SHK-Handwerk: Tarifeinigung in NRW
Die Tarifpartner in NRW haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für das SHK-Handwerk geeinigt. Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sollen über zwei Jahre in zwei Schritten steigen.
Der Fachverband SHK NRW und die IG Metall NRW haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für das SHK-Handwerk in Nordrhein-Westfalen verständigt. Er soll über 24 Monate laufen und sieht ab dem 1. März dieses Jahres 2,95 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten vor. Im zweiten Schritt folgt dann ab März 2027 eine Erhöhung um 2,55 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen in gleichem Maße. Am 29. Februar 2028 endet die Laufzeit. Zudem wurden die Vermögenswirksamen Leistungen um rund 50 Prozent erhöht und liegen ab dem Jahr 2027 bei 40 Euro für Beschäftigte und 20 Euro für Auszubildende.
"Der Tarifausschuss des Verbandes hat stets bekräftigt, für die Beschäftigten etwas tun zu wollen. Bei Lohn und Gehalt und auch bei den Auszubildenden", sagt der Ausschuss-Sprecher des SHK-Verbands, Peter Schlüter. "Für die Arbeitgeberseite waren die Forderungen der IG Metall unter anderem mit zusätzlicher Altersvorsorge und vor allem die geforderten sechs Prozent auf zwölf Monatssicht einfach nicht akzeptabel. Demgegenüber ging es uns bei den Verhandlungen um eine langfristige Lösung, die den Betrieben möglichst große Kalkulations- und Planungssicherheit bietet."
Tarifpartner hoffen auf bessere Nachwuchsgewinnung
Aus Sicht des Fachverbandes sei das Ergebnis der Tarifrunde mit den über zwei Jahre gestreckten Anhebungen bei Lohn und Gehalt angemessen und moderat, unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Umstände und eines eher ungewissen Ausblicks wie auch bei der Einordnung in die aktuelle Tariflandschaft, so Schlüter. Mit den höheren Ausbildungsvergütungen hoffen die Tarifpartner auf einen positiven Effekt bei der Nachwuchsgewinnung.
Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall NRW, erklärt: "Der Abschluss ist angesichts des zurückhaltenden wirtschaftlichen Umfelds solide und in mehreren Punkten ein Fortschritt. Die deutliche Erhöhung der Vermögenswirksamen Leistungen hat spürbare Effekte auf die Altersvorsorge und die Erhöhung der Auslöse bedeutet eine bessere Anerkennung für Montageeinsätze und zusätzliche Belastungen."
Quellen: Fachverband SHK NRW / IG Metall NRW
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Text:
Lars Otten /
handwerksblatt.de
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