Hitzewelle treibt Nachfrage nach Split-Klimaanlagen in die Höhe
Nach Angaben von Daikin beträgt die Steigerung bei der Nachfrage privater Haushalte in den vergangenen Wochen über 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das Thermometer zeigt anhaltend über 30 Grad: Es ist heiß in Deutschland. Während Rollläden, Nachtlüften oder Ventilatoren bei längeren Hitzeperioden nur begrenzt für Abkühlung sorgen, rückt für viele Haus- und Wohnungseigentümer die Nachrüstung einer Klimaanlage stärker in den Fokus. Der Trend dürfte sich fortsetzen: Laut dem im Frühjahr veröffentlichten Bericht "European State of the Climate 2025" erwärmt sich Europa schneller als jeder andere Kontinent.
Fachbetriebe kommen an Kapazitätsgrenzen
Die steigende Nachfrage macht sich inzwischen auch bei den Fachbetrieben bemerkbar. Nach Angaben von Daikin sind viele zertifizierte Kälte- und Klimafachbetriebe für die laufende Sommersaison bereits stark ausgelastet. Wer jetzt eine Anlage installieren lassen möchte, muss daher häufig mit längeren Wartezeiten rechnen. Der Hersteller empfiehlt deshalb, die Anschaffung außerhalb der Sommermonate zu planen. Im Herbst, Winter oder Frühjahr seien in der Regel mehr Termine verfügbar. Die Wartezeit könne genutzt werden, um verschiedene Angebote einzuholen und die passende Anlagengröße zu ermitteln.
Markt nähert sich früherem Höchststand
Dass der Markt insgesamt wächst, zeigen auch Zahlen des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK). Demnach wurden 2025 in Deutschland mehr als 300.000 Raumklimageräte mit Wärmepumpenfunktion verkauft. Damit nähert sich der Absatz wieder dem bisherigen Spitzenwert von über 330.000 Geräten aus dem Jahr 2020. Neben Privathaushalten verzeichnen laut Daikin auch Gewerbeimmobilien eine steigende Nachfrage nach Klimatisierung.
Installation bleibt Aufgabe des Fachhandwerks
Fest installierte Split- und Multisplit-Klimaanlagen dürfen in Deutschland nicht in Eigenregie in Betrieb genommen werden. Der Umgang mit Kältemitteln sowie die Inbetriebnahme sind aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen zertifizierten Fachbetrieben vorbehalten. Mobile Klimageräte lassen sich zwar ohne Installation nutzen, arbeiten nach Angaben des Herstellers jedoch in der Regel weniger energieeffizient als fest installierte Split-Systeme.
Klimaanlagen können auch zum Heizen genutzt werden
Ein weiterer Aspekt gewinnt nach Angaben von Daikin an Bedeutung: Moderne Split-Klimaanlagen arbeiten als Luft-Luft-Wärmepumpen und können im Winter auch zum Heizen eingesetzt werden. Damit eignen sie sich als Ergänzung zu bestehenden Heizsystemen und können den Verbrauch fossiler Energieträger reduzieren. Wird eine Anlage gezielt als Heizlösung eingesetzt, kann sie unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert werden. Entscheidend sind dabei die jeweils geltenden Förderrichtlinien.DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!
Text:
Claudia Stemick /
handwerksblatt.de
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