CO₂-Preis nicht weiter anheben
Der ZDK fordert von der Bundesregierung, die Spritpreise stabil zu halten. Dazu soll sie auf Erhöhungen des CO₂-Preises verzichten, um die Verbraucher zu entlasten.
Nach Auslaufen des Tankrabatts sind die Kraftstoffpreise wieder stark gestiegen. Mit Blick auf die steigenden Kosten fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Bundesregierung auf, den CO2-Preis nicht weiter anzuheben, um die Verbraucher zu entlasten. Die mit der CO2-Bepreisung beabsichtigte Lenkungswirkung sei durch die aktuellen hohen Marktpreise bereits weitgehend erreicht, so der Verband.
Der ZDK schlägt vor, den CO2-Preis im nationalen Emissionshandel auf das untere Ende des für 2026 geltenden Preiskorridors von 55 bis 65 Euro je Tonne abzusenken. Zumindest sollt keine weitere Erhöhung innerhalb dieses Rahmens erlogen. Damit würde die zusätzliche Belastung aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz reduziert.
"Lenkungswirkung bereits erreicht"
"Wenn die Preise ohnehin nach oben schießen, ist die gewünschte Lenkungswirkung bereits erreicht. Dann braucht es keinen zusätzlichen staatlich verursachten Preisaufschlag auf Kraftstoffe. Die Politik muss die Verbraucher jetzt entlasten, statt die Mobilität weiter zu verteuern", erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. Der CO2-Preis verteuere Kraftstoffe derzeit um 16 bis 19 Cent je Liter einschließlich Mehrwertsteuer.
Zur Finanzierung einer Entlastung könne der Klima- und Transformationsfonds dienen, in den die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung fließen. Geld daraus fließe zwar in die Finanzierung klimafreundlicher Mobilität, aber nur ein kleiner Teil der Einnahmen werde genutzt, um Fördermaßnahmen für den Straßenverkehr anzuschieben.
Kraftstoffpreise bezahlbar halten
Peckruhn: "Die Bundesregierung hat den finanziellen Spielraum, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Betriebe jetzt spürbar zu entlasten. Sie sollte den CO2-Preis zumindest vorübergehend senken – mindestens aber auf jede weitere Erhöhung verzichten." Der ZDK fordert die Bundesregierung deshalb auf, die CO2-Bepreisung so anzupassen, dass automobile Mobilität auch in Zeiten außergewöhnlich hoher Kraftstoffpreise bezahlbar bleibt.
Quelle: ZDK
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Text:
Lars Otten /
handwerksblatt.de
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