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HWK Trier | September 2026
Gemeinsam besser aufgestellt
Das Junghandwerk Trier feiert Gemeinschaft, Wachstum und das 20-jährige Engagement seines Geschäftsführers Christian Neuenfeldt.
Deutschland brauche mehr erfolgreiche Übergänge in Ausbildung, mehr beruflich qualifizierte Menschen und eine bessere Integration inländischer und internationaler Potenziale, so der ZDH. (Foto: © goodluz/123RF.com)
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September 2026
Das Wirtschaftsministerium will das Programm "Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen" nicht weiterführen. Der ZDH setzt sich dafür ein, dass es nicht ausläuft. Denn das wäre ein schwerer Rückschlag für den Ausbildungsmarkt und die Fachkräftesicherung.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat angekündigt, dass das Programm "Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen" nach dem angesetzten Auslaufen Ende des kommenden Jahres nicht mehr weitergeführt werden soll. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hält diese Entscheidung für falsch und fordert den Erhalt des Programms. Das geplante Ende stehe im Widerspruch zu den arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Das Auslaufen wäre ein "schwerer Rückschlag für den Ausbildungsmarkt, die Fachkräftesicherung und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland".
Deutschland brauche mehr erfolgreiche Übergänge in Ausbildung, mehr beruflich qualifizierte Menschen und eine bessere Integration inländischer und internationaler Potenziale, so der ZDH. Dafür brauche es keine neuen Strukturen, sondern die verlässliche Fortführung eines bewährten Instruments. Denn das Programm sei kostengünstig, wirksam, regional verankert und unmittelbar anschlussfähig an die Ziele der Fachkräfte-, Ausbildungs- und Integrationspolitik der Bundesregierung.
Nicht nur die zu geringe Zahl der Bewerber sei ein Problem, sondern auch die vorliegenden Passungsprobleme. "Betriebe finden keine geeigneten Auszubildenden, während junge Menschen keinen passenden Zugang zu Ausbildung und Beruf finden." Genau hier setze das Programm mit seinen Besetzern an. "Sie kennen die Betriebe, deren konkrete Bedarfe und die Anforderungen der Ausbildungsberufe. Sie sprechen Betriebe aktiv an, schließen sie auf für Ausbildung, beraten individuell, vermitteln passgenau und begleiten beide Seiten bei Bedarf bis in das Ausbildungsverhältnis hinein. So entstehen nicht nur Ausbildungsverträge. Sie sind auch langfristig tragfähiger."
Der ZDH verweist auch auf die guten Zahlen, die mit dem Programm bisher erreicht wurden:
Das zeige, dass das Programm genutzt werde und die Betriebe erreicht. "Wenn Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben oder Ausbildungsverhältnisse scheitern, fehlen nicht nur künftige Fachkräfte. Wenn der Staffelstab nicht übergeben werden kann, geht auch betriebliches Erfahrungswissen verloren", betont der ZDH. Ein Auslaufen des Programms würde gewachsene Netzwerke zerstören. Der spätere Neuaufbau solcher Strukturen wäre deutlich teurer, langwieriger und weniger wirksam als ihre verlässliche Fortführung.
Der ZDH appelliert deswegen: "Das Förderprogramm 'Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen' muss über 2027 hinaus verlässlich fortgeführt und dauerhaft abgesichert werden. Der ZDH steht bereit, die Ausgestaltung einer Folgerichtlinie konstruktiv zu begleiten und gemeinsam dafür zu sorgen, dass Betriebe weiter ausbilden, junge Menschen berufliche Perspektiven erhalten und die Fachkräftebasis der Zukunft gesichert wird."
Quelle: ZDH
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