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HWK Münster | Juni 2026
Chancen auf dem britischen Markt ausloten
Am 18. und 19. Juni finden individuelle Beratungstage für Handwerksbetriebe zum Markt in Großbritannien statt.
Selbstständigkeit bleibt attraktiv: Junge Unternehmerinnen und Unternehmer sind laut dem VistaPrint "KMU-Glücksreport" besonders zufrieden. (Foto: © Roman Samborskyi/123RF.com)
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Juni 2026
Hohe Kosten und unsichere Aussichten belasten den Mittelstand. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Selbstständige schöpfen Zufriedenheit aus ihrer unternehmerischen Freiheit - und weil sie für ihre Tätigkeit brennen. Besonders glücklich ist die Generation Z.
Trotz hoher Kosten, geopolitischer Unsicherheiten und schwacher Konjunkturaussichten berichten viele Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland von hoher persönlicher Zufriedenheit. Laut dem neuen "KMU-Glücksreport" der Onlinedruckerei VistaPrint sagen 75 Prozent der befragten Inhaberinnen und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen, dass sie aktuell eher oder sogar sehr glücklich sind.
Die Selbstständigkeit sei erfüllend. Besonders hoch fällt der Wert in der Generation Z aus: Hier sagten 93 Prozent, dass sie (eher) glücklich sind. Zur Generation Z zählen grob die Geburtenjahrgänge 1995 bis 2010.
72 Prozent der Befragten geben an, als Selbstständige glücklicher zu sein als in einer Anstellung. 60 Prozent sagen, sie seien heute zufriedener als zu Beginn ihrer Selbstständigkeit.
Die Ergebnisse der Umfrage stehen in deutlichem Kontrast zur angespannten wirtschaftlichen Lage vieler kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland. Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer hatte für April 2026 erneut eine eingetrübte Einschätzung von Geschäftslage und Erwartungen gezeigt. Als Belastungsfaktoren gelten unter anderem hohe Kosten sowie Unsicherheiten an Energie- und Beschaffungsmärkten infolge geopolitischer Spannungen.
Hintergrund zur UmfrageFür den "KMU-Glücksreport" befragte das Marktforschungsunternehmen YouGov im Auftrag von VistaPrint 617 Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland. Die Befragten waren zwischen 21 und 64 Jahre alt und führten kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitenden. Die Erhebung fand zwischen dem 11. Februar und dem 3. März 2026 statt.
Die Umfrage zeigt, dass das Glücksempfinden vieler Selbstständiger nicht allein von der wirtschaftlichen Gesamtlage abhängt. Entscheidend sind offenbar vor allem Faktoren, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Alltag verbunden sind.
Am häufigsten nennen die Befragten die Freiheit, den eigenen Zeitplan selbst zu bestimmen. Für 52 Prozent ist diese Autonomie ein zentraler Treiber ihrer Zufriedenheit. 47 Prozent geben an, dass es sie glücklich macht, einer Tätigkeit nachzugehen, für die sie brennen oder die ihnen persönlich am Herzen liegt. 35 Prozent heben hervor, eigenständig Entscheidungen treffen zu können.
"Unsere Ergebnisse zeigen, wie resilient Unternehmerinnen und Unternehmer sind und wo sie Kraft schöpfen: aus Autonomie im Alltag und dem Gefühl, etwas Eigenes aufzubauen", sagt Michael Fries, Executive Vice President EU & Global Manufacturing bei VistaPrint. Dass die Generation Z die höchsten Zufriedenheitswerte melde, zeige zudem, dass Unternehmertum für viele junge Menschen trotz Gegenwind attraktiv bleibe.
Auffällig ist auch der Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und persönlichem Glücksempfinden. Während unter Einzelunternehmerinnen und -unternehmern 64 Prozent angeben, aktuell eher oder sehr glücklich zu sein, steigt der Wert bei Unternehmen mit zwei bis zehn Mitarbeitenden auf 71 Prozent. Bei Unternehmen mit elf bis 100 Mitarbeitenden liegt die Zufriedenheit sogar bei 91 Prozent.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass wachsende Teams für viele Unternehmerinnen und Unternehmer eine Entlastung bedeuten können. Geteilte Aufgaben, klarere Prozesse und mehr Handlungsspielraum könnten dazu beitragen, dass die persönliche Zufriedenheit mit zunehmender Unternehmensgröße steigt.
Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz spielt der Umfrage zufolge eine wichtige Rolle. 74 Prozent der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer nutzen KI-Tools mindestens monatlich. 72 Prozent der KI-Nutzenden berichten, dass der Einsatz der Technologie ihre Zufriedenheit positiv beeinflusst. Am häufigsten wird KI für Schreiben und Dokumentation eingesetzt. 49 Prozent nennen diesen Bereich.
Es folgen Analyse- und Problemlösungsaufgaben mit 40 Prozent, Kommunikation mit 39 Prozent sowie Marketing mit 36 Prozent.
"Auffällig ist, wie pragmatisch kleine und mittelständische Unternehmen KI einsetzen. Sie nutzen sie vor allem für Aufgaben, die im Tagesgeschäft Zeit fressen", sagt Fries. Wenn KI Routineaufgaben reduziere, entstehe mehr Freiraum für Kundinnen und Kunden sowie für das Kerngeschäft.
Quelle: VistaPrint
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