Renault baut seine Master im Werk Batilly bei Metz und liefert künftig auch die Modelle mit Umbauten aus.

Renault baut seine Master im Werk Batilly bei Metz und liefert künftig auch die Modelle mit Umbauten aus. (Foto: © Renault)

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Converted by Renault

Die Franzosen liefern ab sofort ihre Nutzfahrzeuge auch mit Umbauten ab Werk – als Einrechnungsfahrzeug.

Transporter sind zwar Massenware, aber kaum ein gewerblicher Nutzer kauft die praktischen Helfer von der Stange. Je nach Klasse, vom kleinen Stadtlieferwagen über den klassischen Transporter hin zum Großraum-Lastesel, steigen die Umbauquoten auf über 70 Prozent. Kein Wunder: Schließlich haben die Gewerbetreibenden ganz spezielle Anwendungen im Kopf und trimmen ihre Nutzfahrzeuge gezielt auf diesen Einsatz. Jetzt stellt Renault diese Umbauwünsche auf eine neue Stufe: Sie bauen ihre Transporter Kangoo, Trafic und Master schon ab Werk um und bieten sie als Einrechnungsfahrzeug an. Dafür haben die Franzosen auch ein Label: Converted by Renault.

Umbau des Masters in Batilly

Wenig Menschen, viel Technik: Die meiste Arbeit im Automobilbau übernehmen Roboter. Foto: © RenaultWenig Menschen, viel Technik: Die meiste Arbeit im Automobilbau übernehmen Roboter. Foto: © Renault

Neu ist die Idee nicht, aber wird bei Renault auf ein neues Level gestellt: In diesem Fall werden die Umbausätze, etwa für eine Pritsche, einen Kipper, einen Werkstatt- und Servicewagen oder einen Koffer, ans Werk geliefert. Im Falle des Renault Master geschieht dies im Werk Batilly nahe Metz, wo sich gezielt Teams in einer Halle diesen Umbauten widmen. Auch für den Kangoo als auch den Trafic gibt es bereits Umbauten, wenn auch noch mit geringerer Auswahl. Ebenso soll der neue e-Trafic, der ab 2027 kommt, als "Converted by Renault" Umbauversionen ab Werk mit nur einer Rechnung bekommen.

Die Franzosen bieten aber nicht nur Umbauten von der Stange, sondern gehen noch einen Schritt weiter, wenn der Kunde individuelle Umbauten haben möchte. Das nennt sich bei Renault "Qstomize", eine eigenwillige Schreibweise des Wortes Customize, um damit die Individualität des Umbaus zu beschreiben. Hier geht es dann um Spezialauf- und -umbauten, aber auch Farbgebung, einer Beklebung oder Beschriftung.

Individualisierung ist auch möglich

 Einblicke in die Produktion des Renault Masters. Foto: © Renault Einblicke in die Produktion des Renault Masters. Foto: © Renault

Ein paar Beispiele dieser Qustomize-Modelle stehen in der Umbauhalle während unserer Besichtigungstour durch das Werk Batilly. Dort steht ein Kastenwagen mit Doppelkabine, drei oder vier Sitze in der zweiten Reihe sind möglich, gegenüber finden sich komplette Werkstattwagen, die für die Ansprüche des Telekommunikationsriesens Orange umgebaut sind, natürlich in den Unternehmensfarben und der korrekten Beschriftung. Auch für Person mit eingeschränkter Mobilität finden sich hier interessante Umbauten. Rund 20 Stunden dauert so ein individueller Umbau, verraten die Franzosen während der Führung.

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Auch die elektrische Version gibt es natürlich mit allen Umbauvarianten. Foto: © RenaultAuch die elektrische Version gibt es natürlich mit allen Umbauvarianten. Foto: © Renault

Wer sich hingegen bei den klassischen Umbauten, also den "Converted by Renault" umschaut, findet die üblich Verdächtigen, Gruau etwa für einen Kipper oder einen Kofferaufbau, auch JPM mischt mit. Klar ist auch, dass diese Marken den französischen Markt bedienen, in Deutschland werden es ebenfalls die bekannten Umbauer sein. Rund 300 Dienstleister hat Renault europaweit zertifiziert, die mit den regionalen Händlern vor Ort die Umbauten realisieren. Die Fahrzeuge wiederum können Kunden bei jedem Renault-Händler bekommen, onklusive der Renault Pro+-Standorte, die sich auf Nutzfahrzeuge spezialisiert haben. Dort gibt es die Modelle auch zu sehen, beim klassischen Renault-Händler erfolgt die Konfiguration erfolgt am Bildschirm.

120.000 Einheiten pro Jahr

540 Master können pro Tag im Werk Batilly vom Band rollen, was im Jahr eine Produktion von 120.000 Einheiten ergibt. 20.000 davon produziert das Werk für die Partner Renault Trucks und Nissan (als Interstar). Wie viele wiederum von den 100.000 Renault Master künftig von den 40 Mitarbeitern als "Converted by Renault" das Werk verlassen, steht noch in den Sternen – aber Nutzfahrzeugchef Jan Ptacek sieht gute Chancen, sich noch besser im Markt aufzustellen.DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

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