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HWK Koblenz | Juli 2026
Stipendien: Gebäudeenergieberater
Bewerbungen für Teilnehmer aus dem Kreis Altenkirchen sind ab sofort möglich. Der Lehrgang beginnt am 4. September 2026.
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Juli 2026
Martinique ist ein französisches Überseegebiet und gehört zur EU. Ausgestattet mit einem großen kulturellen Erbe, vereint die Insel karibisches Flair mit dem französischen Laissez-faire. Ein weiteres Plus: Für die Einreise reicht der Personalausweis. Bezahlt wird in Euro.
Im Anflug auf den Flughafen Martinique Aimé Césaire fällt als Erstes die üppig grüne und hügelige Silhouette der Insel auf. Umgeben von tiefblauen bis türkisfarbenen Meer, liegt Martinique zwischen den karibischen Inseln Dominica und St. Lucia. Ein lauer Abendwind begrüßt die Gäste und verspricht für die nächsten Tage ein karibischen Inselflair mit blauem Himmel, angenehmen Temperaturen, herrlichen Sandstränden und einer schmackhaften kreolischen Küche.
Wie sehr die Kulinarik wieder von den Ursprüngen des Eilandes beeinflusst ist, zeigt sich klar und deutlich bei einem Rundgang mit Tété Dwèt in der Hauptstadt Fort-de-France. Übersetzt bedeutet es so viel, wie "den Finger abschlecken". Firmengründerin Madly Schenin-King ist auf Martinique geboren und ein echter Foodie. Aufgewachsen mit den lokalen Gerichten ihrer Mutter und Großmutter, möchte sie den Besuchern die Küche durch lockere, unterhaltsame Touren näherbringen.
"Viele Gerichte zeichnen sich durch eine Mischung verschiedener Kulturen aus. Die Ureinwohner haben die Jamwurzel entdeckt. Die Arawak- und Kalinago-Indianer wussten einen Weg, um den Pflanzen das Gift zu entziehen. Die Südamerikaner brachten die Süßkartoffel mit. Afrikaner, Spanier, Portugiesen, aber vor allem die Franzosen brachten schließlich die europäischen Einflüsse nach Martinique.
Zu den bekanntesten Vorspeisen gehört die mit Muskat, Nelken und Chilli verfeinerte Boudin Créole, eine kreolische Blutwurst, die bei den Vorspeisen einen Stammplatz hat. Auch am Kabeljau kommt man in der martinikanischen Küche nicht vorbei. Die "Accras de morue" sind kleine, knusprige Stockfisch-Krapfen. Verfeinert mit Kräutern und Gewürzen ein Muss auf jeder Speisekarte. Wie auch ein Colombo de poulét. Das Hähnchencurry wird mit dem goldgelben Nationalgewürz zubereitet. Im Aussehen erinnert Colombo an ein Currypulver, wird im Geschmack aber als milder beschrieben.
Eine große Auswahl des Gewürzes in kleinen bis riesigen Beuteln wie auch andere kreolische Produkte bietet der im Zentrum von Fort-de-France gelegene historische Markt "Marché aux épices". Von dienstags bis samstags sind es vorwiegend Frauen, die hier Gewürze, Früchte und die für Martinique typischen Heilkräuter verkaufen. Die sogenannten "Rimèd razié" sollen bei Erkältungen, Atemwegsbeschwerden oder Müdigkeit helfen.
Bei einem Besuch in den verschiedenen Restaurants der Insel zeigt sich zudem, dass ein Teller nicht nur mit einem Gericht, sondern meistens auch mit einer Geschichte serviert wird. Es ist vor allem die junge Generation, die sich auf die Wurzeln der Insel-Küche zurückbesinnt. Denn Martinique hat aktuell ein Problem. Zu viele Einwohner wenden sich dem Fast Food zu. Die Folge: Viele Insulaner erkranken an Diabetes.
