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Gebäudereiniger: IG BAU fordert zwei Euro pro Stunde mehr

Betriebsführung

In der ersten Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk sind die Tarifpartner ohne Ergebnis auseinander gegangen. Die Arbeitnehmer fordern 13 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber verweisen auf die schwierige wirtschaftliche Lage.

Die erste Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk in Düsseldorf wurde bereits nach drei Stunden beendet. Die Arbeitgeberseite äußerte danach ihr – Zitat – "Unverständnis über die starre Haltung der IG BAU". Man habe die 13-Prozent-Lohnforderung zum zweiten Mal zurückgewiesen, so der Arbeitgeberverband. Die Gewerkschaft IG BAU habe bereits im Juni 2026 ihre Lohnforderung für die Tarifrunde vorgestellt. Sie fordert seither zwei Euro mehr pro Stunde für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das sei eine Lohnforderung von mehr als 13 Prozent für die beschäftigungsstärkste Lohngruppe (LG 1), so der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), der für die Unternehmensseite verhandelt und diese Forderung ablehnt. 

Die zweite Tarifrunde findet am 22. Oktober in Köln statt. Der Vorsitzende der BIV-Tarifkommission Christian Kloevekorn, äußerte Unverständnis über die "starre Haltung der IG BAU und darüber, wie konsequent sie die wirtschaftliche Realität ausblendet".

Die deutsche Wirtschaft stecke in einer schwierigen Lage, so Kloevekorn. "Unser industrienahes Dienstleistungshandwerk befindet sich im konjunkturellen Stimmungstief. Unsere Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten, einer schwachen Kundennachfrage und massiver wirtschaftlicher Unsicherheit."

Noch dazu plane die Politik weitere Belastungen: Allein bei den Minijobs könnten die geplanten Reformen der Bundesregierung die Lohnnebenkosten für die Betriebe um mehr als 30 Prozent nach oben treiben, so der Verband (Zur Info: Vorgesehen ist, dass der einheitliche Pauschsteuersatz bei Minijobs  von zwei Prozent auf fünf Prozent angehoben (§ 40a Absatz 2 EStG) wird.) Und Minijobs würden in der Gebäudereinigung knapp die Hälfte der Beschäftigung ausmachen.

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Quelle: Die Gebäudedienstleister

Tarife im Überblick Die Branche hat neun Lohngruppen. Zwei davon sind als Branchenmindestlöhne allgemeinverbindlich - damit gelten diese für alle gewerblichen Reinigungskräfte, die in Deutschland tätig sind. Der Branchenmindestlohn in der Einstiegs-Lohngruppe für Ungelernte (LG 1) liegt aktuell bei 15 Euro. Fachkräfte (LG 6) verdienen 18,40 Euro pro Stunde. 

Der laufende Tarifvertrag für die Jahre 2025 und 2026 sah in der allgemeinverbindlichen Einstiegs-Lohngruppe (LG 1) eine Lohnerhöhung von insgesamt 11,1 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vor (13,50 Euro auf 15 Euro). Der Branchenmindestlohn für Fachkräfte (LG 6) stieg um insgesamt 10,2 Prozent in 24 Monaten(16,70 Euro auf 18,40 Euro). Quelle: Die Gebäudedienstleister

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Text: / handwerksblatt.de

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