EU-Haushalt: KMU priorisieren
Im Europäischen Rat geht um den Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028. Das Handwerk fordert, die Stärkung der mittelständischen Wirtschaft dabei in den Mittelpunkt zu stellen.
Im Europäischen Rat diskutieren die Staats- und Regierungschefs auch über den EU-Haushalt ab dem Jahr 2028. Der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, weist auf die schwierige finanzielle Situation in den Mitgliedstaaten in: "Angesichts der angespannten Haushaltslage in den Mitgliedstaaten wird das Feilschen um den EU-Haushalt dieses Mal besonders schwierig. Es ist richtig, dass die EU versucht, Effizienzpotenziale zu heben und auch, dass im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen Wettbewerbsfähigkeit als klare Priorität verankert wird."
Holger Schwannecke Foto: © ZDH / Henning SchachtSchwannecke fordert eine gezielte Stärkung der Wirtschaft und besonders der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Die Wirtschaft müsse da gestärkt werden, wo der Wohlstandsgewinn, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Innovation stattfinden. "Handwerksbetriebe und KMU sind das Gros der Betriebe in Europa. Ohne sie wird es uns nicht gelingen, diese Europäische Union erfolgreich in die Zukunft zu führen. Es braucht feste Zusagen von Mitteln für KMU in allen Säulen des MFR und dessen Programmen."
Außerdem sei es wichtig, dass die Regionen bei der Vergabe der Mittel weiter beteiligt werden. Schwannecke: "Dort sitzt das Know-how, wie die Mittel am besten investiert werden müssen, um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen. Wir brauchen einen Rechtsrahmen, der es starken wie schwächeren Regionen ermöglicht, eigenständig mit einem substanziellen Anteil der Kohäsionsmittel zu planen. Dieser Rat muss ein Meilenstein auf dem Weg zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen werden. Gerade weil alle Programme neu strukturiert werden, muss bis Ende dieses Jahres eine Einigung stehen." Ein Scheitern würde die Betriebe verunsichern.
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Text:
Lars Otten /
handwerksblatt.de
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