Gruppenbild mit Pick-up (hier symbolisiert durch Renault Kangoo, Trafic, Master und Alaskan): Die leichten Nutzfahrzeuge lassen sich grob in drei Klassen einteilen, die amerikanischen Lastesel namens Pick-up haben wir diesmal außen vor gelassen. Die Fahrzeugindustrie hat mit den drei Transporterklassen für jeden Anwender die passende Mobilitätslösung, egal, ob es um Größe, Ladevolumen, Nutzlast, Leistung oder Antriebsart geht.

Gruppenbild mit Pick-up (hier symbolisiert durch Renault Kangoo, Trafic, Master und Alaskan): Die leichten Nutzfahrzeuge lassen sich grob in drei Klassen einteilen, die amerikanischen Lastesel namens Pick-up haben wir diesmal außen vor gelassen. Die Fahrzeugindustrie hat mit den drei Transporterklassen für jeden Anwender die passende Mobilitätslösung, egal, ob es um Größe, Ladevolumen, Nutzlast, Leistung oder Antriebsart geht. (Foto: © Renault)

Der passende Transporter für den Betrieb

Wer Menschen und Material auf Baustellen oder zu Kunden transportieren muss, ist auf Nutzfahrzeuge angewiesen. Ein Blick auf den Markt für (Verbrenner-) Transporter.

Der Markt für Nutzfahrzeuge ist nicht nur vielfältig, sondern auch nahezu unendlich. Wer alle Faktoren wie Motorisierung, Karosserieform, Antrieb, Schaltung und Optionen kombiniert, kommt auf eine unendliche Zahl an Modellen. Die Vielfalt hat natürlich nur einen Zweck: Die Wünsche der Kunden zu erfüllen, damit sie das exakt passende Fahrzeug für ihre speziellen Einsatzzwecke bekommen.

E-Nutzfahrzeuge folgen im Oktober!

Eins vorweg: Wer die Beilage danach studieren möchte, welche emissionsfreien Transporter auf dem Markt sind, wird enttäuscht. Dieses Special befasst sich ausschließlich mit den Verbrenner-Transportern. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist der Markt mit Angeboten mehr als nur breit gefächert und hätte den Umfang gesprengt. Zum anderen widmet das Deutsche Handwerksblatt der E-Mobilität im Oktober ein eigenes Special! Tatsächlich ist der Markt der E-Transporter mehr in Bewegung als der der Verbrenner. Die Hersteller rüsten derzeit in allen drei Transporterkategorien auf und stellen in den nächsten Monaten neue Modelle vor. Die ausführlichen Berichte, Vorstellung, Analysen und Marktübersicht über die E-Nutzfahrzeuge (rein elektrische als auch die Hybrid-Modelle) kommen in vier Wochen und natürlich parallel auch online auf handwerksblatt.de.

Das Special haben wir bewusst als Marktübersicht konzipiert. Denn eigentlich wäre der Sonderteil parallel zur Nutzfahrzeuge-Messe in Hannover, der IAA Nfz, erschienen. Die Messe haben die Veranstalter aber schon frühzeitig wegen der Pandemie abgesagt. Damit entfällt die Plattform, um sich live einen Überblick über die aktuelle Modellpalette, aber auch die Trends im Nfz-Segment zu verschaffen.

Alle drei Transporterklassen

Das aktuelle Special widmet sich ausführlich den drei Klassen der Verbrenner-Transporter. Dabei hat sich auch gezeigt, dass die Klasse der kleinsten Stadtlieferwagen, wie sie der Fiat Fiorino und der Ford Transit Courier symbolisieren, sich mangels Wettbewerb eher auflöst. Wir haben diese Klasse daher den klassischen Stadtlieferwagen zugeordnet. Hier wartet noch in diesem Jahr der deutsche Marktführer mit dem Nachfolgemodell auf. Volkswagen Nutzfahrzeuge hatte schon im Frühjahr die Weltpremiere seines neuen Caddy gefeiert, die Fahrvorstellungen finden ab Oktober statt. Die Antwort von Mercedes-Benz kommt im nächsten Jahr, wenn die Sternmarke den Citan-Nachfolger vorstellt. Die Stuttgarter haben auch schon bekanntgegeben, dass es den Nachfolger auch für den privaten Nutzer als T-Klasse gibt. Nicht zu verwechseln mit den T-Modellen, wie Mercedes seine Kombis nennt. Zu dieser Klasse lesen Sie inklusive einer Marktübersicht hier.

