(Foto: © Simplistore/Messe Stuttgart)

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Süffa mit drei Fokusthemen am Puls der Fleischbranche

Die Süffa präsentiert vom 7. bis 9. November 2026 auf dem Stuttgarter Messegelände neue Ansätze für Rationalisierung, Verkaufsoptimierung und smarte Lösungen im Fleischerhandwerk.

Die Fachmesse Süffa richtet sich an das gesamte Fleischerhandwerk. Sie bietet ein umfassendes Angebot, Networking-Möglichkeiten sowie renommierte Fachwettbewerbe. Im Zentrum der Veranstaltung stehen drei Themen, die angesichts des wachsenden Fachkräftemangels einen höheren Ertrag bei reduziertem Personaleinsatz ermöglichen sollen: Rationalisierung, Verkauf und smarte Lösungen.

Fokusthemen der Süffa 2026

Bei der Rationalisierung geht es darum, das handwerkliche Kerngeschäft der Eigenproduktion von Wurst- und Schinkenwaren zu erhalten, ohne auf moderne Automatisierung zu verzichten. Herstellungsprozesse wie Fleischzerkleinerung, Füllen, Portionieren, Schneiden und Verpacken werden zunehmend automatisiert und teilweise personalfrei gestaltet.

Die Entwicklung geht hin zu weniger fachkräfteintensiven Fleischerfachgeschäften. Individuelle Beratung und persönlicher Service bleiben erhalten, wenn Kundinnen und Kunden diese nachfragen und bezahlen. Zusätzlich rücken neue, personalreduzierte Bestell- und Abholmöglichkeiten in den Fokus. Zunehmend entstehen hybride Läden, die bediente Verkaufsbereiche mit personalfreien Selbstbedienungszonen kombinieren.

Smarte Lösungen und Digitalisierung

Rationalisierung und neue Verkaufslösungen stehen häufig im Zusammenhang mit digitalen Innovationen. Zahlreiche Produktionsverantwortliche nutzen heute bereits Apps zur Steuerung und Überwachung von Räucher- und Garvorgängen per Smartphone.

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Die Süffa knüpft an eine lange Tradition von Trends und Innovationen an. In den vergangenen Jahrzehnten war die Messe häufig Ausgangspunkt neuer Geschäftsfelder, zum Beispiel Partyservice, Catering, Snacks, Fingerfood sowie Käse- und Fischsortimente im Fleischerfachgeschäft. Die Entwicklung erfolgte oftmals im Zusammenspiel zwischen Messe und dem Landesinnungsverband des Fleischerhandwerks Baden-Württemberg.

Praxisbeispiele zur Rationalisierung

Auf der Messe soll anschaulich demonstriert werden, wie Kosteneinsparungen und Ertragssteigerungen in Produktion, Feinkostküche und Verkauf möglich werden.

Nordvac aus Rotenburg (Wümme), Anbieter von Verpackungsmaschinen, hebt hervor, dass insbesondere Fachkräftemangel und das Bedürfnis nach Wachstum zentrale Herausforderungen im Handwerk sind. Geschäftsführer Andre Rinne beschreibt einen Tiefzieher, der auf zwei Quadratmetern Fläche bereits ab sechs Stunden wöchentlicher Verpackungszeit kosteneffizient arbeitet. Mit dieser Technologie können Fleischerfachgeschäfte zusätzliche Umsätze durch Selbstbedienungs- und Smartstore-Angebote bei reduziertem Personaleinsatz erzielen.

Seydelmann, traditionsreicher Hersteller von Kuttermaschinen, präsentiert mit der Schneidtrommel eine Lösung für die handwerkliche Wurstherstellung. Diese Maschine ermöglicht eine spürbare Zeit- und Kostenersparnis. Geschäftsführer Andreas Seydelmann betont: "Mit der Schneidtrommel schaffen wir einen echten Rationalisierungsschub für handwerkliche Fleischereien: Aufwändige Mehrarbeit wird vermieden und der Rohstoffeinsatz wird optimiert. Gleichzeitig wird die Produktqualität des eingesetzten Materials signifikant erhöht und selbst kleinste Sehnen und Collagenanteile werden entfernt. Zudem wird die Produktsicherheit durch zuverlässige Austrennung von möglichen Fremdkörpern, wie Folienresten oder Kunststoffsplittern, verbessert."

Schlüsseltechnologien für die Produktion

Schneidemaschinen reduzieren seit Jahrzehnten Arbeitszeit und Personalkosten im Fleischerhandwerk. Die Firma Holac, mit Sitz in Nattheim, betont die Vielseitigkeit ihrer Maschinen, insbesondere die Cubixx 100, ursprünglich für Speckwürfel konstruiert. Achim Holz, Geschäftsführer, erklärt: "1963 konstruierte mein Großvater Ernst Holz senior auf Wunsch eines befreundeten Metzgers unsere erste Schneidemaschine – die heutige Cubixx 100. Ursprünglich für Speckwürfel entwickelt, ist sie bis heute der Topseller im Metzgerhandwerk."

Handtmann, ein weiterer Aussteller, hebt die Flexibilität der Füllmaschine VF 804 S hervor. Sie kann sowohl feste als auch flüssige Produkte sowie heiße und kalte Füllungen ohne Anpassung verarbeiten. Neben klassischen Fleisch- und Wurstwaren lassen sich darüber hinaus Convenience-Produkte präzise abfüllen.

Verkaufsförderung und Alleinstellung

Im Verkauf führt Rationalisierung zu Ertragssteigerungen auf derselben Fläche und mit konstanter Personalzahl. Gewürzlieferanten wie AVO tragen zur Entwicklung verkaufsstarker Konzepte bei. Zur Grillsaison und Fußball-Weltmeisterschaft etwa sollen Fleischerfachgeschäfte durch die Aktion Bratbar mit angepassten Produktgrößen die Vielfalt an Bratwürsten steigern und so ihre Wertschöpfung erhöhen.

Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall unterstützt Metzger mit Qualitätsfleisch aus kontrollierter Herkunft und beworbenen Markenprodukten. Verkaufsleiter Günter Muth stellt klar: "Wir liefern Qualitätsfleisch aus besonders guter Haltung und bäuerlicher Herkunft. Die von uns belieferten Metzger profitieren weiterhin von der hohen Markenbekanntheit der BESH und vielfältiger Unterstützung durch Werbung und bei Verkaufsförderungsaktionen."

Smartstores im Fleischerhandwerk

Fleischerfachgeschäfte zählen beim Einsatz von Smartstore-Lösungen zu den Vorreitern im Handwerk. In kaum einer anderen Branche sind 24/7-Läden so verbreitet. SimpliStore mit Sitz in Augsburg stellt auf der Süffa vor, wie personalfreie Läden dauerhaft erfolgreich betrieben werden können. Geschäftsführer Michael Kimmich erläutert: "Ich bin schon immer ein riesengroßer Fan von Metzger-Produkten. Aber, wenn ich abends aus dem Büro kam, hatten die meisten Metzger schon geschlossen."

Ladenbauer wie Konzeptwerkstatt und Peukert 1871 setzen auf hybride Konzepte, bei denen Frischeverkauf, Imbissangebot, hausgemachte Gerichte zum Mitnehmen und rund um die Uhr verfügbare Lösungen zu einem sinnvollen Gesamtkonstrukt vereint werden.DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

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