"Rassismus ist, wenn weiße Zebras mit schwarzen Streifen schwarze Zebras mit weißen Streifen hassen." Die humorvoll formulierte Botschaft hat einen ernsten Hintergrund. Bereits seit mehreren Jahren nutzt Bönninger Gerüstbau Gerüstflächen, um öffentlich ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

"Rassismus ist, wenn weiße Zebras mit schwarzen Streifen schwarze Zebras mit weißen Streifen hassen." Die humorvoll formulierte Botschaft hat einen ernsten Hintergrund. Bereits seit mehreren Jahren nutzt Bönninger Gerüstbau Gerüstflächen, um öffentlich ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen. (Foto: © Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG)

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Dortmunder Gerüstbauer setzt Plakataktion gegen Rassismus fort

Die Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG aus Dortmund setzt ihre Plakataktion gegen Rassismus fort. Selbst beschädigte oder entfernte Motive halten das Familienunternehmen nicht davon ab, seine Gerüste weiterhin für gesellschaftliche Botschaften zu nutzen.

Die Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG aus Dortmund setzt weiterhin auf sichtbares Engagement gegen Rassismus. Mit Plakataktionen an Baustellen und gezielten Botschaften zeigt das Unternehmen Haltung – trotz einzelner Angriffe durch Gegner.

Plakataktion gegen Rassismus

Mit  Stop Racism, ein 500 Quadratmeter großes Plakat am Dortmunder Hauptbahnhof, setzte Gerüstbau Bönninger 2022 ein klares Zeichen gegen Rassismus,. Foto: © Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KGMit  Stop Racism, ein 500 Quadratmeter großes Plakat am Dortmunder Hauptbahnhof, setzte Gerüstbau Bönninger 2022 ein klares Zeichen gegen Rassismus,. Foto: © Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG

An zahlreichen Gerüsten in Dortmund und Umgebung macht die Bönninger Gerüstbau derzeit wieder mit Plakaten auf ihr Engagement gegen Rassismus aufmerksam. "Rassismus ist, wenn weiße Zebras mit schwarzen Streifen schwarze Zebras mit weißen Streifen hassen." Die humorvoll formulierte Botschaft hat einen ernsten Hintergrund. Bereits seit mehreren Jahren nutzt Bönninger Gerüstbau Gerüstflächen, um öffentlich ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Die Plakate machen die Botschaft an zahlreichen Orten in Dortmund und Umgebung sichtbar. Nach Angaben des Unternehmens ist die Resonanz überwiegend positiv: Passanten sprechen Mitarbeitende auf die Aktion an, die Motive werden in sozialen Netzwerken geteilt, und auch Kunden äußern Zustimmung. Mehrere Geschäftspartner veröffentlichten zustimmende Beiträge in den sozialen Medien. Das aktuelle Motiv ergänzt bereits bestehende Botschaften, beispielsweise ein großes "Stop Racism"-Plakat am Dortmunder Hauptbahnhof.

Vielfalt als Teil der Unternehmenskultur

Die Haltung gegen Rassismus ist für Bönninger mehr als eine öffentlichkeitswirksame Botschaft. In dem Familienunternehmen arbeiten nach eigenen Angaben rund 200 Fachkräfte mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Vielfalt gehört damit zum betrieblichen Alltag und kann zugleich die Arbeitgeberattraktivität sowie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften stärken.

Für sein Engagement wurde Bönninger Gerüstbau 2023 mit dem Interkulturellen Wirtschaftspreis ausgezeichnet. Gewürdigt wurde insbesondere, dass das Unternehmen kulturelle Vielfalt nicht nur nach außen kommuniziert, sondern auch innerhalb der Belegschaft lebt.

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Unternehmenshaltung und Reaktion auf Angriffe

Für uns ist Vielfalt keine abstrakte Idee, sondern Teil unseres Alltags, erklärt Gerüstbaumeister und Geschäftsführer Christian Bönninger. Foto: © Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KGFür uns ist Vielfalt keine abstrakte Idee, sondern Teil unseres Alltags, erklärt Gerüstbaumeister und Geschäftsführer Christian Bönninger. Foto: © Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG

"Wir wollen unsere Haltung noch sichtbarer machen und mit den Plakaten möglichst viele Menschen erreichen. Dass die Botschaften wahrgenommen werden und so viel positive Resonanz bekommen, freut uns natürlich sehr", so Gerüstbauermeister und Geschäftsführer Christian Bönninger. Doch nicht überall stößt die Positionierung auf Zustimmung. In einem in sozialen Netzwerken verbreiteten Video ist zu sehen, wie ein Plakat in Dortmund-Dorstfeld beschmiert und anschließend abgerissen wird. Wer dafür verantwortlich ist, lässt sich anhand der Aufnahmen nicht zweifelsfrei feststellen.

Das Unternehmen verzichtet bewusst darauf, dem Vorfall größere Aufmerksamkeit zu schenken. Nach eigener Aussage sieht Bönninger darin vielmehr eine Bestätigung der Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements. "Natürlich ärgert uns so etwas. Aber wir werden deshalb ganz sicher nicht anfangen, unsere Botschaften zu verstecken. Wir erleben gleichzeitig so viel positive Resonanz auf die Plakate. Das ist für uns das Entscheidende."

Bönninger Gerüstbau setzt Plakatkampagne fort

Das Familienunternehmen kündigt an, seine Plakatkampagne fortzusetzen und beschädigte oder entfernte Motive konsequent zu ersetzen. "Wir sind ein Familienunternehmen aus Dortmund. Wir arbeiten jeden Tag mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Hintergründe zusammen. Für uns ist Vielfalt keine abstrakte Idee, sondern Teil unseres Alltags", erklärt Christian Bönninger. Deshalb werde das Unternehmen seine Gerüste weiterhin für gesellschaftliche Botschaften nutzen.

Die Plakatkampagne ist Teil eines langjährigen Engagements gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Auch mit Bierdeckeln mit der Aufschrift "Gegen Rechts", die in Dortmunder Gaststätten und Kneipen verteilt wurden, setzte Bönninger bereits ein Zeichen. "Vielleicht bringen unsere Motive die Leute einfach dazu, kurz darüber nachzudenken, was Rassismus eigentlich bedeutet", sagt Bönninger abschließend.

Quelle: Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG

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Text: / handwerksblatt.de

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