Die berufliche Ausbildung eröffne jungen Menschen vielfältige Chancen: Sie stärke die persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Perspektiven.

Die berufliche Ausbildung eröffne jungen Menschen vielfältige Chancen: Sie stärke die persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Perspektiven. (Foto: © maridav/123RF.com)

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Ausbildungskonsens: Fachkräftesicherung steht im Vordergrund

Die Vertreter des Ausbildungskonsenses NRW haben dazu aufgerufen, sich für die Fachkräftesicherung durch berufliche Ausbildung einzusetzen. Sie bleibe ein wichtiger Pfeiler für wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität.

Beim Spitzengespräch der Vertreter des Ausbildungskonsenses in Nordrhein-Westfalen haben die Partner angesichts wirtschaftlicher, demografischer und technologischer Veränderungen dazu aufgerufen, die Fachkräftesicherung durch die berufliche Ausbildung entschlossen voranzutreiben. Dabei stünden Ausbildungsunternehmen nicht allein: Bund, Land, Kommunen, und Wirtschafts- und Sozialpartner unterstützten die Betriebe mit abgestimmte Förder- und Unterstützungsangebote, um jungen Menschen den Zugang zu hochwertiger Ausbildung zu erleichtern und Betriebe während der Ausbildung zu stärken.

Diese Angebote sollen noch stärker kommuniziert, genutzt und praxisnah weiterentwickelt werden. Die berufliche Ausbildung bleibe ein zentraler Pfeiler für wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität. Die aktuellen Herausforderungen stellten sowohl Unternehmen als auch Berufskollegs und Fachkräfte vor wachsende Anforderungen. Gleichzeitig eröffne die berufliche Ausbildung jungen Menschen vielfältige Chancen: Sie stärke die persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Perspektiven.

Stimmen zum Ausbildungskonsens NRW:

"In Zeiten, in denen die Möglichkeiten der KI viele traditionelle Büro-Jobs in Frage stellen, ist eine Ausbildung im Handwerk eine echte Wertanlage für die Zukunft – insbesondere für all diejenigen, die als Gründer oder Übernehmer Lust auf Selbständigkeit haben. Mittelständi-sches Unternehmertum ist eine Karriereperspektive, für die wir bei jungen Menschen in Schule und Ausbildung gerade jetzt werben sollten."
Andreas Ehlert, Präsident von Handwerk.NRW

"Der Anstieg der Bewerberinnen und Bewerber in diesem Jahr ist eine echte Chance für das Handwerk: Mehr Handwerksbetriebe finden dadurch interessierte und geeignete Auszubildende, um ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Das Handwerk steht für Berufe mit Zukunft: krisenfest, sinnstiftend und weniger stark automatisierbar als andere Branchen. Und gerade in den vielen kleinen Unternehmen lernen junge Menschen besonders viel, da sie von Anfang an in den kompletten Arbeitsprozess eingebunden werden – sie wachsen mit Verantwortung, lernen Zusammen-hänge und entwickeln Fähigkeiten, die ein Leben lang tragen."
Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags

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"Seit über 25 Jahren arbeiten Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften beim Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen eng zusammen, um jungen Menschen erstklassige Perspektiven zu eröffnen. Unser gemeinsames Ziel bleibt, Wohlstand und soziale Sicherheit dauerhaft zu sichern. Dafür brauchen wir motivierte Fachkräfte, die neugierig sind und anpacken wollen. Ihr Know-how und ihre Innovationskraft bilden das Fundament unserer Wettbewerbsfähigkeit. Eine gute Ausbildung ist und bleibt der entscheidende Schlüssel – für die Stärke unseres Standortes ebenso wie für den Einzelnen, für einen sicheren Arbeitsplatz und ein selbstbestimmtes Leben."
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU)

"Berufliche Ausbildung bietet jungen Menschen echte Chancen und stärkt zugleich mittel- und langfristig unseren Wirtschaftsstandort. Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten gilt es, auszubilden und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Mit den Angeboten zur Beruflichen Orientierung und Übergangsgestaltung der Landesinitiative 'Kein Abschluss ohne Anschluss', den 240 Coaches und Übergangslotsen aus dem Landesprogramm 'Ausbildungswege NRW' und dem Werkstattjahr NRW stellt das Land wichtige Unterstützung für einen erfolgreichen Berufseinstieg bereit. Zusätzlich erhöhen wir die Attraktivität und Qualität der dualen Ausbildung durch die Förderung der Überbetrieblichen Lehrgänge, der Modernisierung Überbetrieblicher Bildungsstätten und der Meisterprämie für die Ausbilderinnen und Ausbilder von morgen."
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

"In Zeiten von Unsicherheit und Wandel suchen viele junge Menschen nach Orientierung und einer klaren Perspektive für ihre Zukunft. Umso ermutigender ist das klare, positive Signal des Spitzengesprächs Ausbildungskonsens. Junge und mutige Auszubildende, Praktikerinnen und Praktiker beweisen, wie viel Potenzial in der beruflichen Ausbildung steckt. Als Landesregierung stärken wir die berufliche Ausbildung – weil sie Sicherheit bietet, unsere Wirtschaft voranbringt und jungen Menschen echte Chancen für ihre Zukunft eröffnet. Ich meine es ernst mit der Generationengerechtigkeit."
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne)

"Unser Talentscouting-Programm ist ein starker Partner für junge Menschen, den für sie passenden Bildungsweg zu finden. Talentscouts entdecken außergewöhnliche Leistungen innerhalb und außerhalb von Schule und fördern da, wo zu Hause nicht ausreichend unterstützt wird. Sie ermutigen Schulabgänger, ihre Ausbildung zielstrebig zu verfolgen und helfen bei der beruflichen Orientierung. Das Land hat das Programm noch einmal ausgeweitet, so dass 125 Talentscouts bis zu 670 Partnerschulen und 30.000 Schülerinnen und Schüler betreuen. Nordrhein-Westfalen setzt mit diesem begleitenden Beratungsangebot Maßstäbe in der Talentförderung. Inzwischen sind auch in Berlin, Hessen und Schleswig-Holstein und sogar in Innsbruck Talentscouting-Programme nach nordrhein-westfälischem Vorbild gestartet."
Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU)

"Eine Ausbildung ist für viele junge Menschen eine verlässliche Chance auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Schule hat die Aufgabe, die fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Der Schulkompass NRW 2030 ist dafür die Klammer. Mit Angeboten zur Beruflichen Orientierung im Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen wir junge Menschen. Dabei sollen die Jugendlichen ihre Stärken entdecken und Praxiserfahrungen sammeln, damit der Einstieg in Ausbildung gelingt. Gemeinsam mit unseren Partnern im Ausbildungskonsens setzen wir uns dafür ein, dass kein junger Mensch auf diesem Weg verloren geht."
Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU)

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Text: / handwerksblatt.de

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