Wirtschaftsminister Michael Ebling hat beim Mittelstandstag in Idar-Oberstein acht Unternehmen als "Attraktive Arbeitgeber Rheinland-Pfalz 2026" ausgezeichnet.
Die Unternehmen überzeugten mit dem praxisorientierten Einsatz von künstlicher Intelligenz, dem aktiven Einbeziehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse sowie durch die konsequente Förderung ihrer Beschäftigten.
Foto: © Fotostudio Eidens-Holl / ISB"Unsere diesjährigen Preisträger zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie vielfältig ein attraktiver Arbeitgeber heute sein kann. Ob im Hotel, im Handwerk, bei den Stadtwerken oder in der Industrie: Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Vertrauen, Eigenverantwortung und die Ideen ihrer Beschäftigten. Sie investieren in Weiterbildung, nutzen die Chancen der Digitalisierung und schaffen Arbeitsbedingungen, die zu unterschiedlichen Lebensphasen passen. Genau diese Offenheit für neue Wege macht Unternehmen zukunftsfähig – und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz," so Wirtschaftsminister Michael Ebling in seinem Grußwort (Foto).
Hintergrund: Die Preisverleihung fand im Rahmen des Mittelstandstages Rheinland-Pfalz in der Messe Idar-Oberstein statt. Die Vorschläge für die nominierten Arbeitgeber waren zuvor von den Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern der vier rheinland-pfälzischen Kammerbezirke eingebracht worden. Alle ausgezeichneten Unternehmen stehen für vielfältige, maßgeschneiderte und innovative Ansätze in der Personalpolitik sowie für konsequente Integration von innovativen Technologien in bestehende Arbeitsprozesse.
Die Preisträger und die Begründung
Region Koblenz
BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH
Als familiengeführter Komplettanbieter für Regal-, Behälter- und Transportsysteme ist die BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH aus Meisenheim einer der europäischen Marktführer der Intralogistik. Zentrale Faktoren für den Erfolg sind vor allem die offene Arbeitsatmosphäre, bei der die Mitarbeitenden direkt in das Ideenmanagement einbezogen werden, sowie die praxisorientierte Nutzung von künstlicher Intelligenz.
Zusätzlich bietet das Unternehmen familienfreundliche Schichtlösungen für Eltern und Pflegende sowie Aktivrente und schafft so ein Umfeld, in dem Menschen gemeinsam Zukunft gestalten.
ERN Elektrosysteme Rhein-Nahe GmbH
Als einer der Treiber der Energiewende hat die ERN Elektrosysteme Rhein-Nahe GmbH aus Simmern die Jury vor allem in den Bereichen Innovation und Mitgestaltungsmöglichkeiten für Mitarbeitende überzeugt. Der Weg von Projektleitenden zu Gesellschaftenden ist von der Geschäftsleitung ausdrücklich gewünscht – so sind aus der eigenen Belegschaft inzwischen 26 stimmberechtigte Gesellschafterinnen und Gesellschafter hervorgegangen, die die Zukunft des Betriebs aktiv mitbestimmen.
Dieses Verständnis von Unternehmenskultur wurde zuletzt durch eine gemeinsam erarbeitete Vision 2030+ und einem neuen Markenleitbild, das allen Mitarbeitenden und ihren Familien persönlich zugestellt wurde, gestärkt.
Region Pfalz
Parkhotel Landau
Statt auf klassische Hierarchien setzt das Parkhotel Landau auf Eigenverantwortung und Mitgestaltung durch die Beschäftigten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Personalentwicklung und der Sicherung von Fachwissen.
Flexible Arbeitsmodelle, cloudbasierte Systeme und Homeoffice-Möglichkeiten schaffen mehr Spielraum für unterschiedliche Lebensphasen und erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für das international zusammengesetzte Team.
Zweiradhaus Mayer OHG
Dass Digitalisierung auch in kleinen Handwerksbetrieben erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt das Familienunternehmen Zweiradhaus Mayer OHG aus Schifferstadt. Eine unternehmenseigene KI-gestützte Datenbank und papierloses Kundenmanagement ermöglichen hochgradige Effizienz und schnellen Wissenstransfer im Team.
So ist aus einem Zwei-Mann-Betrieb ein moderner und innovativer Arbeitgeber geworden, der seine Beschäftigten aktiv in die Weiterentwicklung des Unternehmens einbindet und auf nachhaltiges Wachstum setzt.
Region Rheinhessen
Mainzer Stadtwerke AG
Mit über 1.900 Mitarbeitenden gehört die Mainzer Stadtwerke AG zu den größten kommunalen Arbeitgebern der Region. Als Gestalter der Energiewende überzeugt das Unternehmen nicht nur mit seiner Nachhaltigkeit, sondern auch durch eine gelebte Fehler- und Innovationskultur.
In Formaten wie "Einfach verpatzt" werden über eine digitale Ideenbörse Vorschläge anonym geprüft und bei Umsetzung mit einer Sonderzahlung prämiert. Ergänzt um moderne KI-Lösungen und vielfältigen Gesundheitsangeboten ist die Mainzer Stadtwerke AG ein Unternehmen, das Veränderung nicht scheut, sondern aktiv gestaltet.
Rolladen Freber
Das Mainzer Familienunternehmen Rolladen Freber zeichnet sich durch ein breites Sortiment rund um Rollläden, Markisen, Sonnensegel, Terrassendächer und Innensonnenschutz, sowie durch eine spürbar familiäre Atmosphäre im Betrieb aus.
Die konkrete Einbeziehung der Beschäftigten zeigt sich etwa im Teammeeting jeden Freitag, in dem Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge besprochen und bei Bedarf direkt in Maßnahmen überführt werden. Darüber hinaus kommen Mitarbeitenden Sozialleistungen wie eine private Zusatzversicherung für jeden Beschäftigten, optionale betriebliche Altersvorsorge und Jobbike zugute.
Region Trier
Zahnen Technik GmbH
Die Zahnen Technik GmbH aus Arzfeld entwickelt innovative Lösungen für kommunale und industrielle Kunden und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Ressource Wasser. Als eines in der Region führenden Unternehmen der Wasser- und Abwasserbranche setzt Zahnen Technik auf innovative Lösungen wie eine eigene Cloud oder KI-gestützte Mess- und Überwachungssysteme bei der Hochwasserprävention.
Zusätzlich schafft das Unternehmen mit seiner modernen und lebensphasenorientierten Personalpolitik ein durch Offenheit und Mitgestaltung geprägtes Arbeitsumfeld.
Sanitär-Heizung-Solar Annen
Dass nachhaltiger Unternehmenserfolg und die gezielte Förderung der eigenen Beschäftigten Hand in Hand gehen, stellt die Sanitär-Heizung-Solar Annen aus Nerdlen eindrucksvoll unter Beweis. Durch konsequentes Fördern und Fordern wird bereits ab der Ausbildung eine auf Eigenverantwortung basierende Unternehmenskultur gelebt.
Gleichzeitig setzt das Unternehmen in nahezu allen Geschäftsbereichen auf Künstliche Intelligenz: von der Angebotserstellung bis zur Organisation von Baustellen und schafft so ein zukunftsfähiges Arbeitsumfeld, das auf Vertrauen, Zusammenarbeit und kontinuierlicher Entwicklung basiert.
Quelle: Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz
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Text:
Kirsten Freund /
handwerksblatt.de
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