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HWK des Saarlandes | Mai 2026
Anlaufstelle für zirkuläres Bauen
Das Wirtschaftsministerium fördert die Handwerkskammer des Saarlandes mit rund 155.000 Euro beim Aufbau einer Beratungs- und Servicestelle für zirkuläres Bauen.
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ist jetzt Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus in Baden-Württemberg. (Foto: © Katja Bartolec)
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Mai 2026
Zum Start der neuen Landesregierung: Baden-Württemberg hat jetzt als einziges Bundesland das Handwerk im Titel eines Ministeriums verankert. "Das ist ein Kompass für die nächste Legislatur", so Handwerk BW.
Das Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg trägt seit dem 13. Mai 2026 offiziell den Titel "Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus". In der vorherigen Legislaturperiode lautete die offizielle Bezeichnung noch "Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus". Ministerin ist Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.
Die offizielle Umbenennung erfolgte mit dem Amtsantritt der neuen Landesregierung. Man wolle die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks als zentrale Säule des Mittelstands stärker sichtbar machen, so die Begründung. In keinem anderen Bundesland gibt es das aktuell. Die Wirtschaftsministerien sind zwar auch für das Handwerk zuständig, haben dafür teilweise auch eigene Abteilungen (etwa in Nordrhein-Westfalen), tragen das aber nicht explizit im Namen.
Von der Namensänderung abgesehen ist das Handwerk im Land auch sonst mit dem Start der neuen grün-schwarzen Landesregierung zufrieden. Mit ihrem Koalitionsvertrag setze sie ein "starkes Signal für wirtschaftliche Vernunft, Modernisierung und mehr Vertrauen in Betriebe und Mittelstand", so Handwerk BW (Baden-Württembergischer Handwerkstag).
"Der Koalitionsvertrag zeigt an vielen Stellen, dass die Anliegen des Handwerks und des Mittelstands ernst genommen wurden", erklärt Handwerk BW-Präsident Rainer Reichhold. Viele Vorschläge aus dem Forderungskatalog "26 für 26" des Handwerks habe man aufgegriffen – von der Verdopplung der Meisterprämie über den Bürokratieabbau bis zur Stärkung der beruflichen Bildung.
Für das Handwerk in Baden-Württemberg ist das ein wichtiges Zeichen des Aufbruchs und der Verlässlichkeit. Der Vertrag setze wichtige Schwerpunkte. "Die Verankerung des Begriffs Handwerk im Titel des Wirtschaftsministeriums ist hoffentlich mehr als nur ein neues Klingelschild, sondern ein Kompass für die nächste Legislatur", betont der Verbandspräsident.
Besonders positiv bewertet Handwerk BW die klaren Aussagen zum Abbau von Berichtspflichten, zur Beschleunigung von Genehmigungen und zur Digitalisierung der Verwaltung. Auch die Zusage, auf zusätzliches "Gold-Plating" bei der Umsetzung von Bundes- und EU-Vorgaben zu verzichten, sei eine gute Nachricht für die Betriebe im Land.
"Viele Formulierungen und Zielsetzungen greifen zentrale Forderungen auf, die das Handwerk in den vergangenen Monaten sehr deutlich formuliert hat", so Reichhold. Dass der Koalitionsvertrag explizit den vom Handwerk vorgeschlagenen Modernisierungspakt für berufliche Bildungsstätten erwähne, sei ein weiterer Beweis für die Wertschätzung der täglichen Arbeit, die im Handwerk für die Fachkräftesicherung geleistet wird.
Positiv bewertet der Verband zudem die klare mittelstandsorientierte Ausrichtung des Vertrags. Die Verstetigung des Programms "Horizont Handwerk" sowie die angekündigte Verdoppelung der Meisterprämie auf 3.000 Euro seien konkrete und praxisnahe Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts.
Auch der geplante Ausbau der Nachfolgeprogramme stimmt das Handwerk optimistisch. "Der Vertrag vermittelt an vielen Stellen den Willen, Probleme pragmatisch zu lösen und wirtschaftliche Dynamik wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen", betont Reichhold. "Jetzt kommt es darauf an, die angekündigten Maßnahmen zügig und praxistauglich umzusetzen. Der Start scheint geglückt."
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