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HWK des Saarlandes | September 2026
HWK ist Partner im "Bündnis für zirkuläres Bauen"
Das Saarland setzt auf ressourcenschonendes und wirtschaftliches Bauen.
In Deutschland wurden für PISA-Studie 2025 an etwa 250 Schulen aller Schularten insgesamt über 6.000 Schüler getestet. (Foto: © domenicogelermo/123RF.com)
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11. September 2026
Nach den schlechten Ergebnissen der aktuellen PISA-Studie appelliert das Handwerk an Bund und Länder, bewährte Förderprogramme zu verstetigen. Die Schulbildung müsse ein tragfähiges Fundament für den Start in den Beruf legen.
Die aktuellen Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie – Programme for International Student Assessment (PISA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind für deutsche Schüler so schlecht wie nie. Deren Kompetenzstand hat sich weiter verschlechtert. Dieser liegt zwar knapp über dem Durchschnitt, getestet wird in 91 Ländern und Regionen der Welt, aber schlechter hat Deutschland sei dem Jahr 2000 noch nie abgeschnitten.
Geprüft werden Fähigkeiten in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Lesevermögen und digitale Kenntnisse. In Deutschland wurden für PISA-Studie 2025 an etwa 250 Schulen aller Schularten insgesamt über 6.000 Schüler getestet. Je etwa ein Drittel der 15-jährigen Schüler verfügt demnach nicht über die erforderlichen Basiskompetenzen in Mathematik und Lesen. Im Bereich Naturwissenschaft gilt das nur für rund ein Viertel der Schüler. Die Kompetenzunterschiede fallen im Vergleich zudem nach sozialer Herkunft überdurchschnittlich hoch aus. Soziale Herkunft sei der wichtigste Einflussfaktor.
"Die vorgelegten Ergebnisse bestätigen, was die Ausbildungsbetriebe des Handwerks seit Jahren erleben: Zu viele junge Menschen verlassen die Schule ohne die Grundkompetenzen, die für eine gelingende Ausbildung nötig sind. Das gefährdet den erfolgreichen Verlauf der betrieblichen Ausbildung und damit den Start ins Berufsleben", erklärt dazu Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Die Studie zeige, wie es um die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler beim Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften steht.
"Genau diese Fähigkeiten brauchen Auszubildende, um im Handwerk Fuß zu fassen. Wo sie fehlen, stockt der Lernprozess von Beginn an, und die Betriebe müssen aufwendig nachsteuern. Hinzu kommen Passungsprobleme: Ausbildungsbetriebe und junge Menschen finden nicht zueinander, weil die Vorstellungen vom Ausbildungsberuf nicht mit der Realität übereinstimmen oder es an Mobilität oder Wohnraum fehlt", so Schwannecke. Er fordert, die Grundkompetenzen von Schulabsolventen zu verbessern, um ein tragfähiges Fundament zu legen. Nötig sei auch eine bessere Berufsorientierung an allen Schulformen.
"Die Bundesländer sollten flächendeckend Diagnosesysteme in den Schulen einsetzen, um fehlende Grundkompetenzen frühzeitig erkennen und so noch vor dem Schulabschluss gegensteuern zu können." Auch die Betriebe brauchten Hilfe bei der Suche nach passenden Auszubildenden. Das Bundesprogramm "Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen" schaffe hier eine Brücke, die regional verankert und praxisnah ist. "Das vom Bundeswirtschaftsministerium angekündigte Auslaufen des Programms Ende 2027 steht jedoch im Widerspruch zu den arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre."
Das Handwerk appelliert an Bund und Länder, jetzt zu handeln. Schwannecke: "Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass die Einstiegsqualifizierung und die 'Assistierte Ausbildung' stärker beworben werden und die Förderung des ehrenamtlichen Mentorenprogramms 'VerAplus' dauerhaft weiterläuft. Ebenso muss die Förderung gesichert werden, mit der Auszubildende während der Ausbildung fehlende Grundfertigkeiten im Rahmen der Alpha-Dekade nachholen können. Und statt gewachsene regionale Vermittlungsnetzwerke zu zerstören, sollte die Regierungskoalition das Programm Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen über das Jahr 2027 hinaus verlässlich fortführen."
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