Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Thomas Radermacher, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Bauministerin Ina Scharrenbach, Laura Lundberg, Bürgermeisterin der Gemeinde Odenthal, Sabrina Schaper, 1. Vorsitzende Odenthaler Kobolde und Berthold Schröder, Präsident des WHKT (v. l.)

Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Thomas Radermacher, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Bauministerin Ina Scharrenbach, Laura Lundberg, Bürgermeisterin der Gemeinde Odenthal, Sabrina Schaper, 1. Vorsitzende Odenthaler Kobolde und Berthold Schröder, Präsident des WHKT (v. l.) (Foto: © WHKT / RG)

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"Handwerk ist ein wichtiger Baustein für den Wiederaufbau"

Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe haben das NRW-Bauministerium, der WHKT und die Handwerkskammer zu Köln die Landesinitiative "Handwerk im Wiederaufbau" abgeschlossen. In Odenthal zogen sie eine Bilanz ihrer Zusammenarbeit.

Von der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 waren in Nordrhein-Westfalen etwa 180 Kommunen betroffen. Die Zerstörung war groß. Um den Wiederaufbau voranzubringen, haben das nordrhein-westfälische Bauministerium, der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) und die Handwerkskammer zu Köln (HWK) die Initiative "Handwerk im Wiederaufbau" gestartet. Ziel war es, zusätzliche Handwerksbetriebe für den Wiederaufbau zu gewinnen und den Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu passenden Betrieben zu ermöglichen. Die Plattform vermittelte den Kontakt zu qualifizierten und verlässlichen Handwerksbetrieben.

Die Landesinitiative war zunächst befristet bis zum Juni 2024, wurde aber wegen ihres großen Erfolgs um weitere zwei Jahre verlängert. Koordiniert wurde die Initiative von der Handwerkskammer zu Köln. Jetzt wurde sie planmäßig abgeschlossen. Die sieben Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen finanzieren die Plattform jedoch weiter und halten sie für kommende Katastrophenfälle vor. Darüber hinaus wurde bei der Handwerkskammer zu Köln der "Handlungsleitfaden für Handwerksorganisationen im Falle einer Katastrophe" erarbeitet.

Leitfaden soll in künftigen Notsituationen helfen

Handlungsleitfaden für HandwerksorganisationenDer Handlungsleitfaden für Handwerksorganisationen im Falle einer einer Katastrophe steht hier zum Download bereit.Damit legt die Initiative ein weiteres zentrales Ergebnis ihrer Arbeit vor. Der Leitfaden soll Handwerksorganisationen in künftigen Notsituationen dabei unterstützen, schnell, strukturiert und wirksam Hilfe leisten zu können. Die Plattform handwerk-baut-auf.de wird auf Standby vorgehalten. Im Fall einer erneuten Naturkatastrophe könnte sie zügig wieder aktiviert werden und unmittelbar zur Verfügung stehen. Der Handlungsleitfaden stellt die Plattform umfassend vor. Zudem beschreibt er, welche Maßnahmen sich in der Krisenbewältigung bewährt haben, welche Strukturen im Ernstfall frühzeitig aufgebaut werden sollten und wie Handwerksorganisationen schnell handlungsfähig werden können. 

Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU), WHKT-Präsident Berthold Schröder und HWK-Präsident Thomas Radermacher kamen in einem Kindergarten in Odenthal zusammen, um sich über den Wiederaufbau der Einrichtung zu informieren und auf die Landesinitiative zurückzublicken. "Handwerk baut Zukunft: Mit Mut, Machertum und Kreativität war und ist unser Handwerk ein wichtiger Baustein für den Wiederaufbau im Land Nordrhein-Westfalen. Auch wenn die Landesinitiative jetzt vertragsmäßig geendet ist, strahlt ihre Wirkung weit in die Zukunft hinaus", so Scharrenbach.

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"Initiative hat das Ziel getroffen"

"Die Zahlen zeigen, dass die Initiative das Ziel getroffen hat: Auf der Plattform waren zuletzt 1.375 aktive Betriebe registriert. Im Jahr 2025 wurden rund 136.000 Zugriffe verzeichnet, insgesamt wurde die Seite rund 796.000 mal aufgerufen. Mit dem Leitfaden haben wir zudem sichergestellt, dass Erfahrungen und Wissen nachhaltig sind und im Falle ähnlicher Unwetterereignisse die Hilfen sofort anlaufen können. Gemeinsam sind wir so weit gekommen und auch die nächsten Schritte gehen wir gemeinsam."

Schröder ergänzte: "Der heutige Besuch in der Kita Odenthaler Kobolde zeigt, wie der erfolgreiche Wiederaufbau aussehen kann. Mit der Initiative Handwerk im Wiederaufbau unter der Leitung des Flutkoordinators Marius Siebenhaar haben wir über die Jahre Handwerksbetriebe und Betroffene miteinander vernetzt und Wiederaufbauprojekte unterstützt. Wir danken Frau Ministerin Scharrenbach und ihrem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, der Handwerkskammer zu Köln und allen weiteren Partnern für das Engagement für den Wiederaufbau. Für die Zukunft gilt weiterhin: Der Wiederaufbau gelingt nur gemeinsam."

Auf eine Situation wie die Flutkatastrophe 2021 könne man sich nicht vollends vorbereiten, erklärte Radermacher. "Mit der Plattform und unserem Leitfaden haben wir jedoch praxistaugliche Instrumente geschaffen, die es im Ernstfall ermöglichen, schneller richtig zu handeln und Handwerksbetriebe gezielt einzubinden. Wir teilen unsere Erfahrungen mit anderen Handwerkskammern, in der Hoffnung, dass sie nie in eine vergleichbare Situation kommen werden. Unser Dank gilt dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, das die Initiative Handwerk im Wiederaufbau ermöglicht hat, und dem WHKT für die gute Zusammenarbeit."

Quelle: WHKT

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Text: / handwerksblatt.de

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