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HWK des Saarlandes | August 2026
Lossprechungsfeier in Saarbrücken
Ende August gab es für neue Gesellinnen und Gesellenin der Sparkassen-Filiale am Saarbrücker Neumarkt gleich mehrere Gründe zum Feiern.
In Davos stehen Wintersportfans rund 300 Kilometer Pisten zur Verfügung – von einfachen Abfahrten bis hin zu anspruchsvolleren Strecken und Freeride-Möglichkeiten. (Foto: © Anabel Castilla)
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August 2026
Unterwegs im Kanton Graubünden im Osten der Schweiz: mit der Rhätischen Bahn durch die verschneite Bergwelt, auf die Piste, mit der Kutsche durchs Tal und bei Fackelschein durch die Winternacht.
Die Reise nach Davos beginnt in Landquart. Hier erfolgt der Umstieg von der Bahn in die Rhätische Bahn – ab hier beginnt die Fahrt durch die verschneite Bergwelt. Draußen ziehen verschneite Hänge, Wälder und kleine Ortschaften vorbei. Immer wieder ist der Fluss zu sehen, der sich durch das Tal schlängelt. Dazwischen tauchen kleine Bahnhöfe auf, tief im Schnee und umgeben von Bergen.
Je weiter es geht, desto winterlicher wird die Landschaft. Die Strecke nach Davos führt mitten durch eine Bergwelt, die im Winter besonders beeindruckend ist. Schon die Anreise wird zum ersten Erlebnis. Davos liegt auf 1.560 Metern Höhe und ist damit die höchstgelegene Stadt Europas. Heute ist der Ort vor allem für Wintersport bekannt. Angefangen hat die Geschichte allerdings mit etwas anderem: mit der Hoffnung, dass die Höhenluft den Menschen guttut.
Im 19. Jahrhundert war Davos noch ein kleines, abgeschiedenes Bergbauerndorf. 1853 kam der deutsche Arzt Alexander Spengler als Landschaftsarzt ins Dorf. Zuvor war er als politischer Flüchtling in die Schweiz geflohen. In Davos bemerkte er schnell, dass die gefürchtete Tuberkulose in der Höhenlage kaum vorkam, und vermutete einen Zusammenhang mit dem besonderen Klima. Spenglers Behandlungsmethode war die Liegekur: viel Ruhe und Schlaf und vor allem möglichst viele Stunden an der frischen Luft. Die Patienten verbrachten ihre Zeit auf offenen Liegeterrassen, eingehüllt in Decken und mit Blick auf die Berge.
Die Liegekur machte Davos damals immer bekannter. 1865 kamen die ersten Wintergäste nach Davos. Ihre gesundheitliche Besserung sprach sich schnell herum, immer mehr Menschen reisten in das abgelegene Tal. Aus dem kleinen Bergbauerndorf entwickelte sich ein international bekannter Kurort. 1868 gründete Spengler gemeinsam mit Willem Jan Holsboer das Curhaus Spengler-Holsboer, die erste größere Kureinrichtung in Davos. Auch Thomas Mann setzte Davos später ein literarisches Denkmal. Die Aufenthalte seiner Frau Katia in einem Davoser Sanatorium inspirierten ihn zu seinem Roman "Der Zauberberg".
Heute kann man in Davos zwischen sechs Skigebieten wählen. Rund 300 Kilometer Pisten stehen zur Verfügung – von einfachen Abfahrten bis hin zu anspruchsvolleren Strecken und Freeride-Möglichkeiten. Parsenn, Jakobshorn und Rinerhorn gehören zu den bekanntesten Gebieten. Parsenn ist der Klassiker mit seinen langen Abfahrten und dem weiten Blick über die Berge. Auf dem Jakobshorn treffen sich besonders Freestyler und Snowboarder. Das Rinerhorn ist etwas ruhiger und eignet sich gut für Familien. Dazu kommen Madrisa, Schatzalp und Pischa.