Vladimir Francois-Maikoouva wurde von der Kochkunst seiner Familie geprägt. In seinem Restaurant Ginger in Fort-de-France bietet der Chefkoch eine moderne martinikanische Küche mit französischen und asiatischen Elementen. Zuvor hatte der 39-Jährige bei namhaften Küchenchefs in Paris gearbeitet. Im Hotel "La Pagerie" in Les Troisilets verbindet Köchin Coralie Thomas ihre Küche mit einheimischen Produkten und französischen Elementen.
Eine besondere Spezialität wartet auf die Besucher im "Carte Blanche" von Harold Jeanville. Hier ist der Name Programm. Eine Speisekarte gibt es nicht. Der Koch entscheidet täglich, was auf den Tisch kommt. Zubereitet wird nur, was tagesfrisch auf den Märkten angeboten wird. Ein erlebnisvolles kulinarisches Naturkonzept bietet Sterelle Félix-Theodose. Ihr Restaurant "Le Potager des Mornes" liegt in der Gemeinde Saint-Jospeh. Eingebettet in eine üppig grüne Landschaft, steht die Chefköchin seit 2025 jeweils samstags in der offenen Küche.
Ohne Stromnetz liefern Solarzellen den Strom. Während das Rauschen des nahegelegenen Flusses die Gäste in eine glückliche Stimmung versetzt, bereitet die 33-Jährige in dem "Koko Neg" ihre Speisen auf einer offenen Flamme zu. Der Topf aus gebranntem Ton gehört zum Erbe der kreolischen Küche, wie auch die saisonalen Zutaten, die im nahe gelegenen Garten angebaut werden. Ein kulinarisches Refugium, das erdet.
Rum gehört zu Martinique wie der Wein zu Frankreich. Einst verarbeiteten über einhundert Destillerien das angebaute Zuckerrohr in frisch bis fruchtig schmeckenden Rum. Durch den Vulkanausbruch des Montagne Pelée und die damit verbundenen wirtschaftlichen Veränderungen sind heute noch zehn bis fünfzehn Destillerien aktiv tätig. Zu den bekanntesten zählen Saint James und die Habitation Saint-Étienne, kurz HSE.
Martinique ist auch die Heimat des bekannten Rum Agricole. Bei dem Verfahren wird der Rum aus frischem Zuckerrohrsaft hergestellt und nicht aus einer Melasse. Das Zuckerrohr wird nach der Ernte sofort gepresst. Kenner sprechen davon, dass der Rum AOC frischer, grasiger und trockener schmeckt mit Noten aus Zitrusfrüchten oder tropischen Früchten. Bei einem Rundgang mit Kostproben können sich Rum-Liebhaber gleich vor Ort von diesem besonderen Geschmack überzeugen.
Mit dieser abwechslungsreichen Küche, der Fülle von Aromen und der Begeisterungsfähigkeit der Menschen, bietet Martinique eine harmonische Kombination aus einem kulinarischen Erbe. Eingebettet in eine bezaubernde Landschaft, bestehend aus dem karibischen Meer, grünen Tälern und tropischen Regenwäldern verbindet Martinique karibische Leichtigkeit mit französischem Flair. Bon vwayaj! Gute Reise!
Distillerie HSE
Führung mit Verkostung: rhum-hse.com
Rummuseum und Distellerie Saint-James
Saint-James ist eine Institution. Die Brennerei Saint-James, die 1765 auf den Höhen von Saint-Pierre gegründet wurde, ist die älteste auf Martinique. Sie überstand den Ausbruch des Mont Pelée im Jahr 1902 und ist heute in Sainte-Marie ansässig. Hier wird weiterhin der AOC Rum produziert. Nach einem Besuch des angrenzenden Museums gehört eine Verkostung zum Programm.
rhum-saintjames.com
La Ferme bio de Tonton Léon
Der Bio-Bauernhof "Ferme bio de Tonton Léon" liegt in Fonds-Saint-Denis (Morne des Cadets) auf Martinique und wird von Léon Tisgra geleitet. Er gilt als einer der ersten Bio-Landwirt der Insel. Der Hof bietet lokale Gemüseprodukte an. Zudem stehen gemütlich eingerichtete Ferienwohnungen zur Verfügung. Das "Hameau du Morne des Cadets" bietet neben den Übernachtungsmöglichkeiten die Möglichkeit, die frischen Produkte direkt zu genießen. Neben geführten Touren auf dem Gelände bietet Tonton Léon einen atemberaubenden Blick auf den Vulkan Montagne Pelée bieten.
