Zimmererlehre

Arian Hosseini während der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Bauzentrum der Handwerkskammer Koblenz. Foto: © HwK Koblenz

Nach langer Odyssee im Handwerk glücklich

Arian Hosseini ist vor fünf Jahren aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Jetzt hat er eine Lehre als Zimmerer angefangen und fühlt sich angekommen.

"Zum ersten Mal seit langer Zeit bin ich wieder glücklich. Beruflich läuft es gerade sehr gut. Ich fühle mich angenommen und wertgeschätzt“, sagt Arian Hosseini aus Simmern. Der 22-Jährige hat gerade eine Ausbildung zum Zimmerer bei einem Fertighaushersteller begonnen. Zurzeit besucht er die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLu) im Bauzentrum der Handwerkskammer Koblenz. Abgesehen von den vermittelten Inhalten sei ihm auch der Austausch mit den anderen Lehrlingen wichtig, sagt Hosseini. Die ÜLu in den Berufsbildungszentren der HwK ist fester Bestandteil der Berufsausbildung im Handwerk und ergänzt die fachpraktische Ausbildung im Betrieb.

So gut wie jetzt ging es Arian Hosseini schon lang nicht mehr. Vor fünf Jahren ist er aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Hinter ihm liegt eine Odyssee, die ihn durch den Iran, die Türkei, Griechenland, Italien und Frankreich führte. "Ich habe überall Hilfsarbeiten verrichtet, um für meinen Lebensunterhalt zu sorgen und Geld zu sammeln für den weiteren Transport“, sagt er. In Deutschland angekommen, belegte er Sprachkurse und machte den Hauptschulabschluss. Ein Bekannter gab ihm den Tipp, sich bei dem Fertighaushersteller zu bewerben, weil dieser Dachdecker und Zimmerer ausbilde. "Ich habe mich vorgestellt, ein Praktikum gemacht und die Zimmererlehrstelle bekommen“, freut er sich.

Arian Hosseini weiß, dass er sich einen anspruchsvollen Handwerksberuf ausgesucht hat. Aber er kann auf Unterstützung bauen: Die HwK bietet ausbildungsbegleitende (abH) Hilfen an, damit Auszubildende ihre Lehre erfolgreich abschließen können.

Foto: © HwK Koblenz

Text: / handwerksblatt.de

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