Kia steigt in das Umbaugeschäft mit seinem Transporter PV5 ein. Erhan Eren, PBV-Direktor von Kia Europe, baut das Geschäft systematisch auf, hier mit dem Kühlwagen, der in Kooperation mit Lamberet entsteht.

Kia steigt in das Umbaugeschäft mit seinem Transporter PV5 ein. Erhan Eren, PBV-Direktor von Kia Europe, baut das Geschäft systematisch auf, hier mit dem Kühlwagen, der in Kooperation mit Lamberet entsteht. (Foto: © Kia)

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Kia entdeckt das Umbaugeschäft

Umgebaute Nutzfahrzeuge vom Hersteller? Mit dem PV5 entdeckt Kia dieses Geschäft und präsentiert erste Umbauten mit bekannten Partnern.

Es hat schon was von einer geheimen Kommandosache: Mit ein paar Kollegen stehen wir vor der Kia-Zentrale in Frankfurt, es geht hinauf in die fünfte Etage – und dort stehen eine Handvoll umgebauter PV5: ein Werkstattwagen, ein Kühlwagen, ein Kipper und ein Bus mit Behindertenumbau. Sie zählen zu den Umbauten, die die koreanische Marke als Umbau-Version ab Werk künftig den Kunden anbieten möchte. Noch als Zwei-Rechnungsfahrzeug, eine für das Auto, die andere für den Umbau, die Option eines Ein-Rechnungsfahrzeug ist auch schon in den strategischen Überlegungen vorhanden, wie Erhan Eren, PBV-Direktor von Kia Europe, erklärt.

Rein elektrische Nutzfahrzeuge

Die Version als Werkstattwagen hier mit Sortimo gehört zum Pflichtprogramm im Ausbau-Geschäft. Foto: © KiaDie Version als Werkstattwagen hier mit Sortimo gehört zum Pflichtprogramm im Ausbau-Geschäft. Foto: © Kia

Für Kia geht es erst einmal darum, das Nutzfahrzeuggeschäft neu aufzubauen. Zugegeben, es gab den H1 als Personentransporter und als Kastenversion Cargo ebenso wie für eine kurze Zeit den Großraumkastenwagen H350. Aber die Verbrennermodelle sind Geschichte, heute kommt mit dem PBV-Konzept (Platform Beyond Vehicle) die Strategie, ein Nutzfahrzeug von Anfang an als elektrisches Modell zu konzipieren und so eine bessere Architektur, mehr Nutzraum und Effizienz zu schaffen. Damit hat Kia eine ganze Modellfamilie geschaffen. Die erste Baureihe, der PV5 als Personentransporter sowie Kasten, ist schon länger auf dem Markt, ein PV7 wird 2027 folgen, ein PV9 2029 und es ist zudem ein Konzept eines PV3 bereits bekannt.

Der PV5 als Dreiseiten-Kipper von Gruau. Foto: © KiaDer PV5 als Dreiseiten-Kipper von Gruau. Foto: © Kia

In Sachen Umbauten für den PV5 startet Kia mit den neben den gezeigten Anbietern mit den bekannten Umbauern: Aluca, AMF Bruns, Gruau, Intax, Lamberet, Modul-System, Scattolini, Schnierle, Snoeks, Sommer, Suer und Würth, kurz die international anerkannten Experten auf ihren Gebieten. Die technischen Daten bleiben für das Basisfahrzeug gleich. Der PV5 kann bis zu 135 km/h schnell fahren, bietet abhängig vom Aufbau unterschiedliche Nutzlasten und zwei Batterieversionen mit 51,5 kW/h (Mid Range) und 71,2 kW/h (Long Range) mit angepassten Motoren von 89 kW und 120 kW an. Hinzu kommt noch eine Fahrgestell-Version, die es ausschließlich mit der kleinen Batterie gibt.

Bis 800 kg Nutzlast

Mit AMF Bruns realisiert Kia den Umbau für den Transport von Rollstuhlfahrern. Foto: © KiaMit AMF Bruns realisiert Kia den Umbau für den Transport von Rollstuhlfahrern. Foto: © Kia

Wer die Größeneinordnung der PV5 einschätzen will, muss auf das zulässige Gesamtgewicht von 2,65 Tonnen schauen. Das erlaubt eine Zuladung von bis zu 800 Kilogramm je nach Ausführung. Zudem kann der PV5 noch 750 Kilogramm an den Haken nehmen. Der vorgestellte Drei-Seiten-Kipper von Gruau etwa bietet eine Zuladung von 750 Kilogramm, das Eigengewicht des Kipperaufbaus liegt bei 280 Kilogramm. Der Kühlwagen von Lamberet bietet ein Volumen von 4,3 oder 6,3 Kubikmeter an, je nach gewünschter Fahrzeughöhe. Der Kühlaufbau ist ein neu entwickelter GfK-Aufbau mit Polyurethan-Isolierung.

Suer hingegen bietet eine klassische Pritsche an, von Sortimo kommt die übliche Inneneinrichtung mit dem bekannten SR5 System. Zwischen den beiden Regalwänden ist sogar noch Platz für eine Europalette längs. Optimal ist die niedrige Ladekante für den Umbau als Behinderten-Transporter für Rolli-Fahrer. AMF Bruns zieht einen eigenen Boden ein, der Rollstuhl findet Platz im Heck. Auf der IAA Transportation wird Kia auch Umbaulösungen zeigen.DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren

Text: / handwerksblatt.de

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