auch?" beschäftigt sich mit dem Thema Zirkuläres Bauen. (Foto: © diego vito cervo/123RF.com)
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28. Oktober 2026
Baustoffe wiederverwenden, Gebäude länger nutzen und Ressourcen schonen: Zirkuläres Bauen gewinnt in der Bauwirtschaft an Bedeutung.
Welche Chancen sich aus dem Thema Zirkuläres Bauen für Handwerksbetriebe ergeben und welche Lösungen bereits heute funktionieren, zeigt eine neue Folge des Podcasts "Das Münsterland hat Kreislauf. Du auch?". Die Bauwirtschaft zählt zu den ressourcenintensivsten Branchen Deutschlands. Jährlich werden rund 500 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe verbraucht. Gleichzeitig entstehen etwa 200 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle. Ein enormes Potenzial für die Kreislaufwirtschaft – und das Handwerk.
Doch was bedeutet zirkuläres Bauen konkret? Im Mittelpunkt steht der Gedanke, Gebäude möglichst lange zu nutzen, vorhandene Bausubstanz zu erhalten und Baustoffe nach Möglichkeit wiederzuverwenden. Schon bei der Planung neuer Gebäude sollte berücksichtigt werden, wie einzelne Bauteile später repariert, ausgetauscht oder zurückgebaut werden können.
Für Handwerksbetriebe eröffnen sich dadurch neue Perspektiven. Dabei geht es um die Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude, selektiven Rückbau und die Aufbereitung und Wiederverwendung gebrauchter Bauteile. Auch neue Rücknahmesysteme für Fenster, Fassaden oder Innenausbauelemente bieten Chancen für diese Geschäftsmodelle.
Dass zirkuläres Bauen bereits heute funktioniert, zeigen Praxisbeispiele aus dem Münsterland. So setzt die Brüninghoff Group in Heiden Recyclingbeton in Betonfertigteilen ein. Das Betonwerk Büscher in Heek hat ein Innenwandsystem entwickelt, das mit Ausnahme des Zements aus wiederaufbereiteten Materialien besteht. Allerdings gibt es noch Herausforderungen: Insbesondere bei der Qualitätssicherung, Haftung und Gewährleistung wiederverwendeter Bauteile sowie beim Aufbau geeigneter Materialmärkte und Logistikstrukturen besteht weiterer Handlungsbedarf.
Welche Möglichkeiten bietet zirkuläres Bauen schon heute? Wie wirtschaftlich ist die Wiederverwendung von Baustoffen? Und was muss sich ändern, damit kreislauffähige Bauweisen zum Standard werden? Darüber sprechen Prof. Dr. Sabine Flamme und Franziska Struck von der FH Münster in der aktuellen Podcastfolge. Dabei geht es auch um die Bedeutung der Qualifizierung zukünftiger Fachkräfte. Ein Beispiel ist der Bachelorstudiengang "Bauen im Bestand", den die FH Münster gemeinsam mit der Handwerkskammer Münster anbietet. Hier werden unter anderem Kenntnisse zum ressourcenschonenden Bauen und zum Rückbau vermittelt.
Die Podcastfolge "Zirkuläres Bauen – Das neue Normal?" bietet praxisnahe Einblicke, stellt innovative Projekte vor und zeigt, warum es sich für Handwerksbetriebe lohnt, sich schon heute mit dem Thema zu beschäftigen.
Hintergrund: Podcast "Zirkuläres Bauen" Podcast Weitere Informationen über den Podcast und die Folge selbst gibt es hier.
Hintergrund Der Podcast ist Teil des Projekts "Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland". Projektpartner sind die FH Münster, die Handwerkskammer Münster, die IHK Nord Westfalen und Münsterland e. V. Das Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
Studium Informationen zum Bachelor-Studium "Bauen im Bestand" gibt es online hier.
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