Arbeitnehmer in der Vollversammlung diskutierten auf ihrer Tagung Zukunftsfragen. Vorn die beiden Vizepräsidenten der Handwerkskammer: Bernhard Blanke und Josef Trendelkamp (3. und 2. von rechts)

Arbeitnehmer in der Vollversammlung diskutierten auf ihrer Tagung Zukunftsfragen. Vorn die beiden Vizepräsidenten der Handwerkskammer: Bernhard Blanke und Josef Trendelkamp (3. und 2. von rechts) (Foto: © Andreas Buck)

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Zwischen KI und Fachkräftesicherung: Arbeitnehmer blicken nach vorn

Mit einem Blick auf die Herausforderungen und Chancen des Handwerks begrüßte Arbeitnehmer-Vizepräsident Bernhard Blanke die Vertreter der Arbeitnehmerschaft in der Vollversammlung der Handwerkskammer Münster zur ersten Arbeitnehmertagung des Jahres in Gelsenkirchen-Buer.

Im Mittelpunkt standen der Austausch über aktuelle Entwicklungen sowie die Zukunftsthemen Künstliche Intelligenz (KI) und der Masterplan Handwerk für das Ruhrgebiet. "Das Handwerk steht vor tiefgreifenden Veränderungen", machte Blanke deutlich. Umso wichtiger sei es, neue Technologien zu verstehen und gleichzeitig die Interessen der Beschäftigten im Blick zu behalten.

Einen praxisnahen Einblick in die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz gab Arbeitgeber-Vizepräsident Josef Trendelkamp. Anhand von Beispielen aus seinem Handwerksunternehmen zeigte er, wie KI dazu beitragen kann, Arbeitsabläufe zu beschleunigen, Prozesse effizienter zu gestalten und technische Lösungen schneller sichtbar zu machen. Dabei wurde deutlich: Richtig eingesetzt kann KI ein wertvolles Werkzeug sein, ersetzt jedoch nicht die Erfahrung und das Fachwissen der Beschäftigten.

KI ist kein Allheilmittel

Vertieft wurde das Thema durch Isabel Evels und Norbert Speier von der Münster. Die beiden Berater für Innovation und Technologie machten mit Beispielen deutlich, dass KI kein Allheilmittel ist. Die Qualität der Ergebnisse hänge wesentlich von den zugrunde liegenden Daten ab. Deshalb sei ein kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit den neuen Werkzeugen unerlässlich.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte HWK-Geschäftsführer Markus Hartmann. Er stellte den Masterplan Handwerk für das Ruhrgebiet vor, der die Entwicklung einer der bedeutendsten Handwerksregionen Deutschlands stärken soll. In dem Gebiet zwischen Wesel und Hellweg-Lippe arbeiten mehr als 295.000 Menschen in über 46.000 Handwerksbetrieben. Hinzu kommen knapp 19.000 Auszubildende. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen werde die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks häufig unterschätzt. Der Masterplan soll deshalb dazu beitragen, die Interessen des Handwerks stärker sichtbar zu machen und bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehören unter anderem neue Flächen für Handwerkerhöfe und eine stärkere Berücksichtigung handwerklicher Belange in der Regionalentwicklung. Zum Abschluss der Tagung erinnerte Bernhard Blanke daran, dass die Zukunft des Handwerks vor allem von den Menschen abhängt, die täglich in den Betrieben arbeiten. Gut qualifizierte Fachkräfte seien die Grundlage dafür, die anstehenden Herausforderungen zu meistern und die Zukunft des Handwerks erfolgreich zu gestalten.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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