Das beliebteste Feld sind die Lieferwagen, die das mittlere Segment der leichten Nutzfahrzeuge ausmachen. Auch hier gilt, dass sich die Hersteller intensiv mit der Elektrifizierung auseinandersetzen. Bei den Anbietern sind die meisten Modelle up-to-date, haben doch die Marken ihre Fahrzeuge erst kürzlich überarbeitet oder neu in den Markt eingeführt (siehe hier).

Gleiches gilt für die Großen unter den leichten Nutzfahrzeugen. Die kräftigen Transporter schaffen Nutzlasten von mehreren Tonnen und sind bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,2 Tonnen erhältlich. Wer mehr will, muss dann in den mautpflichtigen Lkw-Bereich gehen. Auch hier wird kräftig an der Elektrifizierung gearbeitet. Gespannt darf man sein, ob sich neue Anbieter in dieses Segment drängen. Hyundai hat sich mit seinem H350 erst einmal von diesem Markt verabschiedet. In den Startlöchern steht zwar die chinesische Marke Maxus, aber sie konzentriert sich auf E-Transporter (mehr dazu im Oktober).

Mehr Digitalisierung

Einer der großen Trends spielt sich im Fahrzeug mit der Digitalisierung beziehungsweise der Automatisierung ab. Sie geht zum einen in die Richtung des autonomen Fahrens, zum anderen in die der Flottenmanagementtätigkeiten, also all das, was rund um das Fahrzeug eine Rolle spielt. Der Traum vom automatisierten Fahren wird derzeit von immer umfangreicheren Assistenzsystemen geweckt. Alle Funktionen, die dem Fahrer die Arbeit erleichtern oder gar abnehmen, kommen aus dem Pkw auch in das Nutzfahrzeug. Wer mit den topausgestatteten Modellen unterwegs ist, kann sich zumindest auf Autobahnen auf ein Minimum beim Fahren beschränken. Ein distanzgeregelter Tempomat regelt Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann, ein Spurassistent hält den Wagen in der Spur, und das System warnt vor Hindernissen. Von selbstständigen Überholmanövern wie in den Luxus-Pkw (hier reicht das Setzen eines Blinkers, um ein Fahrzeug automatisiert zu überholen) ist die Transporterklasse allerdings noch weit entfernt. Das Fahren ist und bleibt der Job des Menschen hinter dem Steuer – noch.

Flottenmanagement für die Verwaltung

Die Digitalisierung hingegen nimmt vor allem der Verwaltung viel Arbeit ab. Flottenmanagementsysteme analysieren nicht nur Kosten und Fahrverhalten der Fahrer. Sie können Arbeitszeiten und Wege erfassen, Routen optimieren und sogar die Verwaltungsarbeit rund um das Material und die Produkte an Bord steuern. Dies geschieht oft in Zusammenarbeit mit Dienstleistern, aber auch die Fahrzeugeinrichter bieten schon ähnliche Services an.

Mit deren Hilfe lassen sich die Fahrzeuge zudem noch weiter individualisieren. Sie haben, wenn nicht sofort eine Lösung ab Werk angestrebt wird, für jedes Handwerk interessante Ein- und Umbaulösungen, die vor allem die Ladung sichern und für Ordnung im Fahrzeug sorgen (siehe hier). Wir stellen die wichtigsten bundesweit agierenden Fahrzeugeinrichter vor, die die Kastenwagen passend für jedes Gewerk individuell ausstatten können.

Text: / handwerksblatt.de

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