Der erste Tag auf der Piste beginnt mit einem Blick, der sofort hängen bleibt. Oben angekommen, liegt das verschneite Davoser Tal unterhalb. Die ersten Skifahrer ziehen ihre Spuren in den Schnee, gegenüber leuchten die weißen Hänge in der Sonne. Für einen Moment lohnt es sich, einfach stehenzubleiben, bevor es losgeht. Auch die Geschichte des Skifahrens ist hier nicht weit weg: Am Jakobshorn wurde 1934 am Bolgen der erste Bügelskilift der Welt in Betrieb genommen. Damit schrieb Davos auch im Wintersport Geschichte.
Wer nicht auf Abfahrtsski unterwegs ist, findet im Tal viele weitere Möglichkeiten. Langlauf gehört in Davos fest zum Winter dazu. Die Loipen führen durch verschneite Wälder und Wiesen und machen es möglich, die Landschaft ganz in Ruhe kennenzulernen. Immer wieder kreuzt dabei die Rhätische Bahn das Blickfeld. Ein Zug fährt durch den Schnee, daneben ziehen Langläufer ihre Bahnen. Diese Kombination begegnet während der Reise immer wieder. Und auch auf dem Eis gibt es einiges zu erleben: Eislaufen, Curling und Eisstockschießen gehören ebenfalls zum Winterangebot.
Bildergalerie
Am Nachmittag kann man Davos von einer ganz anderen Seite erleben: Statt Skiern stehen Pferde und eine Kutsche bereit. Warm eingepackt und mit Schaffellen bedeckt beginnt die Fahrt durch das verschneite Tal. Die Sonne scheint und lässt den Schnee überall glitzern. Die verschneiten Wiesen strahlen hell, die Berge ragen dahinter in den blauen Himmel.
Für einen Moment wirkt die Landschaft tatsächlich wie ein Winterwunderland: Die Pferde ziehen die Kutsche gemächlich durch den Schnee, links und rechts ziehen verschneite Häuser und kleine Wege vorbei – und unter dem Schaffell ist es angenehm warm, während draußen die kalte Winterluft zu spüren ist. Nach dem Skifahren ist die Kutschenfahrt ein schöner Gegensatz. Statt die Berge von der Piste aus zu erleben, geht es nun mitten durch das Tal.
Am Abend wird es im Tal schnell dunkel. Die Skier sind abgestellt, die letzten Menschen kommen von den Bergen zurück und in den Häusern gehen die Lichter an. Mit Fackeln in der Hand geht es los: Zunächst durch den verschneiten Wald, später führt der Weg am Fluss entlang zurück nach Davos. Der Schnee knirscht unter den Schuhen, während die Fackeln den Weg erhellen. Zwischendurch gibt es die Möglichkeit, sich bei einer Pause mit einem Becher Punsch aufzuwärmen. Tagsüber sieht man die Berge von oben, im Zuge der Tour ist man mittendrin. Zwischen Wald und Fluss wird Davos so aus noch einer anderen Perspektive erlebbar.
Wer nach Davos kommt, sollte natürlich auch die Spezialitäten der Region probieren – ein Käsefondue darf dabei nicht fehlen. Dazu kommt Bündnerfleisch, das in dünnen Scheiben serviert wird. Und auch die Bündner Nusstorte sollte man sich bei einem Besuch in Davos nicht entgehen lassen: Die knusprige Torte mit ihrer süßen Nussfüllung ist eine der bekanntesten Spezialitäten Graubündens und bietet einen perfekten Abschluss.
Noch Tage später sind es einzelne Bilder, die von der Reise im Kopf bleiben: das verschneite Tal, die Berge im Winterlicht und die Stimmung am Abend, wenn die Fackeln durch die Dunkelheit leuchten.
Davos ist heute vor allem für seinen Wintersport bekannt, doch es sind nicht nur die Pisten, die in Erinnerung bleiben. Die Fahrt mit der Rhätischen Bahn, die Kutschenfahrt durch das verschneite Tal und die vielen kleinen Momente unterwegs gehören genauso zu dieser Reise. Mit nach Hause kommen viele Eindrücke und ein Winter, der bleibt.
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