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Änderungen 2017: Neue Gesetze, neue Grenzwerte

Auch 2017 müssen sich Handwerker wieder auf zahlreiche Änderungen einstellen. Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen, der Mindestlohn wird angehoben und die Flexirente kommt.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Was Sie als Chef im Handwerk wissen müssen
2017, gesetzliche Änderungen
Das neue Jahr bringt wichtige Änderungen mit sich (Foto: © tiagozr/123RF.com)

Es gibt etliche Neuerungen für Unternehmen im neuen Jahr. Positiv für die Betriebe: Handwerker bekommen für ihre Aus- und Einbaukosten bei mangelhaftem Material einen Ausgleichsanspruch gegen den Händler. Ein Überblick von A wie Arbeitsstättenverordnung bis W wie Weiterbildungstipendium:

Arbeitsstättenverordnung:

Die Verordnung trat schon Ende 2016 in Kraft: Sie schreibt nach langem Ringen doch keine Kleiderspinde vor oder Fenster für Toiletten, dafür macht sie konkrete Vorgaben für die Arbeitsschutz-Unterweisung und Regeln für Telearbeitsplätze. An Baustellen sind Geländer weiterhin erst ab zwei Metern Sturzhöhe anzubringen. Künftig müssen auch psychische Belastungen bei der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

Bauvertragsrecht:

Das Gesetzgebungsverfahren soll noch in dieser Legislaturperiode zu einem Abschluss kommen. Der genaue Zeitpunkt stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Zu zentralen Fragen des Bauvertragsrechts herrscht noch Uneinigkeit. Hierzu zählen das einseitige Anordnungsrecht des Bauherrn sowie die daran anknüpfenden Vergütungsregelungen.

Beitragsbemessungsgrenzen:

Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen 2017 erneut. Das zeigen die Sozialversicherungs-Rechengrößen für das kommende Jahr. Sie werden jedes Jahr angepasst, je nachdem wie die Einkommen sich im Vorjahr entwickelte haben.

Jahresarbeitsentgeltgrenze: Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze steigt von 56.250 Euro auf 57.600 Euro im Jahr. Arbeitnehmer, die in die private Krankenkasse wechseln wollen, müssen zukünftig mindestens diesen Betrag verdienen.

Bezugsgröße: Sie erhöht sich in den neuen Bundesländern auf 2.660 Euro/Monat (31.920 Euro/ Jahr), in den alten Bundesländern auf 2.975 Euro im Monat (35.700 Euro/ Jahr).
Rentenversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt auf 5.700 Euro/Monat (68.400 Euro/Jahr), im Westen auf 6.350 Euro/Monat (76.200 Euro/ Jahr). Damit erhöht sich gleichzeitig der Teil des Gehalts, den der Arbeitgeber steuer- und abgabenfrei in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investieren kann. Der geförderte Höchstbetrag klettert von 2.976 auf 3.048 Euro pro Jahr und entspricht deutschlandweit vier Prozent der BBG West. Steuerfrei sind zusätzlich unter bestimmten Voraussetzungen weitere 1.800 Euro jährlich möglich.
Krankenversicherung: Die bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2017 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 52.200 Euro jährlich bzw. 4.350 Euro monatlich.

Betriebsnummern:

Für die Meldeverfahren in der Sozialversicherung gibt es die Arbeitgeber-Betriebsnummer. Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass der Antrag ab dem 1. Januar 2017 nur noch elektronisch gestellt werden kann. Sie können dafür den Online-Antrag auf Erteilung einer Betriebsnummer benutzen.

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