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HWK des Saarlandes | August 2026
Tag des Handwerks am 17. September
Der Tag des Handwerks findet in diesem Jahr am 17. September auf dem Saarbrücker Schlossplatz statt.
Künftig entfällt die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen mit einer Leistung von unter 50 Kilowatt. (Foto: © anweber/123RF.com)
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August 2026
Die Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen soll im neuen EEG abgeschafft werden. Das Handwerk sieht das kritisch und fordert verlässliche Mechanismen für einen funktionierenden Markt.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 9. Juli 2026 einen Referentenentwurf für eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) veröffentlicht.
Ein wesentlicher Aspekt des Entwurfs ist die geplante Neuausrichtung der Förderung für neue Aufdach-Photovoltaikanlagen (PV). Nach den vorgeschlagenen Regelungen entfällt die übliche Einspeisevergütung für neue Anlagen mit einer installierten Leistung von unter 50 Kilowatt grundsätzlich.
Der Entwurf sieht eine Stärkung der Direktvermarktung und marktlichen Integration auch kleiner Photovoltaikanlagen vor. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob rechtzeitig einfach nutzbare, wirtschaftlich tragfähige und flächendeckend verfügbare Vermarktungsangebote entwickelt werden.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erkennt positiv an, dass der aktuelle Entwurf Übergangsregelungen vorsieht. Dennoch kritisiert der Verband, dass die Abschaffung der bisherigen Förderung für kleine neue PV-Anlagen aus Sicht des Handwerks zu früh erfolgt.
Der ZDH fordert, die Einspeisevergütung für Anlagen unter 25 Kilowatt-Peak zu erhalten oder zumindest einen verlässlichen Auffangmechanismus einzuführen, solange kein funktionierender Massenmarkt für kleine Direktvermarktung existiert. Zudem bewertet der Verband die vorgesehene Übergangszahlung für viele Projekte als wirtschaftlich nicht tragfähig. Sie bietet nach Meinung des Handwerks nicht die nötige Planungs- und Investitionssicherheit.
Darüber hinaus warnt der ZDH vor zusätzlichen Beratungs- und Haftungsrisiken für Handwerksbetriebe. Es sei notwendig, klare und praxistaugliche Abgrenzungen der Verantwortlichkeiten zwischen Errichtern, Anlagenbetreibern, Netzbetreibern und Direktvermarktern festzulegen.
Auch der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) bewertet zentrale Punkte des Referentenentwurfs zur EEG-Novelle kritisch. Insbesondere die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleinere Photovoltaik-Anlagen sowie ein Zwang zur Direktvermarktung könnten nach Einschätzung des Verbandes zu einem deutlichen Markteinbruch führen. Stattdessen fordert der ZVEH verlässliche Rahmenbedingungen, praxistaugliche Marktmodelle sowie einen beschleunigten Ausbau von Netzen, Speichern und Smart Metern.
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