Im Handwerksbericht gibt die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Überblick über ihre Unterstützung des Handwerks mit direkten Förderprogrammen und indirekten für den Mittelstand entwickelte Maßnahmen.

Im Handwerksbericht gibt die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Überblick über ihre Unterstützung des Handwerks mit direkten Förderprogrammen und indirekten für den Mittelstand entwickelte Maßnahmen. (Foto: © chelovek/123RF.com)

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Landesregierung legt Handwerksbericht vor

Die Förderung des Handwerks in NRW ist in den Jahren 2024 und 2025 um 55 gestiegen. Das gibt die Landesregierung in ihrem Handwerksbericht für die vergangenen zwei Jahre an.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ihren Handwerksbericht für die Jahre 2024 und 2025 veröffentlicht. Im Handwerksbericht gibt sie einen Überblick über ihre Unterstützung des Handwerks mit direkten Förderprogrammen und indirekten für den Mittelstand entwickelte Maßnahmen. Der erste Bericht dieser Art erschien im Jahr 2015.

Die im Bericht beschriebenen Maßnahmen sind in sieben Handlungsfelder unterteilt. Zusätzlich unterscheidet die Landesregierung Maßnahmen mit Blick auf ihre Adressaten, der Bestimmbarkeit des Förderbetrages und ihrer finanzwirtschaftlichen Relevanz drei Kategorien.

Handlungsfelder und KategorienSieben Handlungsfelder:
Gründungen, Übernahmen und Unternehmensführung; Qualifizierung und Fachkräftesicherung; Innovation und Technologietransfer, Digitalisierung und Cybersicherheit; Ressourcen- und Energieeffizienz, Klimaschutz; Förderung des Ehrenamts im Handwerk und Image; Institutionelle Förderung und sonstige Maßnahmen.

Drei Kategorien:
Kategorie A: Maßnahmen, die sich unmittelbar an das Handwerk oder insgesamt an den Mittelstand richteten und bei denen der auf das Handwerk entfallende Förderbetrag konkret ermittelt werden konnte.
Kategorie B: Maßnahmen, die sich insgesamt an den Mittelstand richteten, bei denen der auf das Handwerk entfallende Förderbetrag aber nicht genau ermittelt werden konnte.
Kategorie C: Maßnahmen für beziehungsweise mit dem Handwerk, die aber keine finanzwirtschaftliche Relevanz in Form von Zuschüssen entwickelten und für die Haushaltsmittel des Landes in der Regel nicht gesondert ausgewiesen waren. 

Das Land NRW, der Bund und die EU haben das nordrhein-westfälische Handwerk in den vergangenen zwei Jahren mit 25 Maßnahmen unterstützt. Dafür sind fast 283 Millionen Euro bereitgestellt worden. Der Anteil des Landes NRW lag hierbei bei mehr als 116 Millionen Euro. Das ist laut Bericht eine Steigerung von etwa 55 Prozent gegenüber der vergangenen Berichtsperiode.

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In der Kategorie A wurden Fördermittel in Höhe von knapp 283 Millionen Euro (rund 144,7 Millionen Euro in 2024 plus etwa 138,2 Millionen in 2025) zur Verfügung gestellt. In der Kategorie B flossen etwa 76,7 Millionen Euro im Jahr 2024 und rund 157,5 Millionen 2025 – zusammen mehr als 234 Millionen Euro. Der Bericht erfasst auch elf Maßnahmen, die entweder keine Förderung des Handwerks im Sinne einer Zuschussgewährung sind oder für die Haushaltsmittel nicht gesondert ausgewiesen wurden (Kategorie C).

Fördermittel Land, EU, Bund nach Jahren und Kategorie

  2022 2023 2024 2025 Vergleich 22 zu 24 Vergleich 23 zu 25 Summe 22+23 Summe 24+25 Vergleich gesamt
Kategorie A 80,8 Mio. Euro 101,9 Mio. Euro 144,7 Mio. Euro 138,2 Mio. Euro 79,1% 35,6% 182,7 Mio. Euro 282,9 Mio. Euro 54,8%
Kategorie B 159,2 Mio. Euro 253,9 Mio. Euro 76,7 Mio. Euro 157,5 Mio. Euro -51,8% -38,0% 413,1 Mio. Euro 234,2 Mio. Euro -43,3%

Der größte Teil der bereitgestellten Mittel in der Kategorie A floss in den Jahren 2024 und 2025 mit jeweils etwa 85 Prozent in Maßnahmen des Handlungsfelds Qualifizierung und Fachkräftesicherung. Die Fördergelder in Kategorie wurden zu großen Teilen in den Handlungsfeldern Qualifizierung und Fachkräftesicherung (etwa 43,4 Prozent) und Ressourcen- und Energieeffizienz, Klimaschutz (etwa 49,5 Prozent) eingesetzt.

"Der aktuelle Handwerksbericht zeigt: Die Landesregierung investiert ressortübergreifend mit verschiedenen Instrumenten konsequent in Gründungen, Betriebsnachfolgen, Qualifizierung und die Transformation im Handwerk. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Potenziale zu heben und den handwerklichen Mittelstand mit seiner Bedeutung für regionale Wertschöpfung, Beschäftigung und Ausbildung zu stärken", erklärt Andreas Ehlert.

Gezielte Förderung und mittelstandsfreundliches Umfeld

HandwerksberichtLesen Sie hier den ausführlichen Handwerksbericht der Landesregierung.Besonders der Modernisierungspakt II für überbetriebliche Bildungsstätten sei ein wichtiger Baustein für eine moderne und zukunftssichere Ausbildung im Handwerk, so der Präsident von Handwerk.NRW. "Gleichzeitig gilt: Eine wirksame Handwerkspolitik braucht neben gezielter Förderung vor allem auch ein mittelstandsfreundliches Umfeld mit guten Standortbedingungen."

Dazu gehörten eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie ein konsequenter Abbau bürokratischer Belastungen. "Das auf den Weg gebrachte Entlastungspaket der Landesregierung mit der weitgehenden Abschaffung von Berichts- und Dokumentationspflichten ist deshalb ein wichtiges Signal", sagt Ehlert.

"Handwerk ist Möglichmacher"

Das Land NRW sei ein verlässlicher Partner des Handwerks, betont Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). Denn das Handwerk sei Möglichmacher der größten Zukunftsaufgaben und unverzichtbar für ein innovatives, wirtschaftlich starkes und klimaneutrales Nordrhein-Westfalen. "Ohne Handwerk keine energetische Gebäudesanierung, kein Ausbau Erneuerbarer Energien, kein modernes Zuhause, keine ausgebildeten Fachkräfte von morgen Deshalb unterstützen wir unsere Handwerksbetriebe gezielt dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben, Innovationen voranzutreiben und weiter auszubilden."

Handwerker seien für die Wirtschaft und das Gemeinwohl unverzichtbar, sagt auch Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). "Sie bauen unsere Häuser, reparieren unsere Heizungen und warten wichtige technische Anlage. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel im Handwerk eine besondere Herausforderung, daher ist es wichtiger denn je, jungen Menschen Einblicke in die Handwerksberufe zu ermöglichen. Handwerksbetriebe stellen hier den größten Anteil an Praktikumsplätzen bereit. Ausbildungsbetriebe müssen wir gezielt stärken."

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Text: / handwerksblatt.de

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