Der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Christian Weber, ernannte den neuen "Botschafter des Bieres", Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (Mitte). "Botschafterin des Bieres" 2025 war die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger. (Foto: © DBB/CHL PhotoDesign)

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Neuer Bier-Botschafter ist Alois Rainer von der CSU

Panorama

Bundes-Landwirtschaftsminister Alois Rainer ist neuer Botschafter des Bieres. Den Titel verleiht der Deutsche Brauer-Bund. Brauerei des Jahres ist die Brauerei Ustersbach, beste Auszubildende Helene Vogel aus Hannover.

Alois Rainer (CSU) ist neuer "Botschafter des Bieres". Ausgezeichnet wurde der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat während des Deutschen Brauertages Ende Juni in Berlin. Die Laudatio hielt seine Vorgängerin, die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger (SPD).

Deutschlands beste Auszubildende ist Brauerin und Mälzerin ist Helene Vogel aus Hannover. Foto: © DBB/CHL PhotoDesignDeutschlands beste Auszubildende ist Brauerin und Mälzerin ist Helene Vogel aus Hannover. Foto: © DBB/CHL PhotoDesign

Der Deutsche Brauertag ist das größte Branchentreffen der Brauwirtschaft. Rund 400 Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft, Verbänden und Politik verfolgten die Auszeichnung, die vom Deutschen Brauer-Bund (DBB) an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergeben wird, die sich für das Handwerk einsetzen. Zu den Botschaftern der vergangenen Jahre gehörten unter anderem Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel, Cem Özdemir, Barbara Schöneberger, Ilse Aigner, Norbert Lammert und Winfried Kretschmann.

"Botschafter des Bieres zu sein, ist eine große Ehre für mich", sagte Rainer. "Deutsches Bier steht für Handwerkskunst und Heimatverbundenheit. Unsere Brauwirtschaft ist von einer Vielzahl kleiner und mittelständischer Betriebe geprägt. Sie sind regional stark verankert, oft über Generationen familiengeführt und schaffen Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze im ländlichen Raum."

Als Bierbotschafter wolle er sich für gute Rahmenbedingungen einsetzen, so der Minister: "Weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit."

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Engagiert für das Lebensmittelhandwerk und den ländlichen Raum

Der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Christian Weber, würdigte Alois Rainer als engagierten Politiker, der sich seit vielen Jahren mit großer Überzeugung für die Belange des Lebensmittelhandwerks und des ländlichen Raums einsetzte. "Alois Rainer kennt die Herausforderungen mittelständischer Betriebe aus eigener Erfahrung und begegnet ihnen mit hoher Glaubwürdigkeit und Augenmaß", sagte Weber.

Er habe sich stets dafür starkgemacht, traditionelle Handwerksberufe zu erhalten und ihnen auch in Zukunft gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu sichern. Besonders hervorzuheben sei sein konsequenter Einsatz für familiengeführte Unternehmen, regionale Wertschöpfungsketten und die Stärkung des ländlichen Raums.

Weber betonte, Rainer verstehe das Lebensmittelhandwerk als wichtigen Teil der kulturellen Identität Deutschlands und setze sich dafür ein, dessen Leistungen stärker sichtbar zu machen. "Mit seinem offenen Ohr für die Anliegen von Handwerk, Mittelstand und Ernährungswirtschaft ist Alois Rainer ein überzeugender Botschafter für eine Branche, die Verantwortung, Qualität und Heimatverbundenheit miteinander verbindet", so Weber weiter.

Die mehr als 1.400 Brauereien in Deutschland seien ein unverzichtbarer Partner der heimischen Landwirtschaft. Sie würden die Nachfrage nach wichtigen Agrarrohstoffen wie Braugerste und Hopfen sichern und zur Wertschöpfung in ländlichen Regionen beitragen. So befinde sich in der Hallertau in Oberbayern das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.

Brauerei Ustersbach Adolf Schmid ist "Brauerei des Jahres"

Im Rahmen des Deutschen Brauertages, der seit mehr als 150 Jahren stattfindet, wurden weitere Auszeichnungen an Brauerinnen und Brauer, an Brauereien und an Hopfenpflanzer verliehen.

Zu den wichtigsten Auszeichnungen des Abends gehörten die Bundesehrenpreise für Bier der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Mit dem Bundesehrenpreis in Gold und dem Titel "Brauerei des Jahres" wurde die Brauerei Ustersbach Adolf Schmid aus Ustersbach geehrt.

Der Bundesehrenpreis in Silber ging an die Privat-Brauerei Schmucker aus Mossautal. Die DLG-Bundesehrenpreise gelten als höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft.

Weitere Bundesehrenpreise:

  • Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid,
  • Waldhaus Schlossbrauerei Maxlrain, Tuntenhausen
  • Brauerei Ganter, Freiburg
  • Frankfurter Brauhaus, Frankfurt Oder
  • Privatbrauerei Ernst Barre,
  • Lübbecke Warsteiner Brauerei
  • Haus Cramer, Warstein
  • Flötzinger Brauerei Franz Steegmüller, Rosenheim
  • Privatbrauerei M.C. Wieninger, Teisendorf
  • Privatbrauerei Eichbaum, Mannheim
  • Hochdorfer Kronenbrauerei
  • Otto Haizmann, Nagold-Hochdorf

Internationale Anerkennung erhielten zudem mehrere Brauereien beim "World Beer Cup", einem der weltweit bedeutendsten Wettbewerbe für Bier, so der Verband. Alle Gewinnerbrauereien sind hier zu finden.

Als Deutschlands beste Auszubildende Brauerin und Mälzerin wurde Helene Vogel aus Hannover mit dem Ehrenpreis des Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bundes (DBMB) ausgezeichnet.

Gewürdigt wurden auf dem Brauertag auch die Leistungen deutscher Hopfenpflanzer. Mit dem Bundesehrenpreis für Hopfen, dem sogenannten "Hopfen-Champion", werden jährlich herausragende Betriebe ausgezeichnet, die sich durch Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationskraft hervortun.

Einen festen Platz beim Deutschen Brauertag haben inzwischen auch die Hobbybrauerinnen und Hobbybrauer. Ausgezeichnet wurden der Deutsche Meister der Hobbybrauer sowie die Deutschen Meister in der Kategorie Kreativbier, Jan Mordhorst aus Seevetal sowie Luise Redetzky und Gregor Gärtner aus Hannover.  

Quelle: Deutscher Brauer-Bund

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Text: / handwerksblatt.de

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