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HWK Münster | Juli 2026
Betriebsübergabe steuerlich optimal planen
Wer sein Unternehmen rechtzeitig auf die Nachfolge vorbereitet, schafft die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang.
TSD spricht von 60 technischen sowie 39 Nachhaltigkeitsanforderungen, die im Raum stehen. Zusätzlich müsse für 175 verschiedene gefährliche Substanzen geprüft werden, ob sie in den Produkten enthalten sind. (Foto: © Dmitry Kalinovsky/123RF.com)
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Juli 2026
Die EU-Kommission hat einen Normungsauftrag für Fenster und Türen vorgelegt. Laut TSD stehen damit viele Anforderungen im Raum, die handwerkliche Hersteller deutlich überfordern.
Aktuell arbeitet die Europäische Kommission an einem Standardisierungsantrag für Fenster und Türen unter der neuen europäischen Bauproduktenverordnung. Der Normungsauftrag bestimmt, welche Eigenschaften und Nachweise Hersteller künftig für ihre Produkte erbringen und dokumentieren müssen.
Tischler Schreiner Deutschland (TSD) bewertet die Initiative kritisch, die neuen Regeln überforderten handwerkliche Hersteller deutlich. TSD spricht von 60 technischen sowie 39 Nachhaltigkeitsanforderungen, die im Raum stehen. Zusätzlich müsse für 175 verschiedene gefährliche Substanzen geprüft werden, ob sie in den Produkten enthalten sind.
"Diese Doppelregelungen – auch im Hinblick auf REACH – führen zu hochkomplexen Leistungs- und Konformitätserklärungen sowie erweiterten allgemeinen Produktinformationspflichten, die den Produkten hinsichtlich Umgang und Sicherheit beizufügen sind", erklärt der Verband. REACH ist die europäische Chemikalienverordnung.
TSD sieht die Betriebe angesichts der komplexen Anforderungen unter unnötigem Zeitdruck und fordert einen sachgerechten Umgang bei der Umsetzung. "Wir brauchen Lösungen, die den handwerklichen Betrieben gerecht werden", sagt TSD-Präsident Thomas Radermacher.
Die TSD-Hauptgeschäftsführerin Dr. Katharina Gamillscheg ergänzt: "Es braucht Zeit und vor allen Dingen neue Ansätze. Bei auftragsbezogener Fertigung, oft mit Losgröße 1, wie sie in Deutschland tägliche Praxis ist, kann diese Datenflut nicht zielführend sein."
Auch die jetzt auf Druck der Verbände diskutierten Erleichterungen der EU-Kommission bewertet TSD skeptisch. "Sie sind keine wirkliche Lösung", sagt Radermacher. Sie zeigten vielmehr, dass die Kommission die Problematik selbst erkannt habe. So werde unter anderem diskutiert, zur Reduzierung der Leistungs- und Konformitätserklärungen pauschal die schlechtesten Leistungswerte anzugeben.
"Der unglückliche Vorschlag – allein um offizielle Regularien zu erfüllen – ist die Angabe des schlechtesten Wertes", so Radermacher. "Wir leben in einer Gesellschaft, in der Wettbewerb und Leistung zählen. Gerade mit Blick auf die energetische Effizienz und das Erneuerungspotenzial im Gebäudebestand müssen wir wirtschaftlich argumentieren können. Andernfalls werden auch die Energieziele der Bundesregierung nicht erreicht."
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