"Das Handwerk will einen gerechten und zukunftsfesten Sozialstaat"
Handwerkspräsident Jörg Dittrich fordert von allen gesellschaftlichen Akteuren Mut zur Veränderung. Durch das Festhalten am Status quo entstehe kein gerechter und zukunftsfester Sozialstaat.
"Das Handwerk will einen fairen, gerechten und zukunftsfesten Sozialstaat." Das hebt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, hervor. Ein solcher Sozialstaat entstehe nicht durch ein Festhalten am Status quo, sondern er erfordere Mut zu Reformen, Ehrlichkeit im Dialog und die Bereitschaft zu tatsächlichen Veränderungen.
Angesichts des demografischen Wandels, steigender Kosten und wachsender Belastungen für Betriebe und Beschäftigte würde ein "Weiter-so" die Systeme überfordern und die Solidarität, auf der unser Sozialstaat beruht, gefährden. "Das Handwerk setzt sich für einen starken Dreiklang ein: den Sozialstaat zukunftssicher gestalten, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und so unsere Demokratie stabilisieren", so Dittrich.
Verantwortung füreinander übernehmen
Solidarisches Handeln bedeute gemeinsame Verantwortung füreinander: für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Gerade das Handwerk lebe dieses partnerschaftliche Miteinander: In den Organisationen seien beide Seiten vertreten. Das zeige täglich, dass tragfähige Lösungen dort entstehen, wo Verantwortung gemeinsam übernommen wird.
"Solidarität und Gerechtigkeit heißt, alle Perspektiven im Blick zu behalten: diejenigen, die auf Leistungen angewiesen sind, ebenso wie diejenigen, die sie finanzieren, und nicht zuletzt die junge Generation, die darauf vertrauen muss, dass unsere sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft funktionieren. Das Handwerk übernimmt diese Verantwortung und erwartet, dass alle gesellschaftlichen Akteure diesen gemeinsamen Weg mitgehen."
Quelle: ZDH
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Text:
Lars Otten /
handwerksblatt.de
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