lehameaudumornedescadets.fr
Tété Dwèt – Kulinarische Tour L’incontournable
Bei den Führungen treffen Gäste Gastronomen, Handwerker und Händler. Neben vielen interessanten Informationen über die Küche Martiniques bietet das Programm selbstverständlich viele kulinarische Genüsse an.
tetedwet.com
Kaffeerösterei Luigi Germany
Luigi Germany ist ein Barista und handwerklich arbeitender Kaffeeröster. Die Kaffeemarke Luigi Caffè und das Kaffee-Erlebnis La Réminiscence betreibt er in einer Garage. Ein Erlebnis der besonderen Art. Die liebevoll eingerichtete Rösterei im Stil der 50er-Jahre ist ein kleines Refugium für jeden Kaffeeliebhaber.
Anfragen über seinen Instagramkanal
instagram.com/luigi.germany
Bananenmuseum
Das Bananenmuseum (Musée de la Banane) in Sainte-Marie ist ein vier Hektar großes Freilichtmuseum. Es bietet eine interaktive Ausstellung zur Geschichte und Botanik der Banane. Auf dem weitläufigen Gelände sind über 60 Bananensorten angebaut. Neben einer Verkostung gibt es ein Restaurant.
museedelabanane.fr
Übernachtung im Hotel CourbarilDas 4-Sterne-Courbaril Hôtel (oder Courbaril Village/Résidence) liegt im beliebten Ferienort Les Trois-Îlets. Die Anlage befindet sich direkt an der Bucht Anse à l’Âne: Bis zum feinsandigen Strand sind es nur einhundert Meter. In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Le Potager des Mornes von Chefköchin Sterelle
Buchungen und Anfragen über den Instagram-Kanal
O Ti Zar
O Ti Zandoli, oder auch O'Ti Zandoli, ist ein modernes Restaurant. Eingebettet im 5-Sterne-Hotel La Suite Villa in den Hügeln von Les Trois-Îlets wird das Restaurant Chefkoch Julien Fournet geleitet. Im Angebot ist eine raffinierte Fusion-Küche, die französische Gastronomie mit frischen, lokalen karibischen Produkten verbindet. Bei einem gemütlichen Essen können Gäste auf die buch von Fort-de-France schauen.
Restaurant Ginger
Das Restaurant Ginger von Vladimir Francois bietet ein innovatives Konzept der französisch-asiatischen "Bistronomie". eingebettet hoch oben über der Hauptstadt. Dieses Konzept bietet die hohe Kochkunst einer Gourmetküche mit einer ungezwungenen, lockeren Atmosphäre eines Bistros.
La Pitaya mit Chefköchin Coralie Thomas
Das Restaurant "Le Pitaya" heißt sowohl Hotelgäste als auch externe Gäste in einem Ambiente willkommen, das den Blick zum Garten wie auch zum Swimmingpool hin öffnet. Die bistronomische Küche mit ihren kreolisch inspirierten Aromen ist eine Einladung zum Reisen.
Restaurant Carte Blance by Harold
Das Restaurant in Les Trois-Îlets bietet eine kreative Fusionsküche, die traditionelle kreolische Aromen mit moderner französischer Gastronomie verbindet. Das Konzept basiert auf tagesfrischen Produkten, weshalb es keine feste Speisekarte gibt. Stattdessen werden Überraschungsmenüs mit 4 bis 6 Gängen serviert.
Mehr Informationen.
Le M von Chef Kévin Julians
Kevin Julians wächst in Lamentin auf, wo er von klein auf den Geschmack Martiniques kennenlernt. Nach seiner Zeit beim Militär bot sich ihm die Möglichkeit, mehrere Jahre mit Küchenchef Marcel Ravin zusammenzuarbeiten. Im Restaurant M in dem Hotel La Suite Villa direkt am Strand von Sainte-Anne bietet er eine faszinierende Mischung aus martinikanischen Elementen und der französischen Küche an.
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