Deutschland liegt im europäischen Vergleich beim Konsum von zuckerhaltigen Getränken an erster Stelle.

Deutschland liegt im europäischen Vergleich beim Konsum von zuckerhaltigen Getränken an erster Stelle. (Foto: © photodee/123RF.com)

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Bäckerhandwerk gegen Einführung einer Zuckersteuer

In Deutschland wird über eine Einführung einer Zuckersteuer diskutiert – vor allem im gesundheitspolitischen Effekte zu erzielen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hält diese Maßnahme für falsch.

Die Politik debattiert über eine Zuckersteuer für Softdrinks. Damit sollen verschiedene gesundheitspolitische Effekte erzielt werden. Deutschland liegt im europäischen Vergleich beim Konsum von zuckerhaltigen Getränken an erster Stelle. Eine zusätzliche Abgabe darauf könnte Adipositas-, Diabetes- und Kariesfälle in der Bevölkerung eindämmen, heißt es. Das wiederum könnte die Gesundheitskosten senken.

Das Bäckerhandwerk kritisiert den Vorschlag. "Die Einführung einer Zuckersteuer suggeriert einfache Lösungen für ein vielschichtiges Problem. Notwendig sind jedoch differenzierte, langfristig angelegte Strategien, die Eigenverantwortung stärken und echte Verhaltensänderungen ermöglichen", sagt Dr. Friedemann Berg, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks

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Bürokratieaufwand für Handwerksbetriebe

Besonders für kleine und mittelständischen Unternehmen sei eine Zuckersteuer eine Belastung. Der mit Verbrauchsteuern verbundene bürokratische Aufwand treffe Handwerksbetriebe wegen begrenzter personeller und organisatorischer Ressourcen deutlich härter als große Unternehmen. "Dies verschärft bestehende Wettbewerbsnachteile, gefährdet wirtschaftliche Existenzen der Handwerksbetriebe", so Berg.

Langfristig könne das zu einer Schwächung regionaler Versorgungsstrukturen führen. "Im übrigen käme die Einführung einer Zuckersteuer in der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation zur Unzeit. Viele Betriebe befinden sich angesichts aktuell steigender Sprit- und Energiepreise unter Druck und benötigen nicht weitere Belastungen, sondern Entlastungen."

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Text: / handwerksblatt.de

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