(Foto: © dolgachov/123RF.com)

Telefonische Krankschreibung ab sofort wieder möglich

Ab sofort können sich Versicherte bei Erkältungssymptomen den Weg zum Hausarzt wieder sparen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ermöglich angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen erneut die telefonische Krankschreibung.

Seit Juni musste man sich bei einer Erkältung wieder in der Hausarztpraxis krankschreiben lassen. Die Corona-Sonderregelung für eine telefonische Krankschreibung war Ende Mai ausgelaufen. Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)  angesichts steigender Infektionszahlen diese Sonderregelung wieder aktiviert. Die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung besteht zunächst bis 30. November 2022.

Versicherte können telefonisch bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen persönlich - also am Telefon - mit der Patientin oder dem Patienten sprechen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann danach ebenfalls telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des G-BA, begründet die Entscheidung mit den steigenden Corona-Infektionszahlen. Gleichzeitig stehe in den kommenden Monaten die Erkältungs- und Grippesaison an.  

Volle Wartezimmer in Arztpraxen vermeiden

"Wir wollen volle Wartezimmer in Arztpraxen und das Entstehen neuer Infektionsketten vermeiden. Mit dem Reaktivieren der telefonischen Krankschreibung haben wir in den nächsten Monaten eine einfache, erprobte und vor allem bundesweit einheitliche Lösung", so Prof. Hecken.

Die Regelung schütze vor allem die besonders gefährdeten Risikogruppen wie Ältere oder chronisch Kranke, die dringend regelmäßig zum Arzt müssen, vor vermeidbaren und für sie besonders bedrohlichen Infektionen.

Die Corona-Sonderregelung werde auch deshalb gebraucht, weil Videosprechstunden noch nicht überall angeboten würden.

Corona-Sonderregelungen Alle aktuell geltenden befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sind auf der Website des G-BA zu finden.

DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale DHB registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: