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HWK des Saarlandes | August 2026
Lossprechungsfeier in Saarbrücken
Ende August gab es für neue Gesellinnen und Gesellenin der Sparkassen-Filiale am Saarbrücker Neumarkt gleich mehrere Gründe zum Feiern.
"Damit die berufliche Bildung eine tragende Säule des Standorts bleibt, müssen die Lernorte modern und attraktiv sein und die Betriebe bei Kosten für die überbetrieblich Lehrlingsunterweisung unterstützt werden", fordert der ZDH. (Foto: © ZVDH)
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August 2026
Immer mehr Bildungsstätten des Handwerks werden renovierungsbedürftig. Der ZDH spricht von einem Investitionsstau und setzt sich dafür ein, dass die Fördermittel im Bundeshaushalt für 2027 nicht gekürzt werden.
Angesichts der Veränderungen des Arbeitsmarktes durch künstliche Intelligenz gewinnt die berufliche Bildung des Handwerks an Bedeutung. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) geht davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Gleiches gelte im Hinblick auf die notwendige Skalierung der Zulieferstrukturen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Die Berufsbildung des Handwerks sei dabei essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
"Damit die berufliche Bildung eine tragende Säule des Standorts bleibt, müssen die Lernorte modern und attraktiv sein und die Betriebe bei Kosten für die überbetrieblich Lehrlingsunterweisung unterstützt werden", fordert der ZDH. Dafür sei trotz der aktuellen haushaltspolitischen Sparzwänge mindestens eine mittelfristige Fortschreibung der Haushaltstitel auf dem Niveau von 2026 erforderlich. Die Modernisierung der Bildungsstätten des Handwerks spiele dafür eine entscheidende Rolle. Dafür gebe es Förderanzeigen für ein Investitionsvolumen von über 3,6 Milliarden Euro. Immer mehr Bildungsstätten würden renovierungsbedürftig.
Die Bundesregierung hat deswegen im Koalitionsvertrag verabredet, "den Investitionsstau in den Bildungsstätten mit einer verlässlichen Förderung lösen" zu wollen. Für das laufende Haushaltsjahr sieht das Bildungsministerium dafür Ausgaben in Höhe von 97 Millionen Euro vor. Das Wirtschaftsministerium hält 55 Millionen Euro vor. Für das kommende Jahr sind dort aber nur noch 47,8 Millionen Euro für Förderung der Modernisierung und der Ausstattung in den Bildungszentren vorgesehen. Das Bildungsministerium will wieder 97 Millionen Euro einsetzen.
"Diese Mittelansätze reichen nicht, um den Stau aufzulösen", so der ZDH. Der Verband fordert zunächst eine Aufstockung der Mittel für 2027 auf 55 Millionen Euro. Mittelfristig müssten die Fördergelder erhöht werden, auf 70 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 beim Wirtschafts- und auf 120 Millionen Euro beim Bildungsministerium. Bund und Länder können die Betriebe jeweils bis zu einem Drittel bei den Kosten der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung entlasten. Laut ZDH geschieht das aktuell aber nicht: der Bund und Länder förderten aktuell nur 23 Prozent statt der angedachten 33 Prozent.
Um diese Fehlentwicklung zu beheben, habe der Deutsche Bundestag die Bundeszuschüsse für das Jahr 2026 auf 90 Millionen Euro angehoben. Auch die Länder versuchten mehr Fördermittel zur Verfügung zu stellen. Allerdings habe das Wirtschaftsministerium seinen Ansatz für das nächste Jahr auf knapp 80 Millionen Euro abgesenkt. "Mit diesem Volumen wird eine dringend erforderliche Erhöhung der Förderpauschalen und damit eine entsprechende Entlastung der Betriebe von Kosten der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung nicht möglich. Auch die mittlerweile höheren Mittelansätze der Bundesländer können dann nicht fließen", so der ZDH. Für eine Entwicklung in Richtung ein Drittel der Bundesförderung müsse der Haushaltsansatz des Wirtschaftsministeriums für 2027 wieder bei 90 Millionen Euro liegen.
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