Foto: © Constanze Knaack-Schweigstill
HWK Trier | Juli 2026
Nachfolge, Neubau, Neustart: Handwerk stellt die Weichen
Wirtschaftsminister Ebling zu Gast bei der HWK-Vollversammlung – Beschlüsse zu Ausbildung und Campus-Ausbau
(Foto: © Handwerkskammer Dresden/André Wirsig)
Vorlesen:
"Übermut tut selten gut", heißt es. Aber ist das wirklich so? Ich glaube, es gibt Zeiten und Situationen, da tut ÜberMUT gut! Denn wer darüber nachdenkt, ein Unternehmen zu gründen oder einen Betrieb zu übernehmen, braucht übermäßig viel Mut. Mut, groß zu denken, die eigenen Fähigkeiten nicht unter den Scheffel zu stellen und etwas verändern zu wollen.
Ich bin überzeugt: Unternehmertum ist eine der wichtigsten Transformations-Kräfte unseres Landes. Weil dort Menschen agieren, die den Wandel nicht nur beobachten, sondern mitgestalten. Gerade in Zeiten großer Umbrüche, sei es durch Digitalisierung, Klima oder Demografie, entstehen Fortschritt und Anpassungsfähigkeit oft zuerst in Unternehmen und Betrieben. Dort wird ausprobiert, verbessert und weiterentwickelt. Dort werden Probleme gelöst und aus Ideen marktfähige Angebote, Dienstleistungen oder Technologien entwickelt.
Im Handwerk zeigt sich diese transformatorische Kraft besonders deutlich: Hier werden Tradition und Innovation miteinander verbunden. Und gerade bei einer Übernahmegründung folgen Sie nicht einfach nach: Sie entwickeln weiter. Sie modernisieren Prozesse, setzen digitale Werkzeuge ein, entwickeln nachhaltige Lösungen.
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Ob Existenz- oder Übernahmegründung: Sie brauchen den Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Aber den Weg zum eigenen Unternehmertum, den müssen Sie nicht allein gehen. Die gesamte Handwerksorganisation steht bereit, Sie dabei zu unterstützen, Ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Nutzen Sie diese starke Handwerksfamilie. Knüpfen Sie Netzwerke, suchen Sie sich Mentorinnen und Mentoren und lernen Sie von gestandenen Unternehmerpersönlichkeiten.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks setzt sich mit Nachdruck dafür ein, bürokratische Hürden für Sie abzubauen. Mit dem Gründungsbeschleunigungsgesetz geht auf politischer Ebene erfreulicherweise endlich etwas voran.
Denn klar ist: Macherinnen und Macher wie Sie machen den Unterschied. Nicht nur wirtschaftlich. Wer einen Betrieb gründet oder übernimmt, übernimmt Verantwortung: für Beschäftigte, Kundinnen und Kunden, Nachwuchs und die eigene Region. Sie gestalten damit auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und machen Zukunft lebenswert. Gerade deshalb gilt in besonderem Maße für Sie: Übermut tut gut!
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