Torsten Uhlig, Vorsitzender der Vorstände (CEO) der Signal Iduna Gruppe, bei der Bilanzpressekonferenz 2026 in Hamburg.

Torsten Uhlig, Vorsitzender der Vorstände (CEO) der Signal Iduna Gruppe, bei der Bilanzpressekonferenz 2026 in Hamburg. (Foto: © Signal Iduna)

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Signal Iduna schafft erneut Rekordergebnis

Trotz eines schwierigen Umfelds steigerte der Handwerksversicherer sein Vertriebsergebnis auf über 405 Millionen Euro.

Premiere für Torsten Uhlig in Hamburg: Erstmals präsentierte der Vorsitzende der Vorstände der Signal Iduna Gruppe die Ergebnisse – er hatte 2025 erst nach der Bilanzpressekonferenz seinen Vorgänger Ulrich Leitermann abgelöst und zeigte sich mehr als zufrieden. "In einem unverändert anspruchsvollen Marktumfeld haben wir unseren Wachstumskurs fortgesetzt und gleichzeitig unsere Ergebnisqualität stabilisiert", erklärte Torsten Uhlig. "2025 war ein gutes Geschäftsjahr für die Signal Iduna Gruppe, wir liegen mit der Entwicklung genau im Plan."

Das belegen die Zahlen: Mit einem Jahresbeitrag von 405 Millionen Euro schaffte der Versicherer erstmals den Sprung über die 400-Millionen-Grenze und schaffte damit erneut einen Rekord. Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen um 3,1 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro, denen ein Schadenaufwand von 6,25 Milliarden gegenübersteht. Dieser Wert war gegenüber 2024 leicht gesunken, liegt aber immer noch über dem Planwert der Strategie "Momentum 2030" von 6,14 Milliarden Euro.

Eigenverantwortung fördern

Gleichzeitig nutzte Uhlig die Pressekonferenz, um gerade aus der Politik mehr Maßnahmen zu fordern, die die Eigenverantwortung stärken. "Der Staat sollte den Rahmen setzen, aber Freiraum für private Solidargemeinschaften lassen, um die Eigenverantwortung zu fördern", sagte er und widersprach staatlichen Pflichtlösungen. Beispiele seien für ihn die betriebliche Altersvorsorge, aber auch die Absicherung gegen Naturgefahren sowie das Gesundheitssystem, und er nannte Pflichtversicherungen einen "falschen Weg". Bei der bAV beispielsweise koste eine Pflichtvorsorge den Spielraum für individuelle, passgenaue Lösungen, bei den Elementarschadenversicherungen plädierte er für ein verbindliches Opting-out-Modell. Mit Blick auf die Reform der Altersvorsorge sieht Uhlig sein Unternehmen gut aufgestellt: "Wir stehen mit unserem Vertrieb parat, wenn die Reform zum 1. Januar 2027 kommt."

Bei der Signal Iduna lagen die Nettoerträge aus Kapitalanlagen mit 1,55 Milliarden Euro leicht unter dem Niveau. Die Kapitalanlagen und Assets under Management stiegen von 109 Milliarden Euro auf 113,9 Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl blieb mit etwas mehr als 11.000 Beschäftigten stabil. Hier freut sich Uhlig, dass im vergangenen Jahr die KI erfolgreich ausgerollt werden konnte. Signal Iduna hatte als Pionier flächendeckend Gemini Enterprise (intern "CoSi") eingeführt. Mit hoher Nutzungsakzeptanz und dem Einsatz von Agenten optimiert die Signal Iduna Prozesse und erzielt Effizienzgewinne. Die strategische Partnerschaft mit Google sei hierbei ein zentraler Vorteil.

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Die Aussichten für das laufende Jahr sehen auch gut aus: Im ersten Jahr steigen die Beitragseinnahmen bereits deutlich und lagen bei 2,41 Milliarden Euro – ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Text: / handwerksblatt.de

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