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HWK Trier | Juni 2026
"Zukunftstreffer" am 4. September im Messepark Trier
Die Handwerkskammer Trier ruft Handwerksbetriebe auf, sich jetzt noch für die nächste Berufsbildungsmesse als Aussteller anzumelden.
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Juni 2026
Von Bitumen bis Flachglas: Die Preise für Baumaterialien steigen stark. Das meldet das Statistische Bundesamt. Bei welchen Materialien es zuletzt große Preissprünge gab.
Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind die Preise für die meisten Baumaterialien stark gestiegen. Aktuell haben sich die Materialien deutlich verteuert, die auf Erdölbasis oder energieintensiv hergestellt werden. Bitumen auf Erdölbasis, was unter anderem im Straßenbau und im Dachdeckerhandwerk zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten verwendet wird, verteuerte sich im Mai 2026 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) um 31,2 Prozent gegenüber Mai 2025.
Stark gestiegen sind auch die Preise für energieintensiv hergestellte Baustoffe wie etwa Flachglas (plus 15,4 Prozent), das zum Beispiel für Fenster, Glastüren oder -wände verwendet wird.
Auch bei Holz gab es laut Destatis deutliche Preissteigerungen: Dachlatten (plus 11,8 Prozent), Bauschnittholz (plus 11,4 Prozent) und Konstruktionsvollholz (plus 7,5 Prozent) waren im Mai 2026 teurer als ein Jahr zuvor.
Die Preise für Metalle, deren Herstellung ebenfalls energieintensiv ist, stiegen im Mai 2026 um 11,1 Prozent. Darunter verteuerten sich kaltgewalzte Bleche (plus 9,9 Prozent), Betonstahl in Stäben (plus 5,0 Prozent), Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl (plus 1,6 Prozent) und Betonstahlmatten (plus 1,0 Prozent).
Die Preise für Stabstahl sanken dagegen leicht um 0,3 Prozent, Weißblech verbilligte sich um 1,1 Prozent.
Auch Baubedarfsartikel aus Kunststoff wie Fenster- und Türverkleidungen (plus 3,5 Prozent), darunter Fensterläden und Jalousien (plus 3,8 Prozent), sowie Sanitärausstattung wie Badewannen und Duschen (plus 3,2 Prozent) wurden im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat teurer.
Auch die Preise für viele mineralische Baustoffe stiegen: Kalk und gebrannter Gips (plus 4,3 Prozent), Bausand (plus 3,1 Prozent), Frischbeton (plus 2,5 Prozent) sowie Wand- und Bodenfliesen und -platten (plus 1,8 Prozent) verteuerten sich.
Die Preise für Dachziegel aus keramischen Stoffen (plus 0,6 Prozent) und Zement (plus 0,4 Prozent) stiegen nur leicht. Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im Mai 2026 um 2,2 Prozent gegenüber Mai 2025. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise legten sie im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zu.
Mittelfristig lag das Preisniveau für nahezu alle Baumaterialien - mit Ausnahme von Holz - im Jahr 2025 über dem Niveau vor der Energiekrise 2022. Deutliche Teuerungen gegenüber 2021 gab es bei mineralischen Baustoffen wie Kalk und gebranntem Gips (plus 77,3 Prozent), Zement (plus 57,7 Prozent), Bausand (plus 42,6 Prozent) und Frischbeton (plus 35,3 Prozent).
Auch keramische Baumaterialien verteuerten sich deutlich: Dachziegel wurden um 42,4 Prozent teurer, Wand- und Bodenfliesen und -platten um 27,0 Prozent gegenüber 2021.
Die Preise für Baubedarfsartikel aus Kunststoff stiegen im Schnitt um 18,9 Prozent. Fensterläden und Jalousien (plus 22,3 Prozent), Badewannen, Duschen oder Waschbecken (plus 21,0 Prozent), Fenster- und Türverkleidungen (plus 18,6 Prozent) sowie Bodenbeläge, Wand- und Deckenverkleidungen aus Kunststoff (plus 18,5 Prozent) waren im Jahr 2025 teurer als vier Jahre zuvor. Flachglas, ebenfalls ein energieintensiv hergestellter Baustoff, verteuerte sich um 20,5 Prozent.
Auch der Innenausbau kostete im Jahr 2025 mehr: Armaturen (plus 27,7 Prozent), Tapeten (plus 27,3 Prozent), Teppiche und textile Fußbodenbeläge (plus 26,0 Prozent), Parkettböden (plus 24,4 Prozent) und Anstrichfarben (plus 21,5 Prozent) waren teurer als 2021. Die Preise für Dämm- und Leichtbauplatten, die im Neubau ebenso wie bei der energetischen Sanierung eingesetzt werden, stiegen im gleichen Zeitraum um 21,4 Prozent.
Metalle verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 14,3 Prozent gegenüber 2021, allerdings entwickelten sich die Preise hier uneinheitlich. Deutliche Preissteigerungen gab es bei Rohren oder Hohlprofilen aus Eisen oder Stahl (plus 31,9 Prozent).
Moderater stiegen die Preise für Stabstahl (plus 9,9 Prozent). Die Preise für kaltgewalzte Bleche (minus 14,6 Prozent), Betonstahl in Stäben (minus 13,0 Prozent) und Weißblech (minus 4,5 Prozent) gingen dagegen teils deutlich zurück.
Mittelfristige Preisrückgänge gab es bei Baumaterialien aus Holz: Dachlatten (minus 14,1 Prozent), Konstruktionsvollholz (minus 13,2 Prozent) und Bauschnittholz (minus 1,2 Prozent) verbilligten sich im Jahr 2025 gegenüber 2021. Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im Jahr 2025 gegenüber 2021 um 26,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise legten sie im selben Zeitraum um 19,6 Prozent zu.
Quelle: Destatis
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